Lehniner Sommermusiken 2026
„Perspektive Europa“
Im 51. Jahr der Lehniner Sommermusiken kommt Europa nach Lehnin, zugleich eröffnen sich mit dem Aufbau der Wegscheider-Orgel in der Klosterkirche faszinierende neue Klangräume. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen in der historischen Klosteranlage kulturelle Begegnungen und außergewöhnliche Musikkonzerte zu erleben.
Nach jahrelanger Vorbereitung wird mit dem Projekt „Polyverse“ eine Zusammenarbeit der jüdischen Gemeinde Athen, der katholischen Kathedrale in Aquileia, der Großen Moschee Rom und der Evangelischen Kirchengemeinde Lehnin am 5. Juli ihren klingenden Höhepunkt bei den Lehniner Sommermusiken finden. Ein Symposium widmet sich dem musikalischen Dialog der drei großen monotheistischen Religionen – der muslimischen, der jüdischen und der christlichen Tradition. Im anschließenden Konzert wird die deutsche Erstaufführung einer gemeinsamen Komposition der beteiligten Partner durch einen multinationalen, interkonfessionellen Chor in der Klosterkirche erklingen. Bereits am Vormittag findet mit einem Gottesdienst, in dem erstmalig die Wegscheider-Orgel liturgisch erklingt, die feierliche Eröffnung der diesjährigen Lehniner Sommermusiken statt.
Denn rechtzeitig zum Start der Sommermusiken kann außerdem ein kleines Wunder verkündet werden: Die St. Marien-Klosterkirche in Lehnin erhält eine Orgel des weltweit renommierten Dresdner Orgelbauers Kristian Wegscheider. Am 3. Juli erfolgt die Inauguration des besonderen Instruments, mit dem die Kirche eine neue kulturelle Strahlkraft weit über die Region hinaus gewinnt. Die Andacht hält Bischof Dr. Christian Stäblein; Gerhard Oppelt, musikalischer Leiter der Lehniner Sommermusiken, bringt die Wegscheider-Orgel erstmalig in einem Konzert um 17 Uhr zum Klingen. Ein vielseitiges Programm begleitet diesen Tag für die Orgel mit Gesprächen, Klosterführungen, Buffet und Getränken sowie einer Fotoausstellung und einer Dokumentarfilm-Premiere über den Aufbau der Orgel. Ein illuminiertes Nachtkonzert um 22 Uhr sorgt mit Messiaens „La Nativité du Seigneur“ für einen atmosphärisch-meditativen Abschluss.
Eine Reihe von Orgel-Matineen stellt während der gesamten Saison die klangliche Vielfalt und Ausdruckskraft des neuen Instruments vor. Die Orgelmusik wird künftig ein prägendes Element sowohl der St. Marien-Klosterkirche als auch der Lehniner Sommermusiken sein.
Bis in den September hinein erwartet das Publikum zudem ein abwechslungsreiches Programm mit Konzerten in solistischer, kammermusikalischer und sinfonischer Besetzung, darunter das Wandelkonzert „Paradiesgarten“ am 29. August, bei dem auf dem Klostergelände historische Räume klingend geöffnet werden. Ein besonderer Schwerpunkt der Lehniner Sommermusiken bleibt auch 2026 die Förderung junger Musikerinnen und Musiker sowie neuer musikalischer Akzente. So sind im Juli unter anderem ein Auftritt des Ensembles Continuum geplant sowie das Bach-Kantaten-Projekt des in Lehnin gegründeten Ensembles Jeune Esprit. Die Moderation für das Konzert am 11.07.26 übernimmt rbb-Moderator Bernhard Schrammek. Beendet werden die Lehniner Sommermusiken mit der Aufführung der „Marienvesper“ von Claudio Monteverdi am 26.09.2026 in der Klosterkirche – ein groß angelegtes Konzert mit Chor, Orchester und renommierten Solistinnen und Solisten.
Tickets & Informationen: Eintritt 20 € (nummerierte Plätze, vorderer Bereich) / erm. 15 €, alle anderen: 15 € (Mitte + hinten) / erm. 12 € | Jugendliche (15-18 J.) 5 € / Kinder frei. Kartenvorverkauf empfohlen unter Tel.-Nr. 0 30 – 80 90 80 70. Die Tageskasse öffnet eine Stunde vor Konzertbeginn. Aktuelle Informationen unter: www.klosterkirche-lehnin.de/ musik-in-der-klosterkirche, Veranstalter/Ort: Evangelische Kloster- und Waldkirchengemeinde Lehnin. Klosterkirche Lehnin, Klosterkirchplatz 20, 14797 Kloster Lehnin, musik@klosterkirche-lehnin.de, Künstlerische Leitung: Gerhard Oppelt.
Der Eintritt für die Veranstaltungen am 3. und 5.Juli, 16.7. sowie zu Gottesdiensten und Orgelmatineen ist frei!
LEHNINER SOMMERMUSIKEN
27.06.2026 bis 26.09.2026
PROGRAMM
ORGELMATINEEN
Sonntag, jeweils 12 Uhr, Klosterkirche Lehnin, Eintritt frei!
mit Gerhard Oppelt und Gästen
12.07.| 19.07.| 26.07.|02.08.|09.08.|16.08.|23.08.|30.08.|06.09.|13.09.|20.09.2026
Nach einem halben Jahrhundert provisorischer Lösungen verfügt die St. Marien-Klosterkirche in Lehnin seit diesem Jahr über eine hochwertige Orgel des renommierten Orgelbauers Kristian Wegscheider. Die Orgelmusik soll künftig ein prägendes Element sowohl der St. Marien-Klosterkirche als auch der Lehniner Sommermusiken sein. Aus diesem Anlass laden die Sommermusiken von Mitte Juli bis Ende September an jedem Sonntag zur musikalischen Matinee ein: Im Anschluss an den Gottesdienst bringen Gerhard Oppelt sowie wechselnde Gastorganistinnen und -organisten ausgewählte Orgel-werke an der neuen Wegscheider-Orgel zum Klingen. Der Eintritt ist frei, Beginn ist jeweils um 12 Uhr.
VOR-KONZERT
Sonnabend, 27.06.2026, 16.00 Uhr, Klosterkirche Lehnin
„Die Primaner“ – Jugendchor des Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums Berlin
Chorkonzert mit Werken von Johann Christoph Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Fanny Hensel, Orlando di Lasso, Tadeja Vulc, Mia Makaroff, Niels-Petta Ankarblom
Leitung: Juliane Roever
Die Primaner sind ein gemischter Jugendchor des musikbetonten Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums in Berlin mit rund 65 Sängerinnen und Sängern der Klassenstufen 9 bis 12. Der Chor ist Teil der musikalischen Ausbildung, die ab der 5. Klasse beginnt und durch intensive Ensemblearbeit sowie regelmäßige Stimmbildung geprägt ist.
Das Repertoire reicht von Werken Giovanni Gabrielis und Johann Sebastian Bachs zu Chormusik der Romantik bis ins 20. und 21. Jahrhundert. Zudem wirken die Primaner regelmäßig an großen oratorischen Aufführungen mit, zuletzt bei Carl Orffs Carmina Burana.
Konzertreisen und Wettbewerbe führten den Chor unter anderem nach Italien, Israel, Korea und in die USA. 2024 gewannen die Primaner Gold beim International Young Bohemia Festival in Prag. 2025 wurden sie zum 36. Jugendchorfestival nach Celje (Slowenien) eingeladen. Im selben Jahr übernahm Juliane Roever die Chorleitung von Gründer Jan Olberg.
Freitag, 03.07.2026, 17.00 Uhr, Klosterkirche Lehnin
Inauguration der neuen Wegscheider-Orgel
Werke von Johann Sebastian Bach, Dietrich Buxtehude, Juan Cabanilles, Giralomo Frescobaldi, Nicolas de Grigny, Olivier Messiaen
mit Gerhard Oppelt
Die Wegscheider-Orgel aus Köln findet in der St. Marien-Klosterkirche eine neue Heimat und wird mit einem Festakt, Konzerten und einer Filmpremiere feierlich in Dienst gestellt. Mit diesem außergewöhnlichen Instrument gewinnt die Klosterkirche eine neue kulturelle Strahlkraft weit über die Region hinaus. Die von dem international renommierten Dresdner Orgelbauer Kristian Wegscheider geschaffene Orgel steht für höchste handwerkliche und klangästhetische Qualität und macht Lehnin künftig zu einem Ort von besonderer Bedeutung für Musikliebhaber, Organisten und Konzertbesucher.
Zahlreiche große und kleine Spender, offizielle Partner wie das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, die Kommune Lehnin sowie verschiedene Stiftungen und Privatpersonen unterstützten dieses ambitionierte Projekt finanziell und mit außerordentlichem Engagement. Für Erwerb, Transport und Aufbau des Instruments müssen rund 400.000 Euro aufgebracht werden. Unterstützung erhält das Projekt zudem von prominenten Musikern wie Christian Thielemann (Staatsoper Berlin) und Ton Koopman (Amsterdam Baroque Orchestra), die die besondere kulturelle Bedeutung dieses Vorhabens hervorheben.
Der Nachmittag der Inauguration beginnt mit Grußworten und der feierlichen Enthüllung des Instruments. Die Andacht hält Bischof Dr. Christian Stäblein, der zugleich die Gäste des interreligiösen Projekts „Polyverse“ begrüßt, das am darauffolgenden Sonntag in Lehnin seinen Höhepunkt findet. Im Anschluss erklingt die Orgel, die Christian Wegscheider eigenhändig in Lehnin aufbaute, erstmals in ihrer gesamten klanglichen Vielfalt. Gerhard Oppelt spannt in einer etwa 70-minütigen musikalischen Reise einen weiten Bogen durch unterschiedliche Klangwelten und europäische Orgeltraditionen – von frühbarocker bis zu zeitgenössischer Orgelmusik. Dabei wird erlebbar, welches außergewöhnliche Ausdrucksspektrum und welche klangliche Tiefe dieses Instrument besitzt.
Nach dem Konzert sind die Gäste herzlich eingeladen, auf dem Klostergelände zu verweilen – bei Gesprächen, Klosterführungen, einem Buffet und Getränkeangebot sowie einer Fotoausstellung und der Premiere eines Dokumentarfilms über den Aufbau der Orgel und die Entstehung dieses besonderen Projekts.
Den Ausklang des Tages bildet ein stimmungsvolles Nachtkonzert mit atmosphärischer Lichtinstallation. Gerhard Oppelt interpretiert eines der bedeutendsten Werke der Orgelmusik des 20. Jahrhunderts: Olivier Messiaens „La Nativité du Seigneur“ („Die Geburt des Herrn“). Die expressive Klangsprache Messiaens entfaltet in der besonderen Akustik der Klosterkirche eine eindringliche Wirkung und verspricht ein intensives Hörerlebnis zwischen Meditation, musikalischer Vision und den faszinierenden neuen Klangdimensionen der Wegscheider-Orgel.
22.00 Uhr – 23.00 Uhr, Klosterkirche Lehnin
NACHTKONZERT
Olivier Messiaen
La Nativité du Seigneur
Neun Meditationen für Orgel „Die Geburt des Herrn“
Lichtdesign von Leonard Albach
mit Gerhard Oppelt an der Wegscheider-Orgel
DER EINTRITT FÜR ALLE VERANSTALTUNGEN AN DIESEM TAG IST FREI! SPENDEN FÜR DAS ORGELPROJEKT SIND WEITERHIN WILLKOMMEN UND KÖNNEN VOR ORT ODER UNTER https://www.klosterkirche-lehnin.de/eine-wegscheider-orgel-fuer-die-klosterkirche-lehnin-spendensammlung/ GETÄTIGT WERDEN.
OFFIZIELLE ERÖFFNUNG LEHNINER SOMMERMUSIKEN
Sonntag, 05.07.2026, 10.30 Uhr, musikalischer Gottesdienst, Klosterkirche Lehnin
Sonntag, 05.07.2026, 14 Uhr, Kirchenkreiszentrum Lehnin, Goethestraße 14
Polyverse – Symposium „Kann man interreligiös singen und musizieren?“
mit Christoph Markschies und Wolfgang Benz, Moderation: Dorothea Gauland
Im 51. Jahr der Lehniner Sommermusiken kommt Europa nach Lehnin. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen am 5. Juli 2026 in der historischen Klosteranlage kulturelle Begegnungen und außergewöhnliche Musikkonzerte zu erleben. Nach jahrelanger Vorbereitung wird mit dem Projekt „Polyverse“ eine Zusammenarbeit der jüdischen Gemeinde Athen, der katholischen Kathedrale in Aquileia, der Großen Moschee Rom und der Evangelischen Kirchengemeinde Lehnin ihren klingenden Höhepunkt in Lehnin finden – ein besonderes Ereignis, das das kirchliche Selbstverständnis und die Arbeit der Evangelischen Kloster- und Waldkirchengemeinde Lehnin auf eindrückliche Weise zeigt.
Ein festlicher musikalischer Gottesdienst eröffnet am Vormittag die Lehniner Sommermusiken ganz offiziell für die diesjährige Saison. Erstmalig wird die Wegscheider-Orgel im Gottesdienst erklingen und außerdem Landeskirchenmusikdirektor Gunter Kennel in sein Amt als Titularorganist eingeführt. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, vierstimmige Choräle zusammen mit der Lehniner Kantorei unter der Leitung von Gerhard Oppelt zu singen.
Um 14 Uhr findet im Kirchenkreiszentrum Lehnin ein Symposium zum Thema „Kann man interreligiös singen und musizieren?“ statt. Im Mittelpunkt steht der musikalische Dialog der drei großen monotheistischen Religionen – Judentum, Christentum und Islam – sowie die Frage, wie gemeinsames Musizieren Brücken zwischen religiösen Traditionen schlagen kann. Diskutiert werden sowohl historische Bezüge als auch aktuelle Perspektiven interreligiöser Zusammenarbeit in der Musikpraxis. Das Podium ist mit dem Theologen, Kirchenhistoriker und Präsident der Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Christoph Markschies, sowie mit dem Historiker und Antisemitismusforscher Prof. Dr. Wolfgang Benz prominent besetzt. Die Moderation übernimmt die Landespfarrerin für den interreligiösen Dialog Dorothea Gauland.
Den Abschluss des Tages und des gesamten Projekts bildet um 16 Uhr ein Konzert in der Klosterkirche Lehnin mit der deutschen Erstaufführung der gemeinsamen Auftragskomposition „Polyverse Echoes“. Das Werk wird von dem im Rahmen des Projekts entstandenen multinationalen Chor zur Aufführung gebracht und spiegelt den interkulturellen und interreligiösen Geist des Projekts wider: von sakraler in der katholischen Tradition verwurzelter Musik, über traditionelle sephardische Chorlieder und Psalmen bis hin zu den zeitlosen Kompositionen Bachs, die im Zentrum der protestantischen Tradition stehen. „Polyverse Echoes“, gemeinsam komponiert von Maria Beatrice Orlando, Sakis Negrin und Aaron Dan, vermittelt die musikalische Vielfalt religiöser Traditionen und macht zugleich das Zusammenwirken der verschiedenen Partnerinnen und Partner des Projekts erlebbar.
Gefördert von der Europäischen Kommission
Sonntag, 05.07.2026, 16 Uhr, Klosterkirche Lehnin
„Polyverse Echoes“ – Deutsche Uraufführung der interreligiösen Auftragskomposition von Sakis Negrin, Maria Beatrice Orlando und Aaron Dan. Geistliche Werke aus Italien, Griechenland und Deutschland mit dem Polyverse Choir – interreligiöser europäischer Chor
DER EINTRITT FÜR ALLE VERANSTALTUNGEN AN DIESEM TAG IST FREI!
Sonnabend, 11.07.2026, 16 Uhr, Klosterkirche Lehnin
Bach-Kanal live: Ich will den Kreuzstab gerne tragen
mit Marie Luise Werneburg | Susanne Langner | Jan Hofstetter |Felix Schwandtke
und Jeune Esprit, Cantores minores Berlin, Leitung: Gerhard Oppelt
Moderation: Bernhard Schrammek
Johann Sebastian Bach, BWV 56 „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“, BWV 198 „Laß, Fürstin, laß noch einen Strahl“, G. Ph. Telemann, TVWV 4:17 „Du aber, Daniel, gehe hin“
Bernhard Schrammek betrachtet humorvoll und musikwissenschaftlich fundiert zusammen mit den jugendlichen Mitwirkenden die Kantate „Laß, Fürstin, laß noch einen Strahl“, die J. S. Bach als Trauermusik zum Tod von Kurfürstin Christiane Eberhardine, der Frau von August dem Starken, im Auftrag der Stadt Leipzig komponierte.
Außerdem erklingen mit dem Bass Felix Schwandtke die Kantate „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“ und von Bachs Freund, G. P. Telemann die Kantate „Du aber, Daniel, gehe hin.“
Sonntag, 12.07.2026, 10.30 Uhr, Bach-Kantaten-Gottesdienst, Klosterkirche Lehnin
Mit Felix Schwandtk (Bass), Jeune Esprit und Cantores Minores Berlin, Leitung: Gerhard Oppelt
Johann Sebastian Bach, BWV 56 „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“
Anschließend: 12.00 Uhr, Orgelmatinee – Gerhard Oppelt
Im festlichen Rahmen des Gottesdienstes erklingt geistliche Musik von Johann Sebastian Bach und verbindet auf besondere Weise Wort und Klang. Die Kantaten entfalten ihre spirituelle Tiefe im liturgischen Kontext und laden zum Hören, Innehalten und Mitfeiern ein.
Anschließend findet eine Orgelmatinee an der neuen Wegscheider-Orgel statt mit Gerhard Oppelt.
Donnerstag, 16.07.2026, 19.30 Uhr, Klosterkirche Lehnin, EINTRITT FREI!
Potsdamer Orchesterwoche
Sinfonische Werke von Florence Beatrice Price, Charles Villiers Stanford und Antonin Leopold Dvorak
Leitung: Matthias Salge
Das diesjährige Programm der Potsdamer Orchesterwoche steht unter dem (frei ausgelegten) Motto Amerika: den Schwerpunkt bildet die 1893 entstandene Sinfonie Nr.9 e-Moll op.95 „Aus der neuen Welt“ von Antonín Dvořák. Davor erklingen die Konzert-Ouvertüre Nr. 2 von Florence Beatrice Price, ein Stück, in dem die Komponistin Spirituals verarbeitet, sowie die Irische Rhapsodie Nr.1 op.78 des anglo-irischen Komponisten Charles Villiers Stanford. Jedes Stück setzt sich auf seine Weise mit Volksmusik auseinander.
Die Potsdamer Orchesterwoche ist eine Vereinigung von Laienmusikern aus ganz Deutschland und dem Ausland. Während der jährlich stattfindenden Probenwoche im Evangelischen Gymnasium Potsdam-Hermannswerder werden unter der fachkundigen Leitung von Matthias Salge anspruchsvolle symphonische Werke erarbeitet und unmittelbar im Anschluss daran in Potsdam und Umgebung aufgeführt.
Sonnabend, 18.07.2026, 16 Uhr, Klosterkirche Lehnin
Sonaten von Johann Sebastian Bach – Zwischen Paris, Leipzig und Berlin
Irene Klein, Viola da Gamba
Elina Albach, Cembalo und Orgel
Die beiden vielfach ausgezeichneten Virtuosinnen werden ein Fest für Viola da Gamba und Cembalo mit einem französisch-deutschen Programm bereiten: Mit Werken von Marin Marais, Antoine Forqueray, Johann Sebastian Bach und Carl Friedrich Abel führt das Konzert von den kunstvollen höfischen Traditionen des französischen Barock über die kontrapunktische Tiefe Johann Sebastian Bachs bis an den Berliner Hof Friedrichs des Großen, an dem Carl Friedrich Abel als Gambenvirtuose wirkte. Viola da gamba und Cembalo erleben dabei ihre große Vielfalt – als gesanglich, empfindsam und zugleich virtuos brillante Instrumente.
Irene Klein (Viola da Gamba) und Elina Albach (Cembalo, Orgel) widmen sich mit diesem Repertoire in historischer Aufführungspraxis dem lebendigen Dialog zwischen Saiten- und Tasteninstrument, voll feiner Klangfarben, rhetorischer Nuancen und musikalischer Kontraste.
Sonnabend, 25.07.2026, 21 Uhr, Klosterkirche Lehnin
Purcell – Träume im Sommer
Ensemble Continuum
Leitung: Elina Albach
Alt und neu im nächtlichen Reigen: Im Nachtkonzert treffen Henry Purcells berührende Arien und Duette auf moderne Musik. Unter dem Titel «Träume im Sommer» entfaltet das Ensemble Continuum die poetische Klangwelt des englischen Barock. Mit feiner Musikalität und ausdrucksstarker Gestaltung lässt das Ensemble Purcells Werke in der besonderen Atmosphäre der nächtlichen Klosterkirche lebendig werden.
Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Elina Albach, die mit feinem Gespür für Stil und Ausdruck durch das Programm führt.
Sonntag, 09.08.2026, 16 Uhr, Klosterkirche Lehnin
Cor Europae – Tiburtina Frauenvokalensemble Prag
Gregorianik und frühe Polyphonie aus der Prager Kathedrale
Leitung: Barbora Kabátková
Das Ensemble Tiburtina widmet sich der Interpretation des gregorianischen Chorals und der frühen Mehrstimmigkeit im mittelalterlichen Prag. Die künstlerische Leitung hat die Sängerin und Musikologin Barbora Kabátková. In kurzer Zeit erarbeitete sich das Ensemble einen hervorragenden Ruf auf dem Gebiet der Interpretation der mittelalterlichen Musik und gehört zu den international erfolgreichen Spitzenensembles in diesem Bereich.
In den Konzerten ist sowohl ein von liturgischen mittelalterlichen Quellen ausgehendes vokales Repertoire zu erleben, als auch ein vokal-instrumentales Repertoire, das mittelalterliche geistliche und profane Musik vorstellt.
Eine Kooperation mit Kulturfeste im Land Brandenburg e.V.
Sonnabend, 15.08.2026, 16 Uhr, Klosterkirche Lehnin
Orgelkonzert, Marianische Reflexionen
Gesprächskonzert mit Werken von Buxtehude, Bach, Rheinberger und Kennel
Landeskirchenmusikdirektor Gunter Kennel spielt die Wegscheider-Orgel
Zum Feiertag Mariä Himmelfahrt am 15. August, dem Fest der Namenspatronin der Klosterkirche, erklingt ein Konzert mit Stücken, die die Marienthematik aus evangelischer Sicht beleuchten. Im Mittelpunkt steht dabei der Lobgesang Mariens, das Magnificat, in verschiedenen Vertonungen von Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach und Josef Gabriel Rheinberger.
Die Werke bilden den musikalischen Rahmen des Programms, das zugleich das zweite Jahresthema aufgreift: das Gedenken an den 350. Todestag des Liederdichters Paul Gerhardt. Seine Lieder erklingen in verschiedenen Vertonungen aus der Feder des Konzert-Organisten. Zum einen handelt es sich um seine Paul-Gerhardt-Suite und zum anderen um Variationen des Sommerlieds „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“.
Ein Nachmittag zum Hören, Verstehen und Innehalten – ein besonderes Gesprächskonzert rund um die neue Wegscheider-Orgel.
Sonnabend, 29.08.2026, 15 – ca. 21 Uhr, Klostergelände Lehnin: Klosterkirche, Kreuzgang, Gärten und verborgene Winkel
„Paradiesgarten“ – Ein Wandelkonzert lässt neue Orte entdecken
Musik für Gesang, Blockflöte, Violine, Viola da Gamba, Laute und Cembalo
mit Werken von Purcell, Rameau, Dowland u.a.
mit Jeune Esprit und Emma Luise Erchinger|Sopran
Das Wandelkonzert „Paradiesgarten“ führt das Publikum über das Gelände des Klosters Lehnin und eröffnet dabei neue, klanglich wie räumlich überraschende Perspektiven. Das in Lehnin gegründete Ensemble «Jeune Esprit» gestaltet diesen Tag mit lebendiger Musizierfreude und stilistischer Vielfalt und lädt zum Verweilen und Genießen ein. Gemeinsam mit den Musiker:innen werden unterschiedliche Orte entdeckt und neu erlebt. Zwischen Kreuzgang und Gärten, Schlosskeller und Kornspeicher sowie anderen verborgenen Winkeln entfaltet sich ein farbenreiches Programm in einer Besetzung aus Gesang, Blockflöte, Geige, Viola da gamba, Laute und Cembalo. Zur Aufführung kommen Werke u. a. von Henry Purcell, Jean-Philippe Rameau und John Dowland.
Sonnabend, 05.09.2026, 16.00 Uhr, Klosterkirche Lehnin
Trance & Rhythm – Cello meets Vibraphone
Werke von Ciconia, Ortiz, Bach, Vivaldi, Satie, Ligeti, Ellington, Gillespie, Jobim
Oli Bott, Percussion | Anna Carewe, Violoncello
Anna Carewe und Oli Bott spielen Musik ohne Grenzen: Ernste Musik, Unterhaltende Musik, Alte Musik, Neue Musik, Kompositionen & Improvisationen. Sie lassen die Grenzen zwischen den Genres und Epochen verschwinden und verführen das Publikum, neue Klänge zu genießen und bekannte Klänge neu zu erfahren. Präsentiert werden Lieder, Tänze und Werke von Klassik bis Jazz, von vom 14. bis zum 21. Jahrhundert.
Das Duo spielte schon auf Festivals wie Beethovenfest Bonn und Musikfest Stuttgart und in Konzerthäusern wie Philharmonie Berlin und Concertgebouw Amsterdam.
2019 veröffentlichten sie Ihre erste CD „Timescapes“ bei GLM Music und 2024 die aktuelle CD „Trance & Rhythm“ bei Hänssler Classic.
Anna Carewe studierte an der Royal Academy of Music in London und wurde in Berlin maßgeblich von Wolfgang Boettcher geprägt. Als langjährige Solocellistin des Kammerakademie Potsdam entwickelte sie ihre Leidenschaft für Alte Musik und gründete das Manon Quartett Berlin.
Oli Bott studierte am Berklee College of Music in Boston u. a. bei Gary Burton. Der vielfach ausgezeichnete Vibraphonist und Komponist lebt in Berlin und konzertiert europaweit.
„So klingt das, wenn man Bach auf Vibraphon und Cello spielt, wunderbar leicht und schwebend, so als hätte der Meister selbst beim Komponieren genau diese beiden Instrumente im Sinn gehabt, eine absolute Empfehlung!“ DLF Kultur
Sonnabend, 19.09.2026, 16.00 Uhr, Klosterkirche Lehnin
Das Narrenschiff – nach Sebastian Brandt, Basel, 1494
Nach der spätmittelalterlichen Moralsatire von Sebastian Brandt, Basel 1494 / Musik von Josquin des Pres, A. Willaert, Heinrich Isaac, Clément Janequin, John Dowland u.a.
Bernadette Beckermann, Stimme
Laura Robles, Percussion, E-Bass
Dulzianconsort Berlin «Double Reed Tales»:
Elisabeth Kaufhold, Nora Hansen, Monika Fischaleck, Claudius Kamp & Adrian Rovatkay, Barockfagott
Das Narrenschiff von Sebastian Brant, veröffentlicht in Basel 1494, wurde in fünf Sprachen übersetzt und war eines der berühmtesten Bücher der Renaissance. In 115 Kapiteln werden Menschen durch den Kakao gezogen, die sich dumm anstellen oder aus der Norm fallen, die peinlich sind, unhöflich, gierig, grausam, neidisch, vergnügungssüchtig, selbstlos, weichherzig, eitel, faul und vieles mehr.
Im Konzert wird die Frage aufgeworfen, was der Jahrhunderte alte Spiegel, den das „Narrenschiff“ in der Krisenzeit des 15. Jahrhunderts den Menschen vorgehalten hat, in unserer Zeit reflektiert. Betrachten wir das Narrenschiff im Blick zurück wie durch ein Fernrohr? Oder sind wir gar selbst Passagiere?
Das Ensemble „Double Reed Tales Dulzianconsort Berlin“ wird an diesem außergewöhnlichen Konzertabend verstärkt durch die Percussionistin Laura Robles sowie durch die Sängerin Bernadette Beckermann, die als Protagonistin des Abends die historischen Texte sängerisch und darstellerisch verkörpert. Mit Musik von Josquin des Prez, Adrian Willaert, Heinrich Isaac, Clément Janequin, John Dowland u. a. entsteht ein vielschichtiges Programm zwischen Renaissance und Gegenwart – ein komödiantischer Abend der unangenehmen Wahrheiten, der nicht mit dem moralischen Zeigefinger, sondern mit schwungvollen und unterhaltsamen Melodien daherkommt, die in dieser Zeit sehr vielen Menschen bekannt waren.
ABSCHLUSSKONZERT DER 51. LEHNINER SOMMERMUSIKEN
Sonnabend, 26.09.2026, 16.00 Uhr, Klosterkirche Lehnin
Claudio Monteverdi: Marienvesper
Magdalena Podkoscielna|Emma Luise Erchinger|Bernadette Beckermann|Tobias Hunger|Jan Hofstetter |Heie Erchinger| Felix Schwandtke
Cantores minores|Berliner Figuralchor|Lehniner Kantorei|Berlin Baroque
Leitung: Gerhard Oppelt
Die Aufführung bringen die Lehniner Kantorei, der Berliner Figuralchor und das Ensemble Berlin Baroque gemeinsam auf die Bühne. Unter der Leitung von Gerhard Oppelt entfaltet die Musik ihre ganze Pracht: strahlende Chöre, virtuose Solisten und eine ausdrucksstarke Instrumentalbegleitung vereinen sich zu einem beeindruckenden Fest der Marienverehrung.
Ds Konzert bietet ein intensives Hörerlebnis, das die Schönheit und Dramatik der Monteverdischen Vespermusik lebendig werden lässt. Ein besonderes Ereignis für Liebhaber barocker Kirchenmusik und alle, die außergewöhnliche Klangwelten genießen möchten.
AUSBLICK
Sonntag, 11.10.2026, 12 Uhr, Klosterkirche
Orgelkonzert an der neuen Wegscheider-Orgel, Gerhard Oppelt
Sonntag, 29.11.2026, 16 Uhr, Klosterkirche
Adventsliedersingen zum Abschluss des Adventsmarkts
Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen mitzusingen
Sonntag, 20.12.2026, 12 Uhr, J. S. Bach: Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 & 3
mit Solisten | Lehniner Kantorei |Berlin Baroque und Gästen, Leitung: Gerhard Oppelt
Heiligabend, 24.12.2026, 22 Uhr
Orgelkonzert, Olivier Messiaen, La Nativité du Seigneur –
Die Geburt des Herrn – Neun Meditationen für Orgel | Gerhard Oppelt, Orgel
Silvester, 31.12.2026, 16 – 17 Uhr
Feuerwerk für Orgel
An der Wegscheider-Orgel: Gerhard Oppelt