Förderzusage für Erweiterungsbau der Havelschule


Mit einem gemeinsamen Foto hielten Beigeordnete Alexandra Adel, Vertreter vom Amt für Kita, Schule und Sport sowie Schüler der Havelschule mit Schulleiterin Christina Behrendt die frohe Botschaft der Förderzusage fest.

Fördermittel in Höhe von rund 2,0 Millionen Euro ermöglichen es der Stadt, die Platzprobleme in der Havelschule durch einen Anbau zu beheben. Im Rahmen des Programms „Richtlinie des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) zur Umsetzung des Investitionsprogramms zum Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter (RL Investitionsprogramm Ganztag)“ unterstützt das MBJS mit Förderung des Bundes notwendige Investitionen in den quantitativen und qualitativen Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Grundschulkinder.

Die Havelschule ist eine staatliche Förderschule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“. Etwa 100 Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 18 Jahren werden hier unterrichtet – und bekommen mehr Platz. Genau ein Jahr nach Beantragung der Fördermittel hat die Stadt den Zuwendungsbescheid für die Errichtung eines Erweiterungsbaus an der Havelschule in der Magdeburger Landstraße 124 erhalten.

Vorausschauende Planung, Geduld und stetiges Dranbleiben haben sich ausgezahlt. Der Anbau schafft dringend benötigte zusätzliche Räumlichkeiten und sichert künftig den Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung für Schülerinnen und Schüler bis zur vergleichbaren Jahrgangsstufe 4,

fasst Beigeordnete Alexandra Adel zusammen.

Mit einem Investitionsvolumen von knapp 3,0 Millionen Euro, wovon die Stadt aus Eigenmitteln des städtischen Gebäude- und Liegenschaftsmanagements (GLM) eine Million Euro trägt, wird das denkmalgeschützte Schulgebäude am Südgiebel des Hauptgebäudes erweitert. 700 Quadratmeter Nettogrundfläche bringt der Anbau ein, in dem moderne, funktionale und fördergerechte Lern- und Betreuungsräume entstehen, die optimale Bedingungen für Bildung, individuelle Förderung und gemeinsames Lernen schaffen.

Im Wesentlichen entstehen zwei pädagogisch genutzte Räume, ein Personalraum, ein Büro, ein Technikraum, ein Lager und Sanitäranlagen im Untergeschoss, zwei pädagogisch genutzte Räume (Klassen-/Gruppenraum), ein Spielflur und Sanitäranlagen jeweils im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss sowie im zweiten Obergeschoss ein großer, durch Akustikvorhänge abtrennbarer Klassen- und Gruppenraum, eine Galerie und Sanitäranlagen. Alle Etagen – einschließlich Altbau – werden durch einen Fahrstuhl und ein Treppenhaus miteinander verbunden und enthalten zudem Garderoben.

Ist die Baugenehmigung erteilt, ist mit 18 Monaten Bauzeit zu rechnen. Die Baustelle kann ohne wesentliche Beeinträchtigung des laufenden Schulbetriebs organisiert werden, was ebenso das Freizeitzentrum KIS zutrifft, das seit 2009 im Schulhaus beheimatet ist.

Das Gebäude der Havelschule ist in den Jahren 1937/38 nach einem Entwurf von Stadtbaurat Karl Erbs entstanden und trug der regen Siedlungstätigkeit am Stadtrand Rechnung. Die Einweihung datiert auf den 20. April 1938. Nach Kriegsende nutzte die Rote Armee das Gebäude, bevor daraus 1950 die Quenzschule und schließlich die Heinrich-Heine-Schule wurde. Nach vorübergehender Schließung erfolgte am 11. September 2009 die Wiedereröffnung als Förderschule mit dem Namen Havelschule.

Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt

Dieses Schild wird später am Anbau seinen Platz finden.
So sollen sich Alt- und Anbau zusammenfügen. © Lemme Locke Lux Architekten Berlin

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