Ersatzneubau der Kanalbrücke: Planung konkretisiert


Wasseransicht von der Kanalbrücke. © Stadt Brandenburg an der Havel

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr hat sich mit dem Ersatzneubau der Kanalbrücke erneut befasst. Grundlage war eine kurze Vorstellung des Tiefbauamtes zum aktuellen Planungsstand.

Die 1928 errichtete Brücke hat ihre normative Nutzungsdauer weit überschritten. Die jüngste Bauwerksprüfung schloss mit der Zustandsnote 4,0 ab. Damit gilt das Bauwerk als unzureichend. Zur Sicherung des Schiffs- und Bootsverkehrs wurde ein Schutznetz an der Unterseite angebracht. Zusätzlich erfolgen regelmäßige Sichtprüfungen durch ein externes Ingenieurbüro.

Die Entwurfsunterlagen liegen derzeit den Trägern öffentlicher Belange zur Beteiligung und Stellungnahme vor. Änderungen am Tragwerk basieren auf erweiterten Baugrunduntersuchungen sowie dem Bestandsschutz einer Abwasserhauptleitung. Eine stützenfreie Konstruktion ist unter diesen Rahmenbedingungen nicht möglich. Der Bereich am nordöstlichen Ufer wurde zudem überarbeitet, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern.

Nach Auswertung der Beteiligung informieren wir im April 2026 erneut den Ausschuss. Im Laufe des Jahres 2026 soll die Ausführungsplanung erstellt und die Ausschreibung vorbereitet werden. 2027 soll die Leitungs-Umverlegung, der Bau der Behelfsbrücke und die Vergabe der Bauhauptleistung erfolgen. Nach Abriss und Neubau ist das Ziel eine Inbetriebnahme im Jahr 2029,

erklärt Tiefbauamtsleiter Christian Fuß.

Die Baumaßnahme umfasst die Bauhofstraße von der Luckenberger Brücke als nördliche Baugrenze bis einschließlich des Kreuzungsbereiches der Wredowstraße als südliches Bauende. Die Ausbaulänge beträgt rund 210 Meter. Kern der Maßnahme ist der Abriss und Neubau der Kanalbrücke über den Stadtkanal einschließlich Ufergestaltung und beidseitiger Durchwegung entlang des Ufers für den Geh- und Radverkehr.Im Zuge der Arbeiten werden auch die Gleisanlagen erneuert, einschließlich der Haltestelle auf der neuen Brücke.

Bürgermeister Michael Müller ergänzt begeistert:

Mit dem Neubau der Kanalbrücke entsteht ein gänzlich neuer Stadtplatz, eine Art Theaterentree mit einheitlicher Gestaltung, mehr Grün und Aufenthaltsmöglichkeiten. Gesäumt wird der neue Platz mit der sich gerade im Bau befindlichen Zahnklinik, dem Wohlfahrtsforum und einer Kirche. Bildung, Gesundheit, Religion und Kultur treffen hier aufeinander. Es wird ein quirliger Ort.

Der Einmündungsbereich der Kanalstraße wird neugestaltet. Die bisher trompetenähnliche Einmündung soll verkleinert werden, um die Verkehrssituation zwischen den beiden Brücken zu verbessern. Die Haltestellen werden barrierefrei ausgebaut. Für die Querung der Straße ist eine Lichtsignalanlage vorgesehen. Die Brückenbreite ist so dimensioniert, dass neben dem Straßenverkehr auch der Geh- und Radverkehr verbessert geführt werden kann.

Zur Aufrechterhaltung der Querung für Fußgänger und Radfahrer ist nordöstlich der bestehenden Kanalbrücke eine temporäre Behelfsbrücke vorgesehen. Damit könnten Einschränkungen während der Bauzeit deutlich reduziert werden.

Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel

Die Entwürfe zur Kanalbrücke. © Stadt Brandenburg an der Havel

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