Stahl Brandenburg: 2:2 in Ludwigsfelde - Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt


pixabay

Im Auswärtsspiel beim Ludwigsfelder FC erspielte sich die BSG Stahl Brandenburg ein 2:2-
Unentschieden. Im Endeffekt ein gerechtes Ergebnis, obwohl beide Mannschaften ihre Phasen hatten, wo sie der Partie eine andere Richtung hätten geben können.

Besser ins Spiel fanden die Brandenburger, die eine ordentliche Anfangsviertelstunde hinlegten. Die erste Chance zur Führung initiierte Sebastian Hoyer in der 7. Minute, als er auf Ibraima Cante passte, der Stürmer scheiterte aber freistehend am LFC-Torwart Daniel Hemicker. Drei Minuten später bediente Hoyer Benjamin Nwatu, der aus zwölf Metern nur die Latte traf. Kurz darauf starteten die Gäste einen gut vorgetragenen Konter, Cante kam erneut frei zum Abschluss, fand aber wieder seinen Meister in Hemicker. Von diesen drei sehr guten Gelegenheiten hätte die Stahl-Elf wenigstens eine nutzen müssen.

Vielleicht fühlte sich das Team von Trainer Robert Pocrnic zu sehr in Sicherheit. Man erspielte sich schließlich Chancen und irgendwann geht eine schon ins Tor. Dieses Gefühl war trügerisch. Mit ihrer ersten Möglichkeit gingen die Ludwigsfelder in der 23. Minute in Führung. Ein unglücklicher Klärungsversuch von Stahl-Schlussmann Felix Baitz landete bei Kaloyan Atanasov, der aus 25 Meter mit einem feinen Lupfer über Baitz das Spielgeschehen auf den Kopf stellte. Nun erwachte das Selbstvertrauen bei den Gastgebern, sie wurden mutiger in der Offensive. In der 28. Minute versuchten sie es aus spitzem Winkel, doch Baitz war auf dem Posten. Wenig später schien die Situation schon geklärt, der Ball wurde aus dem eigenen Sechzehner befördert, doch Yasin Dag nahm
sich ein Herz und traf aus 22 Meter genau in den Winkel zum 2:0. Da gab es nichts zu halten.

Trainer Pocrnic reagierte (35.), für den schwachen Lamin Jatta kam Luca Köhn und Amar Roustm ersetzte Benjamin Nwatu. Und Köhn war eine Bereicherung für die Stahl-Offensive. Eine Minute nach seiner Einwechslung setzte er sich auf der linken Seite durch, flankte auf Hoyer, dessen Kopfball knapp über das Tor ging. Kurz darauf bekam Köhn aber seinen Scorerpunkt. Sein Eckball in der 38. Minute köpfte Erik Sauer zum Anschlusstreffer über die Linie. Das war die letzte nennenswerte Offensivaktion vor der Pause. Die 354 Zuschauer, wobei die Hälfte die BSG Stahl unterstützte, sahen eine zerfahrene Partie. Der Ball wurde schnell nach vorn geschlagen, lange Ballbesitzphasen waren auf beiden Seiten so gut wie nicht vorhanden.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein „wildes Spiel“, Kombinationsfußball eher die Ausnahme. Folglich waren auch Torchancen Mangelware. In der 55. Minute probierte es Köhn vom linken Strafraumeck, traf aber nur das Außennetz. Zehn Minuten später sahen die Fans den ersten Versuch der zweiten Hälfte der Platzherren, der Baitz vor keinerlei Probleme stellte. In der 69. Minute hatte der zur Pause gekommene Jonas Günther seinen Moment. Sein erster Schuss wurde noch geblockt, den Abpraller jagte er aber an „Freund und Feind“ vorbei zum 2:2 ins Netz.

Danach versäumten es die Brandenburger mit konstruktivem Fußballspiel diese Partei eventuell noch komplett zu drehen. Die Ludwigsfelder wirkten stehend K.o., doch die Stahl-Elf wusste den konditionellen Vorteil nicht zu nutzen. Köhn (82.) hatte noch einen Abschluss aus spitzem Winkel, den der LFC-Keeper parierte, auf der Gegenseite kamen die Gastgeber in der Nachspielzeit zu einem Schussversuch, der aber weit sein Ziel verfehlte. So blieb es bei der Punkteteilung. Die LFC-Kicker könnten bedauern ihren Zwei-Tore-Vorsprung nicht über die Zeit gebracht zu haben, doch dafür kam dann später zu wenig Eigeninitiative. Die Stahl-Elf kann beklagen ihre ersten Chancen nicht genutzt zu haben, haben aber immerhin den Rückstand aufgeholt.

Kommenden Sonnabend (14. März) ist der SV Grün-Weiß Ahrensfelde zu Gast im Stadion am Quenz.
Vielleicht gelingt dann, nach zwei Remis zu Beginn der Rückserie, der erste Sieg der 1. Stahl-Männer im Jahr 2026.

Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.

Weitere Nachrichten

Cookie Consent mit Real Cookie Banner