Von der Stiftung Wredow’sche Zeichenschule
Mit großer Anteilnahme und tiefer Erschütterung haben wir vom Tod unseres langjährigen Wegbegleiters und Geschäftsführers der Stiftung Wredow’sche Zeichenschule Klaus Lietze erfahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen, denen wir unser herzliches Beileid aussprechen.
Klaus Lietze, geboren 1948, verstarb am vergangenen Mittwoch.
Seit 1992 war Klaus Lietze Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Wredow’sche Zeichenschule zu Brandenburg an der Havel und maßgeblich an ihrer Wiederbelebung nach der Wiedervereinigung beteiligt. Als gebürtiger Brandenburger, Handwerker mit ausgeprägtem Sinn für Gestaltung und Mensch mit vielseitigen Interessen in den Bereichen Kultur, Musik, Theater und bildende Kunst war er der Stiftung über Jahrzehnte eng verbunden.
In besonderer Weise fühlte er sich dem ursprünglichen Gedanken des Stifters August Julius Wredow verpflichtet, handwerklich und gewerblich Tätigen einen Ort für künstlerische und kunsthandwerkliche Bildung zu ermöglichen. Dieses Verständnis prägte sein Wirken nachhaltig.
Seit 2015 führte Klaus Lietze die Stiftung als Geschäftsführer. Unter seiner Leitung wurde der Unterrichtsbetrieb ausgebaut und ein vielseitiger Kursbetrieb etabliert. Mit großem kulturellem Bewusstsein setzte er sich nicht nur für den Erhalt des historischen Gebäudes ein, sondern machte insbesondere die Rückführung der historischen Sammlung an ihren ursprünglichen Ort am Wredowplatz zu einer persönlichen Aufgabe.
Klaus Lietze war unermüdlich in seinem Einsatz für die Stiftung und ihren Bildungsauftrag.
„Ihm lag besonders am Herzen, kulturelle und künstlerische Bildung allen Brandenburgerinnen und Brandenburgern unabhängig von Alter und Herkunft zugänglich zu machen,“
erinnert Tobias Öchsle, Direktor der Stiftung Wredow’sche Zeichenschule.
„Mit Klaus Lietze verliert die Stiftung Wredow’sche Zeichenschule einen engagierten Mitgestalter, Förderer und Menschen, der die Entwicklung der Institution über viele Jahre entscheidend geprägt hat,“
ergänzt Prof. Dr. Markus Hilgert, Kurator der Stiftung Wredow’sche Zeichenschule
Auch Oberbürgermeister Daniel Keip, der stellvertretender Kurator der Stiftung ist, würdigt das Lebenswerk des Verstorbenen:
„Mit Klaus Lietze verliert unsere Region einen engagierten Handwerksmeister und Förderer der Kunst. Mit großem Einsatz hat er nach der Wiedervereinigung das ostdeutsche Tischlerhandwerk in die gemeinsame Innungsorganisation geführt und damit wichtige Grundlagen für Zusammenhalt und Zusammenarbeit geschaffen. Sein Wirken als Landesinnungsmeister in Brandenburg, als Tischlermeister und als Geschäftsführer der Stiftung Wredow’sche Zeichenschule bleibt untrennbar mit Brandenburg an der Havel verbunden. Viele junge Künstlerinnen und Künstler sowie Tischlerinnen und Tischler verdanken ihm Ermutigung und Förderung. Klaus Lietze hat sich um das Handwerk, die Kultur und das Gemeinwesen in besonderer Weise verdient gemacht.“
Die Mitglieder des Kuratoriums sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung, werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt