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ODEG setzt neue Maßstäbe für barrierefreies Reisen im Regionalverkehr - VBB kündigt Verlängerung der Bahnsteige in Kirchmöser und Wusterwitz, Götz und Groß Kreutz bis 2028 an

Die ODEG stellte auf dem Brandenburger Hauptbahnhof die barrierefreien Ein- und Ausstiege ihrer Desiro-HC-Züge einem Live-Test. Fotos: Stadtverwaltung Brandenburg / Th. Messerschmidt

Auf dem Brandenburger Hauptbahnhof präsentierten ODEG-Geschäftsführer Lars Gehrke und Dr. Elmar Zeiler, Head of Commuter and Regional Trains Siemens, im Beisein prominenter Gäste und im Live-Test die barrierefreien Ein- und Ausstiege der neuen RE1-Flotte.

Der Desiro HC verfügt über zwei unterschiedlich hohe Ein- und Ausstiege (A = 55 cm und B = 76 cm), um den Anforderungen der unterschiedlichen Bahnsteighöhen entlang der Strecken im Netz Elbe-Spree gerecht zu werden. Durch breitere Türen (1,40 m) und einen geräumigen Mehrzweckbereich (12 m2) wird ein komfortabler Zugang sowie mehr Platz für alle Fahrgäste gewährleistet. Zudem bietet der seit Dezember 2022 im Netz Elbe-Spree eingesetzte Zug einen stufenfreien Zugang von den 55 cm und 76 cm hohen Bahnsteigen in den Mittelwagen, der über europaweit genormte Rampen verbunden ist. Nach dem barrierefreien Einstiegsbereich befinden sich in dem Waggon über 6 qm große Auffangräume für einen schnellen und sicheren Fahrgastwechsel. Fahrgäste werden im Fahrzeug darüber informiert, welche der beiden Türen jeweils zu nutzen ist. Ein Leitsystem und Piktogramme auf dem Boden, an den Wänden und den Türen weisen zu dem A- und B-Ein- und -Ausstieg. Außerdem zeigt das Fahrgastinformationssystem den Ausstieg jeweils bei Einfahrt des Zugs an.

Rainer Genilke, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, betonte auf dem Brandenburger Hauptbahnhof:

Das Land Brandenburg hat sich zum Ziel gesetzt, seine Leistungen im Schienen-Personen-Nahverkehr von 2017 bis 2031, um fast 45 Prozent zu erhöhen. Damit ist Brandenburg an der Spitze im deutschlandweiten Vergleich. Dabei geht es auch um Komfort und Nutzerfreundlichkeit im Schienen-Personen-Nahverkehr. Denn Mobilität ist ein Grundbedürfnis für alle Menschen, ob mit oder ohne Einschränkung ihrer eigenen Mobilität.

Manja Schreiner, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin urteilte:

Dieser Zug ist ein perfektes Beispiel für Inklusion im Alltag.

Ebenfalls vor Ort waren Thomas Dill, Bereichsleiter Nahverkehrs- und Qualitätsmanagement VBB, und Janny Armbruster, Beauftragte der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderungen. Susanne Fischer, Brandenburgs Beigeordnete für Inneren Service, Ordnung und Sicherheit, war in Vertretung des Oberbürgermeisters Steffen Scheller dabei, hatte die Behinderten- und Integrationsbeauftragte Katrin Tietz zur Seite sowie Sybille Kluge, die Vorsitzende des Beirates für Menschen mit Behinderungen. Zudem waren viele Betroffene – unter anderem von der hiesigen NORA-Pflegegemeinschaft – mit Rollstuhl, Rollator oder Taststock auf den Bahnsteig gekommen, um im Live-Test auf Schritt und Tritt prüfen zu können, was die ODEG verspricht:

Unser bei Siemens Mobility gebauter Regionalexpress ‚Desiro HC‘ eröffnet durch seine Bauart mobilitätseingeschränkten Menschen eine neue Dimension des barrierefreien Reisens im Regionalverkehr. Fahrgäste mit Mobilitätshilfen können nahezu barrierefrei, unangemeldet und selbstbestimmt reisen.

Die technischen Innovationen wurden vor Ort fachlich erläutert und von Fahrgästen mit Mobilitätshilfen auf den Bahnsteigen 3 und 4 – mit jeweils unterschiedlicher Höhe – real getestet. Und sie wurden für gut und hilfreich befunden und somit als wichtiger Pluspunkt für die Teilhabe!

Einen weiteren Fortschritt auf der Schiene hatte unlängst der VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH verkündet und den Start der 2. Ausbaustufe des i2030-Teilprojektes RE1-Bahnsteigverlängerungen angekündigt.

Zum Start des Netzes Elbe-Spree im Jahr 2022 waren in einer ersten Baustufe bereits sechs Stationen mit besonders kurzen Bahnsteigen für den Einsatz 6-teiliger Züge verlängert worden. In einer zweiten und dritten Baustufe sollen ab 2025 nun alle RE1-Stationen für den Einsatz von achtteiligen Zügen auf 220 Meter Nutzlänge ausgebaut werden. Im Projekt i2030 werden die Verlängerungen geplant und umgesetzt. Die Stationen Potsdam Park Sanssouci (1. Quartal 2025) und Hangelsberg (3. Quartal 2025) werden zuerst ausgebaut. In den darauffolgenden Jahren folgen weitere elf Stationen, darunter Götz und Groß Kreutz in der Baustufe 2 sowie Wusterwitz und Kirchmöser in der Baustufe 3.

Bis Ende 2028 sollen alle Stationen verlängert sein, um das Haltekonzept für die achtteiligen RE1-Züge vollumfänglich umsetzen zu können,

signalisierte VBB-Sprecherin Elke Krokowski.

Die Finanzierung für die Realisierung wird über das Gemeindefinanzierungsgesetz des Bundes (GVFG) gefördert. Eine Anmeldung des Gesamtvorhabens mit seinen insgesamt drei Baustufen ist durch die Deutsche Bahn erfolgt.

Quelle: Verwaltung

 

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