
Besitzer für einäugigen kranken Fundkater gesucht
Besitzer für einäugigen kranken Fundkater gesucht © Stadt Brandenburg an der Havel Am 20. Oktober 2026 wurde am Studentenwohnheim in der Zanderstraße ein mauzender, etwa
Niederschlagswasserentkopplung in der Beethovenstraße schafft mehr Grün, wertet den Schulhof auf und stärkt das Prinzip der Schwammstadt
An der Wilhelm-Busch-Schule in der Beethovenstraße 15 hat der Eigenbetrieb Gebäude- und Liegenschaftsmanagement (GLM) der Stadt Brandenburg an der Havel eine umfangreiche Maßnahme zur Entkopplung des Grundstücks von der öffentlichen Kanalisation umgesetzt. Ziel ist es, anfallendes Regenwasser künftig direkt auf dem Schulgrundstück zu versickern und damit einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen und klimaangepassten Stadtentwicklung zu leisten.
Hintergrund der Maßnahme ist zugleich die Sanierung der bestehenden Kanalisation in der Beethovenstraße durch die BRAWAG. In diesem Zusammenhang war der Eigentümer des Schulgrundstücks verpflichtet, die Entwässerung vom öffentlichen Kanalnetz abzukoppeln und Lösungen für die Versickerung des Niederschlagswassers auf dem eigenen Grundstück zu schaffen.
Dafür wurden auf dem rund 12.000 Quadratmeter großen Schulgrundstück neue Versickerungsanlagen errichtet. Die bestehenden Hofflächen konnten dabei weitestgehend erhalten bleiben. An den Tiefpunkten wurden Teilflächen entsiegelt und mit Mulden beziehungsweise Mulden-Rigolen ausgestattet. Diese nehmen das anfallende Oberflächenwasser auf und ermöglichen eine gezielte Versickerung vor Ort.
Insgesamt wurden rund 1.400 Quadratmeter Beton- und 450 Quadratmeter Pflasterflächen aufgenommen und entsorgt. Rund 600 Kubikmeter Boden wurden ausgetauscht. Auf einer Fläche von etwa 1.800 Quadratmetern entstanden Mulden und Rigolenmulden mit Kiesbett. Hinzu kommen rund 2.200 Quadratmeter neu angelegte Rasenflächen.
Eine besondere Herausforderung bestand darin, die Entwässerungsanlagen in die stark genutzten Schul- und Pausenhofflächen zu integrieren. Die Wilhelm-Busch-Schule besteht aus zwei Schulkörpern mit einer dazwischenliegenden Turnhalle und verfügt über entsprechend strukturierte Aufenthalts- und Pausenbereiche.
Insbesondere auf dem Innenhof, der von den Schülerinnen und Schülern als Aufenthaltsbereich genutzt wird, mussten Lösungen gefunden werden, die eine Beschädigung beziehungsweise Verdichtung der begrünten Mulden verhindern. Denn nur ein ausreichend durchlässiger Boden gewährleistet, dass die Versickerungsanlagen dauerhaft ordnungsgemäß funktionieren. Gleichzeitig müssen die begrünten Flächen für die Pflege zugänglich bleiben. Diese Anforderungen wurden bei der Gestaltung entsprechend berücksichtigt.
Auch die vorgelagerte Fläche, die als Verkehrsgarten genutzt wird und neben der Polizei auch Vereinen zur Verfügung steht, musste in die Bauabläufe einbezogen werden. Die unterschiedlichen Nutzungsinteressen erforderten eine intensive Abstimmung zwischen den beteiligten Ämtern, der Schule und weiteren Beteiligten.
Die Umsetzung der Maßnahme stellte insbesondere aufgrund der Nutzung als Schulstandort hohe Anforderungen an Planung und Bauablauf. Die ausführende Holz- und Tiefbaugesellschaft mbH aus Wenzlow stellte sich dieser Herausforderung und realisierte einen Großteil der Arbeiten während der Sommerferien.
Damit konnte erreicht werden, dass der große Pausenhof pünktlich zur Einschulung wieder zur Verfügung stand. Gleichzeitig wurde der Schulhof durch zusätzliche Begrünung und neue Sitzgelegenheiten auch gestalterisch und als Aufenthaltsbereich aufgewertet.
„Mit der Maßnahme verbinden wir notwendige Arbeiten an der Entwässerung mit einer nachhaltigen Aufwertung des Schulstandortes,“
fasst Oberbürgermeister Daniel Keip zusammen.
„Das Regenwasser wird nicht mehr einfach über die Kanalisation abgeführt, sondern bleibt dort, wo es anfällt. Das ist ein konkreter Beitrag zum Prinzip der Schwammstadt und damit auch zum klimaangepassten Umgang mit Niederschlagswasser.“
Ein besonders positiver Effekt der Maßnahme ist die Entsiegelung von Flächen und die damit verbundene Rückhaltung und Versickerung des Regenwassers auf dem Grundstück. Statistisch betrachtet können künftig rund 7.000 Kubikmeter Niederschlagswasser pro Jahr auf dem Schulgrundstück verbleiben und dort versickern.
Damit trägt die Maßnahme nicht nur zur Entlastung der Kanalisation bei. Das vor Ort verbleibende Wasser unterstützt zugleich den natürlichen Wasserkreislauf und die Begrünung des Schulgeländes. Die Entsiegelung schafft zudem zusätzliche Grünflächen und verbessert damit die Aufenthaltsqualität auf dem Schulhof.
Das Gesamtauftragsvolumen der Maßnahme beträgt rund 350.000 Euro.
Quelle: Stadt Brandenburg

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