
Fahrplan der „Havelfee“ vom 05.06. bis 21.06.26
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BSG Stahl: Endlich der Befreiungsschlag 7:1 gegen Blankenfelde
Endlich gelang der BSG Stahl Brandenburg der lang ersehnte Befreiungsschlag. Nach neun sieglosen Spielen in der Rückrunde feierte die Mannschaft von Trainer Rober Pocrnic am Sonnabend vor heimischer Kulisse einen 7:1-Erfolg über den Tabellenvorletzten BSC Preußen 07 aus Blankenfelde-Mahlow. In der Rückserie gab es einige trostlose Vorstellungen, aber auch Spiele, in der die Stahl-Elf durchaus glänzte, zahlreiche Möglichkeiten erarbeitete, aber den gegnerischen Kasten nicht traf. So etwas zerrt an den Nerven. „Die müssen halt nur einmal die Bude treffen, dann läuft es“, machten die Fans Mut. Und genau das passierte am Samstag, sehr zum Leidwesen der Blankenfelder.
Die Gäste begannen mutig, drängten vom Anpfiff an auf die Führung. Die verhinderte in der 8. Minute Benjamin Nwatu mit einer artistischen Einlage vor dem Tor von Schlussmann Felix Baitz, hinter ihm stand ein BSC-Angreifer einschussbereit. Kurz zuvor gab es schon den ersten Aufreger auf der Gegenseite. Ibraima Cante wurde im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht, doch nach Meinung des jungen Schiedsrichters, der sehr selbstbewusst auftrat, aber regelkonform. In der 10. Minute wurde Nils Müller prima freigespielt, seinen Schuss konnte Preußen-Torhüter Maximilian Möller jedoch klären. Fünf Minuten später musste er sich aber geschlagen geben. Zunächst hatte er
noch Glück, dass Justin Inter einen Freistoß schön um die Mauer herum an den linken Pfosten setzte, doch der Ball kam erneut vor das BSC-Tor und Cante traf zur erlösenden Führung.
Die Gastgeber ließen in ihren Offensivbemühungen nicht nach. Sie rissen mit weiten Pässen in die Schnittstellen der Gästeabwehr, immer wieder Lücken in die Defensive. Mitte der ersten Hälfte sprintete Cante auf den Gäste-Sechzehner zu, zwei Gegenspieler versuchten ihn vergeblich zu stellen, so hielt ihn Abdul Allamyar am Trikot fest und da er in diesem Moment letzter Mann war, sah er die Rote Karte. Nun nahm das Unheil seinen Lauf für die Blankenfelder. In der 27. Minute hatten sie noch Glück, das Nwatu mit seinem Kopfball das Ziel knapp verfehlte. Doch nach einer halben Stunde servierte Timm Renner den Ball perfekt auf den Kopf van Cante, der zum 2:0 einnickt. Nur Sekunden später klärten die Gäste im letzten Moment gegen Lamin Jatta. Nur wenig später war das 3:0 dann doch fällig, Müller traf aus der Drehung zum 3:0. Mit dieser beruhigenden Führung ging es in die Halbzeit.
Die Preußen wechselten zum Wiederanpfiff und hatten gleich Grund zur Freude. Nach einer Kombination im Strafraum kam der Ball zum eingewechselten Julian Weege, der an Baitz vorbei ins lange Eck traf (47.). Die Gastgeber wirkten für einen kurzen Moment geschockt, doch da die Gäste nicht energisch nachsetzten, spielten sie wieder munter nach vorn und stellten in der 54. Minute den alten Abstand wieder her. Nwatu wurde im rechten Strafraum angespielt und erzielte mit einem flachen Schuss an Möller vorbei das 4:1. Damit wurden die letzten Zweifel am Sieg beseitigt.
Nach einer Stunde war die Partie für Inter, Cante und Nwatu zu Ende, sie wurden ersetzt durch Moritz Droste, Ben Dayan Bleiß sowie Maksymilian Bopczek. Dies zahlte sich nur wenig später aus. In der 66. Minute setzte sich Bleiß auf der rechten Seite durch, seine scharfe Hereingabe lenkte Timo Rehfeldt ins eigene Tor zum 5:1. Zehn Minuten später glänzte der Youngster erneut als Vorlagengeber, diesmal profitierte Jatta, der mühelos auf 6:1 erhöhte. Nur zwei Minuten später der nächste Tiefschlag für die Gäste. Torwart Müller eilte aus seinem Sechzehner, warf sich in den Schuss von Boczek, den er mit der Hand abwehrte. Erneut hatte der Unparteiische keine andere Wahl, Möller holte sich die Rote Karte ab.
In der 84. Minute dann die schönste Szene des Spiels. Paul Kämmerer der seine monatelange Verletzungspause überstanden hat, kam bei einem Freistoß für die Brandenburger aufs Feld. Der Ball wurde in den Sechzehner geschlagen, die zu kurze Abwehr landete vor den Füßen Kämmerers, der reaktionsschnell zum 7:1 abschloss, gefühlte fünf Sekunden nach seiner Einwechslung. Das waren die Momente die Stahl-Trainer Pocrnic glücklich machten: „Wir haben so eine tolle Mannschaft, die voller Kraft steckt. Und egal, wen man bringt, es ist kein Abfall in der Leistung zu erkennen. Wir sind
natürlich heilfroh, dass wir uns endlich mal wieder belohnt haben. Heute hätte es auch zweistellig ausgehen können.“
Mit dem höchsten Saisonsieg im Rücken, können die Brandenburger mit viel Selbstvertrauen am kommenden Sonnabend, beim Spitzenreiter MSV 1919 Neuruppin auflaufen. Wenn sie den gleichen Einsatzwillen wie am Samstag zeigen, treten sie dort nicht chancenlos an.
Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.

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