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Die Stadt Brandenburg an der Havel und der Historische Verein Brandenburg (Havel) e.V. laden am Donnerstag, dem 19. Januar 2023 um 18:30 Uhr, zum traditionellen Archäologischen Jahresrückblick 2022 in den Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses ein

Neustädtische Fischerstraße, 2 slawische Körpergräber (Foto: FG Denkmalschutz)

Die Stadt Brandenburg an der Havel und der Historische Verein Brandenburg (Havel) e.V. laden am Donnerstag, dem 19. Januar 2023 um 18:30 Uhr, zum traditionellen Archäologischen Jahresrückblick 2022 in den Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses ein.

Vorgestellt werden die herausragenden Highligts aus den archäologischen Untersuchungen des vergangenen Jahres in der Stadt Brandenburg an der Havel. Zu Wort kommen die Archäologinnen und Archäologen, die die Grabungen geleitet haben.

Zwei große innerstädtische Straßenrekonstruktionen haben ganz überraschende und vielfältige Ergebnisse erbracht: In der Kleinen Münzenstraße und der Neustädtischen Fischerstraße gelang der Nachweis mesolithischer Brandgruben, die bislang ältesten Spuren menschlicher Anwesenheit in der Neustadt, gut erhaltener neolithischer Siedlungsbefunde und Funde und slawische Körpergräber. In Verbindung mit dem mittelalterlichen Marktbetrieb standen eine Reihe von Marktbuden. Die baubegleitende Untersuchung in der Plauer Straße erbrachte bronzezeitliche Brandgräber und Spuren einer eisenzeitlichen Besiedlung. In slawischer Zeit wurden hier Körpergräber angelegt, die dokumentiert und geborgen wurden. Baubefunde und zwei Gräben im Straßenraum zeigen den Marktort Parduin, die ältere Besiedlungsstufe der Altstadt im 12. Jh. (Torsten Trebeß)

In der Mahlenziener Straße im Ortsteil Kirchmöser wurde in der Trasse einer Versorgungsleitung der Kern einer bronzezeitlichen Siedlung erfasst, die zahlreiche interessante und aussagekräftige Funde erbrachte. (Torsten Trebeß)

Eine der letzten Baulücken auf der Brandenburger Dominsel wurde im Vorgriff auf den Neubau eines Wohnhauses in der Hevellerstraße 2 ergraben. Hier zeigte sich eine urgeschichtliche Besiedlung durch mehrere Gruben und Funde, eine mittelslawische Besiedlung und eine sehr intensive spätslawische Nutzung, wahrscheinlich ein Handwerkerquartier. (Dietmar Rathert)

Auf dem Hof in der Abtstraße 21/22, der anlässlich eines Neubaus archäologisch untersucht wurde, konnten großflächige Befunde einer spätmittelalterlichen Nutzung und Bebauung freigelegt werden. (Wolfgang Niemeyer)

Im Ortsteil Gollwitz musste die Friedhofsmauer zur Schlossstraße hin erneuert werden. Beim Abtrag der alten baufälligen Mauer und der Neufundamentierung wurden zahlreiche Körpergräber überwiegend der frühen Neuzeit freigelegt und dokumentiert. Die anthropologische Untersuchung der Skelette erlaubt es, Geschlecht, Sterbealter und Krankheitsbelastung der Verstorbenen zu bestimmen und so erstmals Details zu Lebensumständen und Demographie der Dorfbevölkerung zu erfahren. (Janina Ludwig, Bettina Jungklaus)

Quelle: Verwaltung

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Hevellerstraße 2, verschiedene Fundstücke und Archäologenwerkzeug (Foto: FG Denkmalschutz)
im Ortsteil Gollwitz an der Friedhofsmauer, neuzeitliche Bestattungen (Foto: FG Denkmalschutz)
Plauer Straße, Blick zum Marktplatz (Foto: FG Denkmalschutz)

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