Britta Kornmesser MdL - Besuch von Staatssekretär Uwe Schüler bei Feuerwehr und Regionalleitstelle Brandenburg an der Havel


Kornmesser: „Gute Gefahrenabwehr braucht moderne Strukturen und starke Partnerschaften“

Staatssekretär Uwe Schüler zu Besuch bei Feuerwehr und Regionalleitstelle in Brandenburg an der Havel – Land unterstützt Neubau der Feuer- und Rettungswache Kirchmöser mit einer Million Euro

Brandenburg an der Havel, 8. September 2026

Gemeinsam mit Staatssekretär Uwe Schüler vom Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg hat die Landtagsabgeordnete Britta Kornmesser am Dienstag Einrichtungen der Feuerwehr und Gefahrenabwehr in Brandenburg an der Havel besucht. Im Mittelpunkt standen die Freiwillige Feuerwehr Kirchmöser und der geplante Neubau der dortigen Feuer- und Rettungswache sowie anschließend die Berufsfeuerwehr und die Regionalleitstelle Brandenburg.

„Feuerwehr, Rettungsdienst und Leitstelle müssen im Ernstfall reibungslos ineinandergreifen. Dafür braucht es gut ausgebildete Menschen, moderne Technik und zeitgemäße Gebäude. Der heutige Besuch hat erneut gezeigt, wie wichtig es ist, dass Land, Stadt und Hilfsorganisationen dabei eng zusammenarbeiten“, erklärt Britta Kornmesser.

Erste Station des Besuchs war das derzeitige Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Kirchmöser in der Bahnhofstraße. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1936 und entspricht räumlich und funktional längst nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Ortsfeuerwehr zählt derzeit 44 aktive Einsatzkräfte sowie elf Mitglieder der Jugendfeuerwehr und übernimmt neben den Aufgaben im westlichen Stadtgebiet auch besondere Funktionen, unter anderem mit einem Hubrettungsfahrzeug und einem Rettungsboot.

Im Anschluss ließen sich Kornmesser und Schüler die Planungen für die neue gemeinsame Feuer- und Rettungswache vorstellen und besichtigten das Baugrundstück im Industrie- und Gewerbegebiet Kirchmöser Süd.

Für das Gesamtprojekt sind rund 7,2 Millionen Euro veranschlagt. Das Land Brandenburg unterstützt den Neubau mit einer Million Euro aus der Feuerwehrinfrastruktur-Richtlinie.

„Die eine Million Euro aus Landesmitteln ist ein starkes Signal für Kirchmöser und für unsere gesamte Stadt. Das Geld fließt unmittelbar in bessere Bedingungen für diejenigen, die im Ernstfall für uns da sind. Die neue Wache ist deshalb nicht einfach ein Bauprojekt, sondern eine Investition in Sicherheit, Ehrenamt und Nachwuchsgewinnung“, so Kornmesser.

Das neue Gebäude soll unter anderem moderne Fahrzeughallen, Umkleide- und Sanitärräume, Schulungsbereiche sowie eigene Räume für Jugendfeuerwehr und Brandschutzerziehung erhalten. Vorgesehen sind außerdem moderne Energie- und Gebäudetechnik mit Photovoltaik und Batteriespeicher.

„Wer Menschen dauerhaft für das Ehrenamt begeistern will, muss ihnen auch vernünftige Arbeits-, Ausbildungs- und Aufenthaltsbedingungen bieten. Gerade bei einer leistungsfähigen Ortswehr wie Kirchmöser ist der Neubau deshalb eine notwendige Zukunftsinvestition“, betont Kornmesser.

Ein wesentlicher Bestandteil des Vorhabens ist die Verbindung von Feuerwehr und Rettungsdienst. Die Rettungswache Kirchmöser wird von der Johanniter-Unfall-Hilfe betrieben, die bereits seit 1991 im Auftrag der Stadt in Brandenburg an der Havel tätig ist. Für den Rettungsdienst sind im Neubau zwei Stellplätze für Rettungswagen sowie moderne Bereitschafts-, Ruhe-, Umkleide-, Sanitär- und Verwaltungsräume vorgesehen.

„Ich halte es für richtig, Feuerwehr und Rettungsdienst hier räumlich zusammenzuführen. Beide behalten ihre eigenen Aufgaben und Strukturen, profitieren aber von kurzen Wegen und einem modernen gemeinsamen Standort. Dass die Stadt, die Feuerwehr und die Johanniter dieses Projekt gemeinsam weiterentwickeln, ist der richtige Ansatz“, erklärt Kornmesser.

Die organisatorischen und vertraglichen Fragen zur Einbindung des Rettungsdienstträgers seien dabei sorgfältig zu klären. Entscheidend sei, dass das Projekt insgesamt verlässlich umgesetzt werde.

„Bei einem Vorhaben dieser Größenordnung müssen Finanzierung, Zuständigkeiten und spätere Nutzung sauber geregelt sein. Gleichzeitig ist wichtig, dass das Ziel nicht aus dem Blick gerät: Kirchmöser braucht eine moderne Feuer- und Rettungswache. Die Stadt hat dafür Verantwortung übernommen, und das Land leistet mit seiner Förderung einen wichtigen Beitrag.“

Im Anschluss führte der Besuch zur Feuer- und Rettungswache in der Fontanestraße und zur dort angesiedelten Regionalleitstelle Brandenburg. Die Leitstelle nimmt Hilfeersuchen entgegen, alarmiert und koordiniert Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz und arbeitet dabei eng mit weiteren Behörden und benachbarten Leitstellen zusammen.

Die integrierte Regionalleitstelle wird gemeinsam für die Stadt Brandenburg an der Havel sowie die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming betrieben. Im Gespräch ging es insbesondere um ihre zukünftige Entwicklung, moderne Einsatzleitsysteme und die Herausforderungen für die Regionalleitstellen im Land Brandenburg.

„In der Regionalleitstelle laufen im Notfall die Fäden zusammen. Dass die Menschen dort rund um die Uhr schnell die richtigen Kräfte alarmieren und komplexe Einsatzlagen koordinieren, wird im Alltag häufig gar nicht wahrgenommen. Dabei ist eine leistungsfähige Leitstelle eine Grundvoraussetzung dafür, dass Hilfe schnell dort ankommt, wo sie gebraucht wird“, so Kornmesser.

Kornmesser abschließend:

„Mein Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, den Beschäftigten der Regionalleitstelle und des Rettungsdienstes. Sie tragen jeden Tag Verantwortung für die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt und weit darüber hinaus. Aufgabe der Politik ist es, dafür verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Landesförderung für Kirchmöser zeigt ganz konkret, wie wir als Land gemeinsam mit der Stadt vor Ort etwas bewegen können.“

Quelle: Wahlkreisbüro Brandenburg an der Havel

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