Mit seinem
„herzlichen Dank für die Einladung zum 31. Neujahrsempfang der Wirtschaftsjunioren Brandenburg an der Havel zusammen mit der IHK Potsdam“
sprach Oberbürgermeister Steffen Scheller den vielen Gästen im gemütlich und festlich ausstaffierten Audimax aus der Seele.
Dieser Empfang stehe nicht nur für Kontinuität im Kalender, sondern für eine enge Verbundenheit mit unserer Stadt, mit der Region und mit ihrer wirtschaftlichen Zukunft, weiß Steffen Scheller, der den bevorstehenden Wechsel an der Stadtspitze nicht aussparte.
„Meine Amtszeit endet am 1. März. Ich wünsche meinem Nachfolger Daniel Keip die notwendige Durchsetzungskraft und vor allem den wirtschaftlichen Gestaltungsspielraum, den es braucht, um Brandenburg an der Havel weiter voranzubringen. Denn unsere Stadt braucht auch in Zukunft Mut, Vernunft und Zusammenhalt.“
Trotz ungünstiger Rahmenbedingungen sei dennoch gemeinsam viel erreicht worden:
„Brandenburg an der Havel ist heute faktisch schuldenfrei. Wir verfügen über rund 60 Millionen Euro Liquidität und über eine Gewinnrücklage von etwa 180 Millionen Euro. Wir benötigen kein Haushaltssicherungskonzept – und das ist in diesen Zeiten nicht nur solide Haushaltspolitik, sondern ein echter Standortvorteil.“
Zudem sei in Kitas und Schulen, in Gemeindestraßen, Wohnraum und in das Gesundheitswesen, in den öffentlichen Nahverkehr, in Feuerwehr und Rettungswesen investiert worden.
„Das sind Investitionen in Standortqualität: Unternehmen investieren dort, wo Fachkräfte gut leben, wo Familien Perspektiven haben und wo Verlässlichkeit herrscht.“
Dieser Erfolg sei auch Verdienst der Unternehmen, der Selbstständigen und der vielen Engagierten in unserer Wirtschaft.
„Gerade Sie, liebe Wirtschaftsjuniorinnen und Wirtschaftsjunioren, liebe Unternehmerinnen und Unternehmer, tragen Verantwortung über den eigenen Betrieb hinaus. Unternehmertum bedeutet nicht nur Wertschöpfung, sondern auch Haltung, Engagement und Bereitschaft, Verantwortung für den Standort zu übernehmen. Deshalb meine Bitte an Sie: Bleiben Sie aktiv. Bringen Sie sich ein. Gestalten Sie die Zukunft dieser Stadt weiter mit!“
Am Engagement lässt der neue WJ-Kreissprecher Marvin Zinke keine Zweifel aufkommen:
„Die Wirtschaftsunion stehen für die Stimme der jungen Wirtschaft und Entscheider von heute. Menschen, die nicht abwarten, sondern gestalten, die nicht nur kommentieren, sondern auch Verantwortung übernehmen. Genau diese Stimme braucht unsere Stadt mehr denn je.“
Ohne Unternehmer gebe es keine Investition und keine Innovation und vor allem auch keine Arbeitsplätze in dieser Stadt. Das Geld, mit dem Schulen saniert, Straßen gebaut oder soziale Projekte ermöglicht werden, werde erarbeitet von mutigen Menschen, die unternehmerische Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und Mitarbeiter einstellen, auch wenn der Ausgang ungewiss ist.
„Wir wollen nicht nur ein Teil der Wirtschaft sein, wir wollen ein Teil der Lösung,“
versichert Marvin Zinke.
Den Wille zum Mitgestalten untermauerte Leona Heymann, die als Leiterin des IHK-RegionalCenters, die aus Witterungsgründen ferngebliebene IHK-Präsidentin Ina Hänsel vertrat:
„Wir werden uns einmischen – freundlich aber bestimmt. Wir sind keine Stadt, die von gestern lebt, sondern eine, die heute arbeitet, um morgen stark zu sein.“
Damit das gelinge, brauche man aus Sicht der Wirtschaft drei Dinge und zwar möglichst schnell und unkompliziert.
„Wir brauchen Infrastruktur und Flächen, denn ohne Gewerbegebiete geht’s nicht.“
Fachkräfte gelte es zu sichern, denn was helfe die beste Infrastruktur, wenn man niemanden habe, der sie nutzt.
„Und wir brauchen planbare Genehmigungen, klare Zuständigkeiten und pragmatische Lösungen, damit Unternehmen Zeit haben fürs Wesentliche.“
Zeit für geselliges Miteinander braucht es auch und die wird sich stets zum Jahresanfang genommen, zumal der Neujahrsemfang auch dazu dient, neue Mitglieder vorzustellen, gestandene Mitglieder in den Kreis der Förderer aufzunehmen und Auszeichnungen vorzunehmen. Diesmal erhielt Sascha Bertz die silberne Ehrennadel der Landeswirtschaftsjunioren, verbunden mit einem großen Dank für den über zehnjährigen Einsatz im Vorstand.
Profitieren vom Einsatz der Wirtschaftsjunioren konnten auch die Sportakrobaten des FC Borussia Brandenburg, die zum Start des Empfangs mit einer tollen Show beigetragen hatten und sich später über die Jahresspende (500 Euro) der Wirtschaftsjunioren Brandenburg freuen konnten. Ein paar Spontanspenden gesellten sich im Laufe des Abends hinzu, sodass der Wunsch nach einer kostenintensiven Airtrack-Matte ein Großteil realistischer geworden ist.
Die Förderer der Wirtschaftsjunioren zogen mit zwei Spenden nach, bedachten mit je 500 Euro die Freie Musikschule Brandenburg sowie den Förderkreis der Musikschule „Vicco von Bülow“.
Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt