
BKC: Das erste Geheimnis ist gelüftet
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Schwerpunktkontrollen der Wasserschutzpolizei in der Polizeidirektion West
Havel zwischen Rathenow und der Hohennauener Wasserstraße, Hohennauener See und Ferchesarer See im Blick der Beamten
Am vergangenen Wochenende reagierte die Wasserschutzpolizei in der Polizeidirektion West mit verstärkten Kontrollen auf Bürgerhinweise, wonach im Bereich der Havel sowie der Hohenenauener Wasserstraße und der angrenzenden Seen häufig rücksichtslose Sportbootführer umherrasen sollen. In der Zeit von Freitagmittag, 21.08.2026, bis Samstagnachmittag, 22.08.2026, wurden mit erhöhtem Personaleinsatz der Wasserschutzpolizei verstärkt Sportbootkontrollen zu den Schwerpunkten Geschwindigkeitsverstöße und Fahren unter Alkohol bzw. Drogen durchgeführt.
Das vor Ort stationierte WSP-Boot wurde dabei von einem über Land vor Ort gebrachtem Alu-Boot unterstützt. Außerdem kamen spezielle Lasermessgeräte sowie eine neue, videounterstützte Methode zur Geschwindigkeitsermittlung zum Einsatz. Positives Ergebnis: alle anvisierten Boote hielten sich an diesem letzten Ferienwochenende an die vorgeschriebene Geschwindigkeit.
Anders sah es bei den Alkoholkontrollen aus. Am frühen Freitagabend, gegen 17:45 Uhr, fiel den Wasserschutzpolizisten auf dem Hohennauener See ein Hausboot auf, welches mit mehreren Männern besetzt war, die augenscheinlich auf dem Boot auch Alkohol konsumierten. Der 56-jährige Fahrer des führerscheinfreien Mietbootes kam aus Magdeburg und gab bei der Kontrolle zu, kurz zuvor ein Bier getrunken zu haben, was die Polizisten auch rochen. Bei der Atemalkoholanalyse, die mit einem gerichtsfesten Messgerät durchgeführt wurde, kam schließlich ein Ergebnis von 0,6 Promille heraus. Zuviel, um ein Boot zu fahren. Denn auch auf den Wasserstraßen gelten dieselben Grenzwerte wie auf der Straße, wo ab 0,5 Promille nicht mehr am Bootsverkehr teilgenommen werden darf. Gegen den Mann wurde daher ein Bußgeldverfahren eingeleitet und die Weiterfahrt untersagt. Ein noch nüchterner Fahrgast übernahm das Mietboot für die Rückfahrt.
Bei den weiteren Sportbootkontrollen musste jedes dritte Boot beanstandet werden. Mal hatten die Sportbootführer nicht alle Bootspapiere oder Führerscheine mit dabei. Bei anderen waren die Kennzeichnungen am Boot nicht ordnungsgemäß sichtbar und ein Boot war an einem Baum festgemacht, was ebenfalls nicht erlaubt ist. Ein Sportbootfahrer kam den Polizeibooten nach Sonnenuntergang, im Dunkeln und ohne Nachtbeleuchtung, entgegen was natürlich gefährlich und auch teuer ist. 55 Euro Verwarngeld waren direkt vor Ort fällig.
Ein besonderes Auge hatten die Wasserschutzpolizisten auch auf den Natur- und Umweltschutz entlang der Gewässer. Im Uferbereich des angrenzenden Naturschutzgebietes Untere Havel Nord, zwischen den Ortschaften Göttlin und Grütz, stellten die Polizisten den Feuerschein eines offenes Lagerfeuers fest. Hier missachteten die beiden angetroffenen Angler gleich mehrere Vorschriften des Naturschutzgesetzes: Neben dem verbotenen Feuer war auch ihr Hund nicht angeleint, das Auto, mit dem sie gekommen sind, hatte in dem Gebiet ebenfalls nichts zu suchen und das Übernachtungszelt sprach deutlich für ein unerlaubtes Campen im Naturschutzgebiet. Das Feuer wurde abgelöscht, die Personalien erhoben und der Unteren Naturschutzbehörde zur Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens zugeleitet.
Auch zukünftig wird die Wasserschutzpolizei der Polizeidirektion West die schiffbaren Gewässer bis zur Landesgrenze regelmäßig bestreifen und spezielle Kontrollen in der Sportbootschifffahrt sowie im Umwelt- und Naturschutz durchführen
Quelle: Polizeidirektion West

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