
Besitzer für einäugigen kranken Fundkater gesucht
Besitzer für einäugigen kranken Fundkater gesucht © Stadt Brandenburg an der Havel Am 20. Oktober 2026 wurde am Studentenwohnheim in der Zanderstraße ein mauzender, etwa
Bestands- und Potenzialanalyse abgeschlossen – Fokus liegt nun auf der Entwicklung umsetzbarer Lösungen für die zukünftige Wärmeversorgung
Rund drei Viertel der Wärme in Brandenburg an der Havel werden derzeit noch mit Erdgas erzeugt. Gleichzeitig zeigt die Potenzialanalyse, dass verschiedene Möglichkeiten für eine künftig klimafreundlichere Wärmeversorgung zur Verfügung stehen. Mit der Bestands- und Potenzialanalyse liegen nun die ersten Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung vor.
Die Bestandsanalyse liefert erstmals ein umfassendes Bild der heutigen Wärmeversorgung in der Stadt. Der jährliche Wärmebedarf beträgt rund 1.103 Gigawattstunden. Davon entfallen etwa 484 Gigawattstunden auf die Industrie. Ohne die Industrie liegt der Wärmebedarf bei rund 619 Gigawattstunden. Insgesamt werden im Stadtgebiet rund 15.000 Gebäude beheizt. Etwa 81 Prozent davon sind Wohngebäude.
Die Potenzialanalyse betrachtet verschiedene erneuerbare Wärmequellen und Abwärmepotenziale im Stadtgebiet. Sie zeigt, dass grundsätzlich unterschiedliche Möglichkeiten für eine klimafreundlichere Wärmeversorgung bestehen. Nun wird geprüft, welche Lösungen unter den örtlichen Rahmenbedingungen tatsächlich umsetzbar und wirtschaftlich sinnvoll sind.
Mit der Erstellung der kommunalen Wärmeplanung hat die Stadt Ende vergangenen Jahres die Stadtwerke Brandenburg beauftragt. Diese arbeiten dabei mit dem Beratungsunternehmen con|energy consult zusammen. Grundlage der Untersuchungen sind unter anderem Verbrauchsdaten aus den Jahren 2021 bis 2024, Gebäudedaten sowie weitere öffentliche und städtische Datenquellen. Im Rahmen der Potenzialanalyse wurden zudem verschiedene erneuerbare Wärmequellen und Möglichkeiten zur Nutzung von Abwärme betrachtet.
Mit dem Abschluss der Bestands- und Potenzialanalyse sind zwei wichtige Schritte der kommunalen Wärmeplanung erreicht. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die weiteren Planungen.
„Die Analysen zeigen, wo wir heute stehen und welche Möglichkeiten grundsätzlich bestehen. Jetzt geht es darum, daraus tragfähige Lösungen für Brandenburg an der Havel abzuleiten,“
sagt der für Stadtplanung, Umwelt und Bauen verantwortliche Bürgermeister Michael Müller.
Dabei stehe nicht das theoretisch Machbare im Vordergrund. Entscheidend sei, was sich vor Ort tatsächlich umsetzen lasse.
„Aspekte wie Wirtschaftlichkeit, technische Voraussetzungen, Flächenverfügbarkeit, Umweltbelange und die tatsächliche Nachfrage müssen dabei berücksichtigt werden.“
In den kommenden Monaten wird deshalb eine Umsetzungsstrategie erarbeitet. Sie soll aufzeigen, welche Form der Wärmeversorgung in den einzelnen Stadtgebieten langfristig sinnvoll ist. Dabei werden sowohl der Ausbau von Wärmenetzen als auch dezentrale Lösungen betrachtet. Geplant sind außerdem Fachworkshops sowie eine Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger. Im Frühjahr 2027 soll die Planung abgeschlossen sein.
Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es, Wege für eine bezahlbare, verlässliche und klimafreundliche Wärmeversorgung aufzuzeigen. Sie dient als Orientierung für die weitere Entwicklung der Wärmeversorgung in Brandenburg an der Havel. Für Eigentümerinnen und Eigentümer ergeben sich daraus zunächst keine direkten Verpflichtungen.
Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt

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