Der durch die Auslösung der Sprühflutanlage entstandene Wasserschaden im Großen Haus des Brandenburger Theaters erweist sich nach aktuellen Erkenntnissen als gravierender als zunächst angenommen. Zwar konnten bereits erhebliche Trocknungserfolge erzielt werden, dennoch werden die Arbeiten im Großen Haus voraussichtlich bis Ende Februar 2026 andauern. In Abhängigkeit von den noch anstehenden baulichen Maßnahmen kann eine Sperrung der Bühne bis zum Ende der laufenden Spielzeit nicht ausgeschlossen werden.
Am Dienstag, den 13. Januar 2026, fand eine Krisensitzung im Brandenburger Theater statt, in der die weitere Vorgehensweise beraten wurde. Alle Beteiligten eint der ausdrückliche Wunsch, das Große Haus so schnell wie möglich wieder für den Spielbetrieb öffnen zu können. Bis dahin werden Proben- und Vorstellungspläne angepasst und alternative Spielorte genutzt. Ziel ist es, so wenige Vorstellungen wie möglich ausfallen zu lassen.
Symphoniekonzerte gesichert
Die Symphoniekonzerte 5 bis 8 sind in jedem Fall gesichert:
• Die Konzerte 5 und 6 finden in der Studiobühne statt.
• Die Konzerte 7 und 8 werden voraussichtlich im Audimax der Technischen Hochschule Brandenburg aufgeführt.
Chefdirigent Andreas Spering prüft derzeit, ob programmatische Anpassungen erforderlich sind.
Da das 5. Symphoniekonzert auf der Studiobühne stattfindet, müssen aufgrund der begrenzten Platzkapazität voraussichtlich einzelne Karten der Vorstellungen am Freitag und Samstag auf den Sonntag verlegt werden. Der Besucherservice wird sich frühestens ab dem 26. Januar 2026 mit den betroffenen Karteninhaberinnen und Karteninhabern in Verbindung setzen.
Darstellende Kunst: Flexible Planung je nach Bauabschnitt
Für den Bereich der Darstellenden Kunst wird die Planung fortlaufend an den Baufortschritt angepasst. Für den Monat Februar ergeben sich bereits folgende Festlegungen:
• Purple Lounge: findet wie gewohnt im Foyer des Großen Hauses statt. Ab 19:00 Uhr kann die 3. Orchesterprobe in der Studiobühne besucht werden. Die Platzkapazität ist auf 50 Personen begrenzt, eine Anmeldung ist erforderlich. Der Zugang erfolgt über den Eingang der Puppenbühne im Hof des Theaters.
• „Mama ohne Plan“: findet im Foyer des Großen Hauses statt. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit. Die Sitzplatzbindung wird aufgehoben. Weitere Tickets sind wie gewohnt an der Theaterkasse und allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
• „Warten auf’n Bus“: findet im Kulturhaus Philipp Müller. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit. Die Sitzplatzbindung wird aufgehoben. Das Theater informiert schnellstmöglich über den aktuellen Stand.
• Theaterball: kann im Februar leider nicht stattfinden. Die bereits erworbenen Karten behalten vorerst ihre Gültigkeit. Es wird geprüft, ob der Ball als Auftaktveranstaltung der Spielzeit 2026/27 nachgeholt werden kann.
Dank an Publikum und Partner
Das Brandenburger Theater freut sich sehr über den großen Zuspruch und die Solidarität des Publikums in dieser herausfordernden Situation. Besonders hervorzuheben ist die enge, konstruktive und sehr produktive Zusammenarbeit mit der GLM, die maßgeblich zur schnellen Organisation der notwendigen Maßnahmen beiträgt.
Ein großer Dank gilt außerdem den beteiligten Firmen, die seit Bekanntwerden des Schadens schnell, engagiert und unkompliziert mit dem Theater zusammenarbeiten: der Firma Schlag, der Firma Lehndorf sowie der Gerüstbaufirma Z+O.
Das Brandenburger Theater bedankt sich ausdrücklich für das Verständnis seines Publikums und wird weiterhin transparent und zeitnah über alle Entwicklungen informieren.
Quelle: Brandenburger Theater