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Zum Neujahrsempfang der Kreishandwerkerschaft Brandenburg/Havel-Belzig konnten Geschäftsführerin Susan Stephan und Kreishandwerksmeister Sven Schindler viele Gäste, darunter Oberbürgermeister Steffen Scheller, begrüßen. Ihrem „herzlichen Willkommen“ ließ Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam, aktuelle Zahlen und eine kurze Jahres-Vorschau folgen, demnach sich kammerweit über einen
„kaum zu erwartenden Betriebszuwachs“
gefreut werden kann. Um 150 Betriebe auf nunmehr 17.522 Unternehmen sei die Kammer gewachsen, wozu die Kreishandwerkerschaft Brandenburg-Belzig 2.290 Handwerksbetriebe beitrage.
„Diese positive Entwicklung hört sich erstmal gut an,“
so Bührig weiter, doch betreffe das Wachstum nicht
„unsere zulassungspflichtigen Betriebe, wo der Meistertitel als Qualifikationsnachweis erforderlich ist. Also die Betriebe, die leistungsstärker sind und die sich besonders auch im Bereich der Berufsausbildung engagieren.“
Somit sei das Mehr an Gründungen ein positives Zeichen dafür, dass sich junge Menschen für die Selbständigkeit entscheiden,
„aber wir haben auch den Umstand, dass qualifizierte Gründung weiter eine Aufgabe ist, an der wir auch 2026 arbeiten müssen.“
Auch die Zuversicht müsse wieder wachsen, nachdem der 2025 aufkommende Optimismus abgeebbt sei. Die neue Bundesregierung und die neue Landesregierung hatten, laut Bührig, einiges in Aussicht gestellt, aber fürs Handwerk nicht umgesetzt. Von Industriestrompreisen profitieren Handwerksbetriebe nicht, bei denen außerdem eine große Rolle spielt,
„wo es mit den Personalkosten hingeht. Neben der Mindestlohnerhöhung trifft die Steigerung der Sozialabgaben das Handwerk, das personalintensiver und folglich stärker betroffen ist. Deshalb muss das Thema Sozialversicherung in diesem Jahr auf die Agenda der Politik,“
fordert der Handwerkskammer-Geschäftsführer und findet einen versöhnlichen Redeschluss:
„Wir haben Ende letzten Jahres im gesamten Kammerbezirk 1.377 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen, das war eine Steigerung von sechs Prozent im Vorjahresvergleich.“
Dennoch müsse man weiterhin gemeinsam für die Ausbildungsperspektiven im Handwerk trommeln,
„damit wir gemeinsam mit unseren Betrieben jungen Menschen die Berufsperspektiven des Handwerks nahebringen, sodass wir bei den Ausbildungsverträgen auch in diesem Jahr 2026 zulegen. Alles Gute für 2026!“
Kreishandwerksmeister Sven Schindler äußerte schließlich noch den beständigen Wunsch nach Handwerkerparkausweisen und wünscht sich außerdem eine Einführung der Ausbildungspflicht.
Oberbürgermeister Steffen Scheller ist überzeugt:
„Handwerker sind wichtige Bindeglieder der Gesellschaft. Um darauf auch zukünftig bauen zu können, müssen einige Rahmenbedingungen verbessert werden. Die Belastungen gehören minimiert, die berufliche Bildung gestärkt.
Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt
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