
Beginn des nächsten Bauabschnittes auf der Ortsumfahrung Plaue
Beginn des nächsten Bauabschnittes auf der Ortsumfahrung Plaue pixabay Im Zusammenhang mit der bereits laufenden Sanierung der Ortsumfahrung Plaue kommt es ab dem 18.06.2026 zu
Mit einer 90-minütigen Märchen-Matinee ist der 22. „Undine-Wettbewerb für neue Märchen zu Ende gegangen. Im bestens besuchten Rolandsaal des Rathauses ging es zum guten Schluss des zweigeteilten Wettbewerbs um die gelungensten bildkünstlerischen Interpretationen der bereits im März gekürten siegreichen neuen Märchen. Zu den beliebtesten Vorlagen zählten das “Märchen vom schüchternen Drachen Funki„, für das der 9-jährige Fadile Mircan Sahin damals einen Sonderpreis erhalten hatte sowie “Der verzauberte Koffer„, mit dem sich Julia Marie Schlothauer den Hauptpreis in der Altersklasse 7 bis 9 Jahre eroberte. Aber auch die mit einer Undine-Statuette bedachten “Geißlein to go“ von Sophia Nitsche, 15 Jahre jung, hatten viele malende Fans.
So zählten diese drei prämierten Texte dann auch wieder zu den insgesamt acht vom Brandenburger Jugendtheater so herrlich lebendig vorgetragenen Märchen, zu denen die jeweiligen Bildeinblendungen erfolgten. Im Anschluss wurden die kreativen Künstlerinnen und Künstler nach vorn gebeten, um einen der vier Haupt- oder acht Sonderpreise in Empfang zu nehmen. Das Publikum machte seine Begeisterung durch vielfachen Applaus deutlich.
Der Jury-Vorsitzende Thomas Bartel hatte mit Lobeshymnen vorgelegt. Er sagte zum Matinee-Auftakt:
„Wenn wir heute hier im Rolandsaal zusammenkommen, dann feiern wir eine ganz außergewöhnliche Gemeinschaft. In diesem Raum sitzen heute Siebenjährige, die gerade erst die Welt der Buchstaben und Farben für sich entdecken, und junge Erwachsene, die mitten im Leben, im Studium oder im Beruf stehen. Das ist die wahre Magie des Undine-Wettbewerbs. Ihr alle habt bewiesen, dass Kreativität keine Frage des Alters ist. Die Autoren haben Welten aus Worten gebaut, und die Illustratoren haben diesen Welten eine Form gegeben, Ihr habt gemalt, gezeichnet, gefilmt und modelliert. Ihr habt gezeigt, dass ein Text auf tausend verschiedene Weisen funkeln kann. Ihr habt den Mut besessen, eure Gedanken mit uns zu teilen, ihr habt etwas erschaffen, das es vorher auf dieser Welt noch nicht gab. Behaltet diesen Mut, behaltet diese Schöpferkraft. Sie wird euch durch euer ganzes Leben tragen. Seid stolz auf das, was ihr geschaffen habt.““
Die anwesenden Sponsorinnen und Sponsoren fanden bei der eigenhändigen Übergabe ihrer Preisgelder ebenfalls viele lobende Worte.
Auch Oberbürgermeister Daniel Keip zeigte sich von der Vielfalt und Kreativität ebenfalls begeistert:
„Märchen sind etwas Wunderbares und was Phantasie leisten kann, sieht man an den eingereichten Kunstwerken. Die Vielfalt an Materialität von Gemälde, Skulptur bis hin zu digitalen Umsetzungen zeigt, wie sehr die Kreativität bei der Lektüre der Preisträger-Märchen herausgefordert wurde. Es ist schön zu sehen, wie engagiert große und kleine Märchenfreunde sich mit den Themen auseinandergesetzt und wie unterschiedlich sie dabei die Handlungen künstlerisch interpretiert haben.“
Zu den insgesamt 326 Einsendungen im Illustratoren-Wettbewerb zählten auch zwei Kurzfilme, die mit Preisen bedacht wurden: Die 19-jährige Anne Maria Hilger hatte dem „verzauberten Koffer“ ein kleines lebendiges Denkmal gesetzt und den Hauptpreis in der Altersklasse 17 bis 25 Jahre zugesprochen bekommen. Meggy Hinze konnte am Ende sogar einen Doppelerfolg verbuchen: Sie hatte mit ihrem Märchen „Die zwei Welten“ im März einen Sonderpreis erobert und nun mit ihrem Film zum eigenen Märchen einen weiteren Sonderpreis hinzuverdient.
Die nächste Chance für Märchenfreunde, sich an einer märchenhaften Eigenschöpfung zu versuchen, bietet sich zum Jahresende, wenn der Aufruf zum 23. „Undine“-Wettbewerb für neue Märchen erfolgen wird.
Bis dahin bleibt Zeit, sich an den siegreichen Beiträgen des Jahres 2026 zu erfreuen. Die Märchen, Kunstwerke und Fotos der Märchen-Matineen sind auf der Internetseite der Fouqué-Bibliothek zu entdecken.
Die Stadt Brandenburg an der Havel und die Fouqué-Bibliothek danken als Veranstalter des „Undine“-Wettbewerbs für neue Märchen den annähernd 600 Teilnehmenden sowie den Mitwirkenden, insbesondere den Sponsorinnen und Sponsoren, der Wredow-Kunstschule, der Kinder- und Jugend-Kunst-Galerie „Sonnensegel“, der Musikschule „Vicco von Bülow“ für die musikalische Umrahmung der Festveranstaltungen und dem Brandenburger Jugendtheater mit seinem Leiter Steffan Drotleff fürs zauberhafte Vorlesevergnügen.
Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt

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