Nach dem Nachweis der Aujeszkyschen Krankheit (AK) bei vier Jagdhunden aus den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg mit zu Wildschweinen hat das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) umfangreiche Untersuchungen bei Wildschweinen durchgeführt.
Die Untersuchungen zeigten, dass der Erreger weiterhin im Wildschweinbestand vorkommt. Wildschweine zeigen in der Regel keine Krankheitsanzeichen, bleiben jedoch lebenslange Virusträger.
Die Aujeszkysche Krankheit (AK), auch Pseudowut genannt, ist eine ansteckende Viruserkrankung, die hauptsächlich Schweine befällt, aber auch andere Säugetiere wie Hunde und Katzen tödlich infizieren kann, da sie das Nervensystem angreift.
Für Hunde verläuft eine Infektion mit der Aujeszkyschen Krankheit ausnahmslos tödlich. Eine Schutzimpfung für Hunde existiert nicht. Die Ansteckung erfolgt insbesondere durch direkten Kontakt mit infizierten Wildschweinen oder durch das Verfüttern von rohem Wildschweinfleisch oder Aufbruchmaterial.
Daher sollten Hunde keinen Kontakt zu Wildschweinen haben und keinerlei rohes Wildschweinfleisch oder Aufbruchmaterial verfüttert werden.
Die Situation wird weiterhin engmaschig überwacht.
Für den Menschen besteht durch die Aujeszkysche Krankheit keine Gesundheitsgefahr.