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40 Sekunden mehr für den Umleitungsverkehr - Göttiner Straße ist eine der Staufallen

Der Bahnübergang an der Göttiner Straße ist eine der Staufallen auf der Umleitungsstrecke für die stadteinwärts gesperrte Potsdamer Straße.

Erhöhung der Umlaufzeit an der Kreuzung zum Zentrumsring soll Stauzeit senken

Die Sperrung der stadteinwärts führenden Spur der Potsdamer Straße, die durch den Landesbetrieb Straßenwesen wegen der weiträumigen Sicherungsarbeiten auf und an der Brücke erfolgten, haben zu Beginn der 7. Kalenderwoche auf der Umleitungsstrecke schnell die Belastungsgrenzen aufgezeigt. Der Rückstau baute sich bis Göttin auf und reichte zeitweise sogar bis Krahne heran, was 90 Minuten Stop-and-go bedeutete. Auf der Ziesarer Landstraße reichte der Stau in Spitzenzeiten bis zur Eigenen Scholle.

Das ist nicht hinnehmbar

, ließ Oberbürgermeister Steffen Scheller seinen Verkehrsplaner Rolf Beyer wissen, der das morgendliche Verkehrsgeschehen zu Wochenbeginn vor Ort begutachtete und keinen anderen Eindruck bekam. Jedoch hatte er in der Vorwoche schon das „maximal Mögliche“ aus der Ampelschaltungen am neuralgischen Punkt der Wilhelmsdorfer Land- und Otto-Sidow-Straße herausholen lassen. Jedenfalls das, was an einer solchen Kreuzung in einem üblichen 120-Sekunden-Umlauf möglich ist. Nun aber wies ihn der Stadtchef an, den Umlauf auszudehnen. Beyer:

Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen!

Die Umprogrammierung vollzogen Montag gegen 09:30 Uhr Fachleute der Signalbaufirma Swarco. Statt 120 Sekunden misst ein kompletter Ampel-Umlauf nun 160 Sekunden, wobei die 40 Zusatzsekunden dem Verkehrsabfluss von der Wilhelmsdorfer Landstraße zugutekommen.

Das erhöht an der Kreuzung zwar die Wartezeit für Radfahrer und Fußgänger ein wenig, sollte sich aber für Autofahrer spürbar auszahlen,

ist Beyer überzeugt und erklärt außerdem, dass die Ampel weiterhin bedarfsgerecht reagiert. Wenn beispielsweise wegen der Schrankenschließung kein Auto auf der Wilhelmsdorfer Landstraße steht, werden die anderen Wartenden schneller bedient.

Die Bahnschranken sind scheinbar das größte Problem der Umleitungsstrecke. Denn bei allem, was die Bahn betrifft, sind die Stadt und der Landesbetrieb machtlos. Über die Bahnübergänge an der Göttiner und Wilhelmsdorfer Straße fahren die Züge von und nach Rathenow sowie Magdeburg. Plus Güterzüge. Bei langen Schließzeiten nutzt nach Wiederöffnung des Bahnübergangs die beste Ampelschaltung wenig.

Alternativen zu dem vom Landesbetrieb Straßenwesen praktizierten Baustellenverkehr hat wiederholt die Stadtspitze ins Spiel gebracht und bat den Landesbetrieb um Prüfung, ob ein ampelgesteuerter Zweirichtungsverkehr auf der Potsdamer Straße nicht wenigstens zu verkehrsärmeren Zeiten denkbar sei. Beispielsweise von 18:00 Uhr bis 06:00 Uhr. Das sollte vom Aufwand der notwendigen Verkehrssicherung und -technik leistbar sein und würde so manchen Umweg ersparen. Und es würde nicht gegen die für Spitzenzeiten vorgetragenen Gründe der Vollsperrung einer Richtungsfahrbahn sprechen: Die ist laut Landesbetrieb wegen der zu erwartenden beidseitigen Rückstaus und wegen der nicht zu gewährleistenden Rettungsgasse alternativlos.

Wir hoffen auf ein wohlwollendes Signal aus Potsdam,

so Oberbürgermeister Steffen Scheller.

Quelle: Verwaltung

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