
Sieg der Stahl-Frauen gegen Beelitz – Klare Steigerung in Hälfte zwei
Sieg der Stahl-Frauen gegen Beelitz – Klare Steigerung in Hälfte zwei Nach vier Wochen Pause hatten die Frauen der BSG Stahl Brandenburg am Sonntag ihrenHeimauftritt
Im Spitzenspiel der Frauenfußball-Landesliga empfing am Sonntag die BSG Stahl Brandenburg den ewigen Rivalen SV Grün-Weiß Brieselang. In einer intensiv geführten Partie setzten sich am Ende die Gäste auf dem Kunstrasenplatz im Stadion am Quenz mit 2:1 durch. Aufgrund der größeren Zahl an Tormöglichkeiten ein verdienter Erfolg der Grün-Weißen, den sie sich aber hart erarbeiten mussten.
Im ersten Durchgang sahen die Zuschauer eine Partie auf Augenhöhe. In der Anfangsviertelstunde besaßen die Gastgeberinnen ein paar Möglichkeiten durch Anja Seelhoff und einen gefährlichen Freistoß von Jessica Finkbeiner. Dann kamen die Brieselangerinnen zu ihren Chancen. Nach 20 Minuten konnte die Stahl-Abwehr gerade noch vor der Torlinie klären, wenig später glänzte Torfrau Celina Pflanz (27.) bei einem Schuss auf die lange Torecke. Eine Minute später brannte es erneut im Stahl-Sechzehner, mit vereinten Kräften wurde die brenzlige Situation entschärft.
Nach einer halben Stunde bewies die Gästetorfrau Janine Loris bei einem guten Schuss von Vanessa Bürger, dass sie ihr Geschäfte ebenfalls versteht. Bei dem Versuch Marlen Sommerlattes (42.) kurz vor der Pause fehlten nur ein paar Zentimeter. Auf der Gegenseite erging es Kimberly Stegemaier ähnlich, als ihr Schuss haarscharf über die Latte zischte. So ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen. Die Grün-Weißen hatten vielleicht etwas mehr Spielanteile, doch Möglichkeiten in Führung zu gehen hatten beide Teams.
Kurz nach dem Wiederanpfiff gab es die Führung für die Brandenburgerinnen. Nach einem Eckball köpfte Livia Bauer zum 1:0 (48.) ein. Doch diese Führung schenkte die Stahl-Elf viel zu früh wieder her. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld in der 54. Minute kamen die Gäste über rechts, die Flanke in den Strafraum fand die völlig freistehende Franziska Kühn, die gegen die Laufrichtung von Pflanz zum Ausgleich einköpfte.
Mit dem Ausgleich wollten sich die Grün-Weißen nicht zufriedengeben, sie verstärkten den Druck. Die Stahl-Frauen kamen nur noch selten zu Angriffen, spätestens am gegnerischen Strafraum endeten die Bemühungen. Aber sie nahmen den Kampf an, gingen keinem Zweikampf aus dem Weg, versuchten den Kontrahenten vom eigenen Sechzehner fernzuhalten. Dies fiel ihnen mit fortlaufender Spielzeit jedoch schwerer. Hier zeigte sich der große Vorteil bei den Gästen. Sie hatten zumindest nominell eine gut besetzte Wechselbank, während Stahl-Trainerin Janine Groth nur Emma Harder zur Verfügung stand, die aber Trainingsrückstand aufwies.
Der Kräfteschwund war sichtbar, die Brieselangerinnen konnten sich immer häufiger die Bälle noch erlaufen. Doch noch hielt der Abwehrriegel, auch wenn aufgrund der Witterung, das ganze Spiel über regnete es, Torfrau Pflanz mit dem nassen Ball Probleme hatte. Beim 2:1-Siegtreffer in der 82. Minute war sie aber chancenlos. Eine Flanke von links verwertete erneut Kühn mit einem perfekten Kopfball unter die Latte. Die Brandenburgerinnen gaben zwar nicht auf, doch eine zwingende Torchance konnten sie sich nicht mehr erspielen, da waren die Grün-Weißen eher näher dran am dritten Tor.
Nach der 1:2-Niederlage sind auch die letzten Ambitionen im Titelrennen mitzumischen obsolet geworden. Die Stahl-Frauen waren enttäuscht nach dem Abpfiff, können aber auf ihre Leistung dennoch stolz sein, wie auch Marlen Sommerlatte sagte: „Ich hätte gar nicht gedacht, dass wir so lange mithalten können mit unserem Kader.“ Die große Breite ist in der Tat nicht mehr gegeben. Alina Muschert hat zwar ihre Ausbildung in der Fremde beendet, bleibt aber ihrer neuen Heimat treu. Die Defensivspielerin Tanja Lehmann weilt zurzeit in Irland, wann sie zurückkehrt ist ungewiss. Nathalie Säger fehlte ebenfalls in diesem wichtigen Spiel, eine schwere Erkältung zwang sie zum Aussetzen.
Mit dem schmalen Kader sind große Sprünge im Ligaalttag nicht zu bewältigen. Jetzt liegt das Augenmerk der Stahl-Frauen auf dem Landespokal und da steht am kommenden Sonntag (1. März/11 Uhr) die Partie beim SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen an.
Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.

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