Oberbürgermeister trifft Wirtschaftsjunioren im Rathaus


Wirtschaftsjunioren mit Steffen Scheller und Daniel Keip auf der Rathaustreppe.

An guten Traditionen muss man festhalten. Davon ist auch Oberbürgermeister Steffen Scheller überzeugt und lud wie in den Vorjahren zum Jahresbeginn die Wirtschaftsjunioren Brandenburg an der Havel ins Rathaus ein. Zur Begrüßung sagte er:

Es freut mich, dass das auch noch kurz vor Ende meiner Amtszeit geklappt hat. Der Kontakt mit euch hat mir immer Freude bereitet und neue Erkenntnisse gebracht. Auch freue ich mich, dass mein Amtsnachfolger Daniel Keip heute dabei ist und ich würde es begrüßen, wenn er die Tradition fortsetzt.

Marvin Zinke, Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren, war bestens auf die Doppelspitze vorbereitet, hatte in den Reihen der Mitglieder Fragen für Beide eingeholt. Zur Einleitung war ein kurzer Rückblick des Stadtchefs gewünscht, der sich insbesondere auf die schwierige Infrastruktur stürzte.

Die Planebrücke, bezogen auf die Wahl, hätten wir nicht anpacken dürfen. Doch die alte Brücke hätte uns nicht mehr lange getragen und eine drohende Einbahnstraße war nicht tragbar. Und da es noch nie so war, dass ich mich vor Problemen drücke, geht man als OB auch ins Risiko. Am Ende ist es gut geworden und wir können sicher über die Plane fahren. Viel schwieriger wird es bei der Erneuerung der Schleusenbrücke für Bewohner, Gewerbetreibende, Pendler und Rettungsdienste, weil die Umwege bei der notwendigen Vollsperrung viel weiter werden. Indes hoffe ich noch einen guten Beitrag zur Befahrbarkeit der Otto-Sidow-Straße leisten zu können und habe den Regionalbereichsleiter des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg angeschrieben, dass man unbedingt den Abschnitt rund um die Kreuzung zur Wilhelmsdorfer Straße großflächig ertüchtigen muss. Da es einen grundhaften Ausbau nicht vor 2031 geben wird, muss für die Sicherheit der 32.000 Auto täglich dort gesorgt werden. Am besten mit einem Asphaltüberzug, wie wir ihn in der Prignitzstraße praktiziert haben. Erste Antworten sind vielversprechend.

Für die Zukunft rät er:

Wenn wir weiterwachsen wollen, müssen wir dafür Sorge tragen, dass Leute zu uns ziehen. Deswegen müssen wir Wohnbauflächen aktivieren und Investoren gewinnen, die sich derzeit aber leider sehr zurückhalten, weswegen wir auch mit unserer Parkquartier-Idee für Hohenstücken neue Wege gehen werden.

Fragen zu Wohnbauprojekten hatte Marvin Zinke auch parat und wollte wissen, wie es mit dem Packhof weitergeht.

Der wird von der wobra entwickelt, das B-Planverfahren läuft. Doch kostet allein die Erschließung für die Baureihe wahrscheinlich etwa 10 Millionen Euro. Der Happen wird wie in Hohenstücken für einen Investor allein zu groß sein. Welche Häppchen zu ermöglichen sind, wird sich zeigen.

Daniel Keip auf die Zukunft angesprochen, verglich den bevorstehenden Amtswechsel mit einer Unternehmensnachfolge: der Seniorchef sei noch da und man trete in große Fußstapfen. Er sei Steffen Scheller dankbar, dass man den Übergang gemeinsam angeht.

Zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes werde nach seiner Meinung das Ausweiten der Gewerbegebiete, beispielsweise rechts und links vom Piperfenn in Schmerzke, beitragen können. Auch müsse endlich das Zukunftsquartier zwischen Magdeburger Straße und Fontanestraße angegangen werden. Neben dem Erhalt des bestehenden industriellen Kerns setze er auf eine breite Gewerbeansiedlung.

Beidseits folgten Einlassungen zur Beschleunigung von Genehmigungsprozessen, bei denen Daniel Keip auf Ermessenspielräume setzt, während er beim Thema Fachkräftegewinnung ein Jahresberufsmesse zwischen Weihnachten und Neujahr ins Gespräch brachte. So könne man vielleicht ehemalige Brandenburger, die Familie und Freunde in der Heimat besuchen, zur Rückkehr animieren.

Nach einem Werbeslogan zum Ansiedeln in Brandenburg an der Havel gefragt, fiel Daniel Keip „Eine Stadt – Tausend Möglichkeiten“ ein, weil es viele gute Gründe gebe, nach Brandenburg zu kommen.

Steffen Scheller empfiehlt: „Wir wachsen und jeder kann an diesem Wachstum teilhaben.“

Das Geheimnis nach dem weiteren beruflichen Weg, wollte Steffen Scheller trotz netter Nachfrage nicht lüften, ließ sich dafür aber für Marvin Zinkes Frage nach den schönsten Momenten der Amtszeit viel Zeit. Die Öffnung des Impfzentrums während der Corona-Pandemie sei ein Meilenstein gewesen, wie auch die Mitteilung vom Land, aus der Teilentschuldung entlassen zu sein. Statt Schulden habe die Stadt nun sogar ein paar Rücklagen, die zu erwartende Defizite der nächsten Jahre ausgleichen können. Sehr wichtig sei auch die Ansiedlung des Bundesamtes für Auswärtige Angelegenheiten gewesen.

Ach, es gab so einige schöne Momente in dieser sehr bewegten Zeit.

Allgemeine Zustimmung fand die Wortmeldung von Spielbau-Geschäftsführer Fabian Lorenz:

Du hast meinen vollen Respekt, das durchgezogen zu haben,

woran Marvin Zinke anschloss:

Vielen Dank für die letzten Jahre und danke, dass wir immer herkommen durften. Und dir, Daniel, wünschen wir eine guten Start in deine Amtszeit.

Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt

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