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Ausstellung junger Künstlerinnen und Künstler in der Kunsthalle Brennabor
Mit einem dem Bildungsserver von Bund und Ländern entnommenen Satz hieß Oberbürgermeister Steffen Scheller viele überwiegend sehr junge Gäste in der Kunsthalle Brennabor willkommen:
„Die Bedeutung kultureller Bildung für gesellschaftliche Entwicklungsprozesse und die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen ist inzwischen sowohl von politischer, gesellschaftlicher als auch schulischer Seite anerkannt.“
Der musisch-künstlerische Lernbereich biete neuartige Formen des Lehrens und Lernens, die das klassische Unterrichtsmodell überwinden, und schafft neue Lernkulturen.
Welche das sein können, offenbart sich gegenwärtig in der Kunsthalle Brennabor, in der Kunstwerke von 26 Schulklassen des Landes Brandenburg zu bewundern sind. Entstanden sind sie im Rahmen von „Klasse:Kunst für Brandenburg“ – ein vom Bildungsministerium gefördertes Kooperationsprogramm der ästhetischen Bildung von anerkannten Kunstschulen mit allgemeinbildenden Schulen des Landes Brandenburg. Über einen Zeitraum von zwei Jahren erhalten Schülerinnen und Schüler erweiterten und vertiefenden Kunstunterricht von wöchentlich bis zu drei Stunden, in denen sich zur Lehrkraft der Schule eine Kunstschul-Lehrkraft gesellt. Das geschieht für die Kinder gebührenfrei, um allen den Zugang zu anspruchsvoller ästhetischer Bildung zu ermöglichen.
Mit der Realisierung des Programms ist der Verband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg e.V. beauftragt, dessen Vorsitzender Tillmann Stenger zur Ausstellungseröffnung an die Entscheidungsträger appellierte,
„dass Kunstunterricht in den Schulen erhalten bleibt. Kommen Sie hier her und gucken Sie sich an, was daraus entstehen kann.“
Die Gesamtausstellung aller 26 Klasse:Kunst-Klassen, die alle zwei Jahre und diesmal unter dem Motto „Abtauchen“ stattfindet, ist bereits zum dritten Mal in der Kunsthalle Brennabor zu Gast.
Oberbürgermeister Steffen Scheller weiß:
„Das liegt auch darin begründet, dass in unserer Stadt ‚Klasse:Kunst‘ dank der Wredow-Kunstschule und der Kinder- und Jugend-Kunst-Galerie ‚Sonnensegel‘ besonders stark umgesetzt wird. Jede Woche bekommen 260 Kinder in Brandenburg an der Havel einen vertiefenden und besonderen Kunst-Unterricht, denn kontinuierlich nehmen zehn Schulklassen aus drei Grundschulen an dem Programm teil und sind damit auch in dieser Gesamtausstellung stark vertreten.“
Die Stadt habe ihren Anteil daran, unterstütze die beiden Kunstschulen insgesamt jährlich mit etwa 100.000 Euro und die „Kunsthalle Brennabor“ mit 50.000 Euro Projektförderung.
Laut Freundeskreis der Kunsthalle Brennabor belegen derzeit „auf 600 Quadratmetern Tonarbeiten, Zeichnungen, Malerei, Collagen, Fotografien und Plastiken, was künstlerisch alles möglich ist, wenn man Kindern Zeit, Raum und Gelegenheit für eigenes, kreatives Gestalten gibt.“
„Abtauchen“ ist dafür ein prima Motto und bedeutet laut Verband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg e.V. „vollkommen vertieft in eine Tätigkeit zu sein. Alles scheint von selbst zu laufen; herausfordernd, aber nicht überfordernd. Das eigene Tun wird geleitet von Entdeckerfreude, Begeisterung und Neugier, ohne Angst vor Bewertung. Wenn das gelingt, entsteht ein Glücksgefühl. Und die Erkenntnis, was aus einem heraus alles entstehen kann.“
Die „Klasse:Kunst“-Ausstellung „Abtauchen“ ist bis zum 5. März 2026 dienstags bis donnerstags von 09:00 bis 13:00 Uhr sowie freitags bis sonntags von 13:00 bis 18:00 Uhr geöffnet und wartet begleitend mit Workshop-Angeboten für Grundschulklassen auf.
Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt

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