Tiefbauamt gibt Ausblick auf zentrale Vorhaben im Jahr 2026


1. Spatenstich für die neue Brücke am Altstädtischen Bahnhof.

Das Tiefbauamt der Stadt Brandenburg an der Havel setzt im Jahr 2026 einen Schwerpunkt auf Brückenbau, Verkehrssicherheit und eine leistungsfähige Infrastruktur. Zahlreiche Maßnahmen befinden sich in Planung, Bau oder vorbereitenden Abstimmungen. Ziel ist es, die Verkehrswege zu erhalten, Engpässe zu reduzieren und die Mobilität in der Stadt verlässlich weiterzuentwickeln.

Zu den größten Vorhaben zählt der Neubau der Brücke der Bundesstraße 1 über die Bahnstrecke der Deutschen Bahn einschließlich der Potsdamer Straße. Baulast und Bauherr liegen beim Land Brandenburg, vertreten durch den Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg. Die Stadt beteiligt sich anteilig an den Kosten. Das Bauende ist für das 2. Quartal 2027 vorgesehen. Die derzeitige Verkehrsführung mit jeweils einer Fahrspur pro Richtung bleibt voraussichtlich bis April 2027 bestehen.

Ebenfalls in Verantwortung des Landes Brandenburg liegt der Neubau der Brücke am Altstadtbahnhof. Die Fertigstellung ist für das 1. Halbjahr 2029 geplant. Eine Verkehrsfreigabe über die Zanderstraße und die Schienenanlagen der Deutschen Bahn ist für die Jahre 2027 und 2028 vorgesehen. Auch hier erfolgt eine Kostenteilung mit der Stadt.

Die Bauarbeiten für die neue Quenzbrücke, die in der Zuständigkeit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung liegt, werden voraussichtlich ebenfalls 2026 starten.

An der Schleusenbrücke in der Krakauer Straße gilt aufgrund des baulichen Zustands weiterhin eine Lasteinschränkung auf 12 Tonnen. Der schwere Verkehr wird weiträumig umgeleitet. Für 2026 sind umfangreiche weitere Untersuchungen vorgesehen, darunter die Entnahme und Prüfung von Spanndrähten, Untersuchungen an Beton, Bewehrung und Verpressmörtel, eine detaillierte Risskartierung mit Monitoring sowie die Vorbereitung einer akustischen Überwachung. Ob weitere Nutzungseinschränkungen erforderlich werden, ist derzeit offen. Parallel werden die Gespräche über eine Übernahme der Baulast durch die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung fortgeführt.

Der Ersatzneubau der Kanalbrücke wird 2026 planerisch weitergeführt. Vorgesehen sind die Entwurfs- und Genehmigungsplanung sowie die Vorbereitung und Durchführung des Vergabeverfahrens für die Bauleistung. Eine Behelfsbrücke für den Fußgängerverkehr und die Umverlegung von Medienträgern sollen bis Mitte 2027 abgeschlossen sein. Der Beginn der Hauptbauleistung ist für den Herbst 2027 vorgesehen, die Fertigstellung für Mitte 2029. Etwaige Lasteinschränkungen können derzeit nicht ausgeschlossen werden.

Beim geplanten Ersatzneubau der Planebrücke mit Verlegung des Bahnübergangs ist der Abschluss des erforderlichen Planfeststellungsverfahrens frühestens für 2028 zu erwarten. Im Jahr 2026 stehen weitere Abstimmungen mit der Deutschen Bahn an. Zudem wird geprüft, einen Projektsteuerer zu beauftragen, um das Planfeststellungs- und die Vergabeverfahren umfassend zu begleiten.

Die Sanierung der Alten Plauer Brücke schreitet planmäßig voran. Im Frühjahr 2026 werden die Geländer für die innere Fahrbahn montiert sowie die Übergänge zur Straße und zu den Brückenfeldern hergestellt. Die Bauausführung soll bis März 2026 abgeschlossen sein.

Für den Rietzer Weg im Ortsteil Neuschmerzke hängen die nächsten Planungsschritte und die Ausschreibung der Bauleistungen von noch ausstehenden Fördermittelzusagen ab.

Die Verlängerung der Landesstraße 98 von der Gerostraße bis zur Willi-Sänger-Straße befindet sich in der abschließenden Abstimmung, unter anderem zur Entwässerung mit der Brandenburgischen Wasser- und Abwassergesellschaft. Die landschaftspflegerischen Begleitplanungen werden fertiggestellt. Die Einreichung der Planfeststellungsunterlagen beim Landesamt für Bauen und Verkehr ist für 2026 vorgesehen.

Ein wichtiger Schritt für den Verkehrsfluss ist die Inbetriebnahme der Verkehrsrechnerzentrale der Stadt Brandenburg an der Havel. Nach erfolgter Stellenbesetzung wird das System mit umweltsensitiver Steuerung und Parkleitsystem aktiviert. In der Folge werden weitere Lichtsignalanlagen im Stadtgebiet und auf dem Zentrumsring angebunden. Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg überplant abschnittsweise die sogenannte Grüne Welle auf dem Zentrumsring und implementiert diese in die Verkehrsrechnerzentrale.

Der Ausbau der Fahrradabstellanlagen in der Havelstadt wird 2026 fortgesetzt. Ein Zuwendungsbescheid liegt vor. Geplant sind bis zu 10 feste Standorte, unter anderem am Archäologischen Landesmuseum, am Theater sowie an der Freilichtbühne Marienberg.

Im Eibenweg und im Rüsternweg im Wohngebiet Eigene Scholle begannen die Arbeiten für den Neubau des Schmutzwasserkanals und den Ersatzneubau der Trinkwasserleitung 2025. Die Maßnahme der Brandenburgischen Wasser- und Abwassergesellschaft umfasst zunächst die Wiederherstellung der Makadamtränkdecke. Nach dem Beschluss 267/2025 werden beide Straßen jedoch mit einer Asphaltfahrbahn ausgestattet. Das Bauende ist für Juli 2026 geplant.

Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit werden bestehende Fußgängerüberwege schrittweise mit separater Beleuchtung und innenbeleuchteten Überkopfverkehrsschildern ausgestattet. Für 2026 ist unter anderem ein Überweg in der Neuendorfer Straße vorgesehen.

An der Wredowbrücke ist Anfang 2026 eine Ablastung auf 12 Tonnen vorgesehen. Von März bis Mai 2026 folgt die Sanierung der Abdichtung. Parallel beginnen die Planungsleistungen für den erforderlichen Neubau.

Darüber hinaus starten 2026 die Planungen für weitere Brückenneubauten, unter anderem für zwei Brücken über den Pumpergraben sowie für die Sandfurthgrabenbrücke. Ergänzend sind Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten an weiteren Bauwerken vorgesehen, darunter an der Jahrtausendbrücke mit Arbeiten an Übergängen und Pfeilermauerwerk sowie an der Eichspitzbrücke.

Im Bereich Straßenbau und Straßenunterhaltung stehen unter anderem die Fertigstellung des Gehweges in der Beethovenstraße, Instandhaltungsarbeiten am Saaringer Weg und am Weinmeisterweg sowie die Sanierung des Gehweges in der Mahlenziener Straße im Ortsteil Kirchmöser an. Hinzu kommen Anpassungen an Lichtsignalanlagen und Markierungen, kleinere Projekte für Radverkehrsanlagen und Haltestellen, die Planung einer Fußgängerlichtsignalanlage am Geranienweg in der Gördenallee sowie die Umgestaltung der Prignitzstraße zur Fahrradstraße einschließlich Gehwegsanierung.

Konzeptionell werden 2026 ein Verkehrsführungskonzept für das Wohngebiet Eigene Scholle erarbeitet, die Verkehrsführung in der Jacobstraße und Bauhofstraße mit Blick auf den Radverkehr untersucht und das Radverkehrskonzept fortgeschrieben.

Auch die Straßenbeleuchtung wird weiter modernisiert. In der Kleinen Mühlenstraße werden Betonmasten zurückgebaut und durch Stahlmasten ersetzt. In den Domlinden und in der Mühlentorstraße erfolgt die Umrüstung auf Leuchtdiodentechnik.

Quelle: Stadt Brandenburg an der Havel / Thomas Messerschmidt

Weitere Nachrichten

Schleusenbrücke_01
Nachrichten

Schleusenbrücke wird umfassend untersucht

Schleusenbrücke wird umfassend untersucht Die Schleusenbrücke von der Fahrbahn aus betrachtet. Die Schleusenbrücke wird seit Ende 2025 eingehend auf mögliche Schäden untersucht. Das städtische Tiefbauamt

Weiterlesen »
fire-438962_960_720
Polizeibericht

Wohnzimmerbrand im OT Mahlenzien

Wohnzimmerbrand im OT Mahlenzien pixabay Polizei und Feuerwehr wurden am Samstagnachmittag in ein Haus in der MahlenzienerDorfstraße gerufen. Dort kam es im Wohnzimmer des Hauses

Weiterlesen »
Oberbürgermeister Steffen Scheller begrüßte die jungen Künstlerinnen und Künstler und gratulierte zu den tollen Leistungen.
Nachrichten

„Klasse:Kunst für Brandenburg“

„Klasse:Kunst für Brandenburg“ Oberbürgermeister Steffen Scheller begrüßte die jungen Künstlerinnen und Künstler und gratulierte zu den tollen Leistungen. Ausstellung junger Künstlerinnen und Künstler in der

Weiterlesen »
Cookie Consent mit Real Cookie Banner