Ferienstart in Berlin und Brandenburg: E.ON Experte gibt Tipps für die ersten Sommerferien mit E-Auto


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Teure Spritpreise, E-Auto-Prämie und der Wunsch nach weniger Emissionen: Mehr und mehr Menschen steigen auf ein E-Auto um, allein im Mai 2026 war bereits jedes vierte neu zugelassene Auto in Deutschland vollelektrisch (25 Prozent bzw. rund 60.000 Fahrzeuge) – ein Plus von knapp 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Für viele Berliner und Brandenburger stehen somit die ersten Sommerferien mit dem Stromer an. Christoph Ebert, Geschäftsführer von E.ON Drive und selbst schon seit 15 Jahren vollelektrisch unterwegs, gibt Tipps, wie die Urlaubsreise mit dem E-Auto sorgenfrei und komfortabel verläuft.

Herr Ebert, was ist denn beim Laden für die Fahrt in den Urlaub zu beachten?

Um Ladestopps zu optimieren, lade ich das E-Auto vor der Abfahrt auf 100 Prozent voll und komme damit schonmal richtig weit. Bei Ladestopps zwischendurch lade ich dann nur noch bis 80 Prozent, denn ab dieser Marke wird der Ladevorgang spürbar langsamer. So komme ich schneller wieder los und mache die Ladestation für den nächsten E-Mobilisten frei. Bei einem modernen E-Auto komme ich mit 80 Prozent Akku mehrere hundert Kilometer weit.

Außerdem ganz wichtig: An welcher Ladestation lade ich unterwegs? Für erfahrene E-Fahrerinnen und -Fahrer selbstverständlich, für Erst-E-Mobilisten vielleicht noch ein Buch mit sieben Siegeln: Ein E-Auto kann man mit Wechsel- (AC) oder Gleichstrom (DC) und mit verschiedenen Leistungen zwischen 3,7 und 400 Kilowatt laden. Alle diese Ladestationen haben ihren Daseinszweck, auf der Urlaubsreise gilt aber: Nur Ladestationen mit mindestens 100 kW Leistung ansteuern, sonst dauert das Nachladen zu lange. Die 400-kW-Säule muss es in der Regel aber auch nicht sein, denn so viel Leistung können die meisten E-Autos sowieso nicht aufnehmen. 

Wie finde ich denn diese Schnellladestationen auf der Strecke?

Ich nutze mein Auto-Navi auch dann, wenn ich die Strecke auswendig kann, denn es plant die idealen Lade-Stopps für mich ein. Es weiß, wie viel Restreichweite ich noch habe und oftmals kann man Angaben wie die gewünschte „Puffer“-Reichweite, präferierte Ladesäulenanbieter oder eine Mindestladeleistung der Ladestation hinterlegen. Bei einigen Fahrzeugen wird der Akku dann außerdem optimal auf den anstehenden Schnellladevorgang vorbereitet, indem er entsprechend temperiert wird. Wenn man versehentlich den Ladestopp verpasst, plant das Auto in Sekunden um und zeigt schnell die nächste Möglichkeit an.

Den Ladevorgang zahle ich dann mit einer Ladekarte oder Lade-App.

Richtig. Für Urlaubsfahrten mit dem E‑Auto lohnt sich eine App, die europaweit funktioniert und verschiedene Ladenetze bündelt. So braucht es keine Vielzahl an Karten oder Anwendungen, und Laden sowie Bezahlen lassen sich zentral steuern. Viele Angebote decken inzwischen einen Großteil der öffentlichen Ladeinfrastruktur ab. Ein Beispiel ist die E.ON Drive App mit Zugang zu rund 850.000 Ladepunkten in Europa und hoher Netzabdeckung in Deutschland.

Mehr und mehr Menschen steigen auf das E-Auto fahren um, staut es sich in den Ferien da nicht schnell an den Ladestationen?

Keine Sorge, echte Ladestaus sind eine Seltenheit, denn der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur hat in den letzten Jahren Tempo gemacht. In den seltensten Fällen muss man auf einen freien Ladepunkt warten. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann in den meisten Auto-Navis oder in der E.ON Drive App sehen, wie viele Ladepunkte an einem Standort gerade frei sind. Außerdem kann durch einfache „Lade-Etikette“ jeder dazu beitragen, dass es am Ladepark schnell weitergeht: Dazu gehört das E-Auto nur bis 80 Prozent vollzuladen und den Ladeplatz nach dem Laden zügig wieder freizugeben. 

Hand aufs Herz: Nervt Sie das Laden zwischendurch nie?

Ladepausen sind keine verlorene Zeit, ganz im Gegenteil! Sie dauern meistens um die 20 Minuten und lassen sich somit ideal nutzen für eine Toilettenpause, einen Kaffee und einmal dehnen. Eine E.ON Umfrage* hat gezeigt, dass 60 Prozent der Menschen auf längeren Autofahrten ohnehin alle zwei bis drei Stunden eine Pause einlegen – was im Übrigen auch für die Fahrsicherheit sinnvoll ist.

Wie kann ich denn trotzdem möglichst weit am Stück fahren und unnötige Lade-Stopps vermeiden?

Wie auch beim Verbrenner gilt: Vorausschauendes Fahren und das Vermeiden sehr hoher Geschwindigkeiten verlängern die Reichweite. Luftwiderstände, wie durch eine Dachbox, verkürzen sie.

Das E-Auto hat aber noch ein paar Besonderheiten: Mein persönlicher Favorit sommers wie winters, ist das Vorklimatisieren. Schon während das Auto an der Ladestation zuhause oder unterwegs lädt, lässt sich eine bestimmte Innenraumtemperatur einstellen. So steigt man im Sommer in ein angenehm kühles Auto und die Klimaanlage muss nicht erst während der Fahrt den Innenraum runterkühlen – das schont die Reichweite zusätzlich.

Wie sieht es mit der Ladeinfrastruktur am Urlaubsort aus?

Die ist in den vergangenen Jahren in vielen Urlaubsregionen immens gewachsen: Immer mehr Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze haben eigene Wallboxen installiert. Ich achte schon bei der Buchung darauf, dass ich vor Ort laden kann, weil das einfach sehr bequem ist. Nachdem auf der Autobahn Schnellladen auf dem Programm stand, reicht hier eine Ladeleistung von elf Kilowatt aus, so dass das Auto bei Bedarf über Nacht laden kann. Hat die Unterkunft keine eigenen Ladeangebote, checkt man am besten über die Lade-App vorab, wo es öffentliche Ladepunkte gibt.

Quelle: E.ON Energie Deutschland GmbH

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