73 Nachwuchstalente präsentieren 45 Forschungsprojekte in Brandenburg an der Havel


Oberbürgermeister Steffen Scheller mit Jungforschern von ZF.

Dienstag, 3. März, findet der Regionalwettbewerb Brandenburg West von „Jugend forscht – Jugend forscht junior“ zum 34. Mal in der Stadt Brandenburg an der Havel statt. 73 Teilnehmer und Teilnehmerinnen stellen insgesamt 45 Projekte vor. Gastgeber sind die ZF Getriebe Brandenburg GmbH und die Heidelberger Druckmaschinen AG.

In der 61. Wettbewerbsrunde steht Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb unter dem Motto „Maximale Perspektive“. Junge Menschen entwickeln Lösungen, hinterfragen bestehende Ansätze und eröffnen neue Blickwinkel in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Unterstützt werden sie von projektbetreuenden Lehrkräften sowie Ausbildern und Ausbilderinnen.

Die Projekte treten in 6 Fachgebieten an: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Physik und Technik. Die Bandbreite ist groß. Untersucht wird unter anderem, wie sich Farben in Klassenräumen auf die Konzentration auswirken. Das Projekt „IceX – Nie wieder Eiskratzen“ greift die aktuelle Wetterlage auf. Im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften wird das Gletschersterben in den Alpen und den patagonischen Anden analysiert. Ein Team stellt piezoelektrische Bodenplatten zur nachhaltigen Energiegewinnung im Alltag vor. Im Fachgebiet Technik wird gezeigt, wie mobile Mikroskope im 3D-Druck-Verfahren hergestellt werden können, um Brücken vor Ort mikroskopisch zu untersuchen. Weitere Forschungsprojekte befassen sich mit Pflanzen im Konzertsaal, Verwertung von Früchten der Stiel-Eiche, der Rolle von Nox-Genen bei Alterungsprozessen und mit der Frage, welche Lichtfarbe Pflanzenwachstum am effektivsten fördert. Zudem hat ein Team untersucht, wie Microplastik im Wasser durch Algen gebunden werden kann.

Aus Brandenburg an der Havel geht das Projekt „Cleanhaft Innovate“ an den Start. Die Jungforscher Moritz Schmidt und Lars Rößler aus dem 3. Lehrjahr der ZF Getriebe Brandenburg GmbH haben eine Absaug- und Ausblasvorrichtung zur Reinigung von Wellen nach dem Kugelstrahlen entwickelt. Ziel ist eine verbesserte Handhabung, höhere Effektivität und mehr Arbeits- und Gesundheitsschutz.

„Jugend forscht bietet jungen Menschen die Möglichkeit, eigene Ideen zu verfolgen und Verantwortung für ihre Projekte zu übernehmen. Der Wettbewerb stärkt fachliche Kompetenz und Selbstvertrauen gleichermaßen“, erklärt Susanne Resech, Patenbeauftragte der ZF Getriebe Brandenburg GmbH. „Für die Unternehmen ist es eine Investition in den Fachkräftenachwuchs und ein klares Bekenntnis zur Region.“

Besucherinnen und Besucher sind am Wettbewerbstag in der Kantine der ZF Getriebe Brandenburg GmbH in der Caasmannstraße 9 willkommen. Sie können von 14 bis 16 Uhr Projekte kennenlernen und mit den Nachwuchsforschenden ins Gespräch kommen. Im Anschluss ist bis ca. 17:45 Uhr die Abschlussveranstaltung mit Preisverleihung vorgesehen. Ehrengäste sind neben dem Bildungs-Staatssekretär Hendrik Fischer auch Oberbürgermeister Daniel Keip, der die Regionalsieger und Sonderpreisgewinner im Fachgebiet Technik auszeichnet.

Die Sieger und Siegerinnen der Regionalebene qualifizieren sich für den Landeswettbewerb am 26. März 2026 bei der BASF Schwarzheide GmbH. Das Bundesfinale findet vom 28. bis 31. Mai 2026 in Herzogenaurach statt. Ausrichter sind die Schaeffler AG und die Stiftung Jugend forscht e. V.

Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / René Paul-Peters

Blick in den Messebereich aus dem Jahr 2025.
Steffen Scheller mit ZF-Geschäftsführer Frank Lorenz und HDM-Standortleiter Matthias Rößling .

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