Stahl-Elf dominierte unerwartet deutlich


Mit einem in der Höhe unerwarteten 5:1-Sieg über den Ligarivalen Oranienburger FC Eintracht 1901 zog die BSG Stahl Brandenburg in die 2. Landespokalrunde ein. Auch wenn das Ergebnis etwas zu hoch ausgefallen ist, gibt es keinen Zweifel am verdienten Weiterkommen der Brandenburger. In der Startelf standen mit Dominic Kanyi, Caner Özcin und Philip Einsiedel gleich drei Neuzugänge, die für den Offensivbereich vorgesehen sind. In dieser Partie konnten sie noch keine großen Akzente setzen, das wird sich aber in den nächsten Wochen mit Sicherheit ändern, wenn sie in die Abläufe besser eingebunden sind. Und dies geht bekanntlich nur über Spielpraxis.

Dafür lief es im Rest der Mannschaft umso besser. Basis des Erfolgs war eine bissige Defensivreihe, die dem Gegner früh den Schneid abkaufte. Nach Balleroberung ging es im Umschaltspiel schnell nach vorn, wobei im ersten Durchgang immer wieder Lamin Jatta auf der rechten Außenbahn gesucht wurde. Er verzeichnete in der 4. Minute auch den ersten guten Abschluss, den Eintracht-Keeper Anton Warmuth aber gut parierte. Zwei Minuten später war er machtlos. Marvin Gründler nahm den Ball zehn Meter vor dem Tor an, schaute und vollendete mit einem Flachschuss ins rechte Eck. Kurz darauf beinah das 2:0. Jatta passte auf Einsiedel, der mit seinem Drehschuss vom Fünfmeterraum den Ball haarscharf am linken Pfosten vorbei setzte.

Der Rückstand zeigte zunächst Wirkung bei den Oranienburgern, die aber nach einer Viertelstunde offensiv besser zur Galtung kamen. In der 14. Minute tauchten sie vor dem Tor von Martin Titze auf, der den Vorzug vor Felix Baitz bekam, aber mit einer tollen Reaktion verhinderte der Stahl-Schlussmann den Einschlag. Beide Teams lieferten sich nun einen offenen Schlagabtausch. Gute Möglichkeiten blieben zwar Mangelware, doch langweilig war das Spiel nicht. In der 27. Minute unterband Elias Große mit einem guten Einsatz in Höhe der Mittellinie einen Gästeangriff. Nach anschließendem Doppelpass mit Einsiedel drang er links in den Strafraum ein, seine scharfe Eingabe lenkte Finn Ernemann zum 2:0 ins eigene Tor ab.

Wieder wirkte die Eintracht konsterniert und die Gastgeber nutzten die Kopflosigkeit in der 34. Minute um auf 3:0 zu erhöhen. Erik Sauer köpfte einen abgefälschten Ball in das Eintracht-Tor. Die Stahl-Elf zeigte an diesem Tag eine sehr gute Toreffektivität. Sie nutzte eiskalt ihre Möglichkeiten und erzielte die Treffer zum passenden Moment. Aufgegeben hatten sich die Oranienburger aber noch nicht. In der 36. Minute konnte Titze nach einem Schuss aus nächster Nähe gerade noch zur Ecke klären. Praktisch mit dem Pausenpfiff rettete der junge Torhüter mit einer spektakulären Reaktion auf der Linie die Null für sein Team.

Sollten sich die Gäste Hoffnungen auf die zweite Hälfte gemacht haben, so wurden diese früh zerstört. Vier Minuten nach dem Wiederanpfiff krönte Jatta seine Leistung mit dem 4:0. Er drang in den Sechzehner und überraschte Warmuth mit seinem Schuss ins lange Eck. Damit stand der Sieger endgültig fest. Den Gästen fehlte der Glaube an eine mögliche Wende und die Platzherren taten nun nicht mehr als nötig. Zudem nutzte das Stahl-Trainerteam bei der klaren Führung die Chance möglichst allen Spielern Einsatzzeiten zu geben. Dadurch ging der Rhythmus ein wenig verloren und die Partie plätscherte so dahin.

Den nächsten Höhepunkt lieferte in der 73. Minute wieder Martin Titze, der sensationell nach unten abtauchte und seinen Kasten sauber hielt. Wenig später durfte der Stahl-Anhang nochmals jubeln. Gründler fing in der Gästehälfte den Ball ab, bediente den eingewechselten Ben Dayan Bleiß, der zum 5:0 vollendete. Kurz vor dem Ende beschmutzte Titze seine bisher „weiße Weste“. Nach einem katastrophalen Abspiel kam die Eintracht in Ballbesitz und Dennis Hielscher erzielte den verdienten Ehrentreffer zum 5:1-Endstand. Über diesen Patzer ärgerte sich der junge Torhüter selbst am meisten.

Trainer Robert Pocrnic war zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Im Pokal zählt nur das Weiterkommen, die Spiele sind nur selten schön. Aber gerade in der ersten Hälfte haben wir das ganz gut gemacht. Nun gilt es die neuen Kräfte schnellstens in unser Spiel einzubinden.“
Kommenden Sonnabend (29. August) starten die Stahl-Spieler mit einem Heimspiel in die neue Brandenburgligasaison. Der Gegner ist um 15 Uhr der Ludwigsfelder FC.

Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.

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