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Tobias Köhler, Leiter des kirchlichen Verwaltungsamtes Potsdam-Brandenburg, wurde am Freitag, den 16. Juni feierlich aus seinem Amt verabschiedet

Beate Lindauer/ EKMB

Das Rheinland ruft zu einer neuen Aufgabe
16. Juni 2023. Kleine Kirche Schenkenberg. Auf dem Kirchhof treffen allmählich die Gäste ein.
Trotz Sonnenschein ist der Anlass eher betrüblich: Tobias Köhler, Verwaltungsleiter im
Kirchlichen Verwaltungsamt (KVA) Potsdam-Brandenburg wird verabschiedet. Bereits im
Frühjahr hat er seinen Anstellungsträgern mitgeteilt, sich ab Sommer einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen und sein Amt freizugeben.
„Mit einem lachenden und einem weinenden Auge lassen wir Sie ziehen“ eröffnet Roy Sandner, Pfarrer aus Saarmund und Leiter des Verwaltungsrates, die Abschiedsfeier. „An unverhofften Orten kann gelingen, was gut für einen ist“, blickte Roy Sandner auf den gemeinsamen Weg der beiden Kirchenkreise Potsdam und Mittelmark-Brandenburg mit Tobias Köhler zurück. Die letzten sieben Jahre stand Köhler an der Spitze des KVA. Wie im kirchlichen Kontext üblich, fand die Verabschiedung in einem gottesdienstlichen Rahmen statt, in dem der scheidende Amtsleiter von seinen bisherigen Aufgaben entpflichtet wurde.
Die Geschichte von Josef, der von seinen Brüdern verkauft, im Haus eines hohen Beamten in Ägypten landet und dort als Verwalter eingesetzt wird, begleitete den Gottesdienst.
Schmunzelnd hob Roy Sandner die Stelle hervor, die die Stimmung von Potifar, dem Arbeitgeber von Josef, beschreibt: „Er setzte Joseph über sein Haus und alles was er hatte, gab er in seine Hände … und er kümmerte sich selbst um nichts, außer um das, was er aß und trank“ (Die Bibel, 1. Mo 40, 6). Roy Sandner relativierte die Aussage sofort. „Keine Angst. Es blieb trotzdem noch Arbeit übrig, aber es beruhigt ungemein, das KVA in guten Händen zu wissen“.
Roy Sandner dankte Tobias Köhler stellvertretend für die Kirchenkreise Potsdam und
Mittelmark-Brandenburg für seinen unermüdlichen Einsatz und all das, was er mit auf den Weg gebracht hat. Zahlreiche Glück- und Segenswünsche wurden von unterschiedlichen Seiten ausgesprochen. Mit Köhler verlässt ein geschätzter Verwalter das KVA und zieht fröhlich seine Straße.
Seit Februar 2016 steht der gebürtige Leipziger an der Spitze des Verwaltungsamtes. Von der Bundeswehr kommend, war sein Amtsantritt nicht unumstritten. Die anfängliche Skepsis war schnell verflogen. Er brachte einen „neuen“ Geist im Umgang mit Geld mit. Nicht wie von vielen Verwaltern gewohnt, fokussierte er sich nicht auf möglichst viele Rücklagen, sondern ermutigte zu einem kreativen Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel. Kirchliche Aufgaben und die Arbeit vor Ort zu unterstützen war sein Credo. Er hatte stets einen positiven Blick auf die Arbeit, wollte ermöglichen und gestalten. Dazu hat er immer und immer wieder aufgefordert. Er war bekannt und geschätzt für seine innovativen Projekte, die er in die Tat umsetzte. Digitalisierung
war eines davon. Sein Sinn für Gerechtigkeit, besonders im Ausgleich der Regionen, zeichnete ihn aus. Er war hoch engagiert. Auf zahlreichen Sitzungen war er persönlich anwesend, brachte seine Fachexpertise in einer verständlichen Zahlensprache ein, war ansprechbar und trotz seines Leitungsamtes menschlich und nah.
Tobias Köhler ist mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen nach Schenkenberg angereist. Seine Entscheidung, eine neue Stelle im Rheinland anzutreten, heißt für die ganze Familie Abschied, Aufbruch und Neuanfang. Noch sind die Koffer nicht gepackt, aber erste Vorbereitungen sind getroffen. Der neue Wohnort steht fest und ein Haus ist gefunden. Im Sommer wird der Umzug stattfinden. Die Familie freut sich auf ausgiebige Touren durch die Eifel und die Weinfeste. Die Rheinländer sind ja bekannt für ihre Feste und für ihre ansteckende Fröhlichkeit. Gute Voraussetzungen erst einmal für einen Umzug.
Tobias Köhler scheidet zum 31. August 2023 aus seinem Amt aus. Ein nahtloser Übergang ist gelungen. Zur neuen Amtsleiterin wurde Janine Weber vom Verwaltungsrat berufen. Sie wird ihren Dienst am 01. August 2023 beginnen und die Geschicke des Kirchlichen Verwaltungsamtes Potsdam-Brandenburg in Zukunft lenken.

Quelle: Evangelischer Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg

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