Lesung in der Fouqué-Bibliothek erinnert an Bücherverbrennung


Harald Arnold liest im Gedenken an die Bücherverbrennung © Brandenburger Theater

Die Fouqué-Bibliothek und ihr Förderverein lädt am Montag, 27. Juli 2026, um 16:00 Uhr zu einer Lesung mit Harald Arnold ein. Im Gedenken an die Bücherverbrennung in Brandenburg an der Havel vor 93 Jahren liest er aus der expressionistischen Erzählung „Tubutsch“ von Albert Ehrenstein.

Die 1911 erschienene Erzählung zählt zu den wichtigen Werken des literarischen Expressionismus. Sie schildert den einsamen Karl Tubutsch, der durch Wien streift und mit skurrilen Einfällen der Gleichgültigkeit seiner Umwelt zu entkommen versucht.

Albert Ehrenstein war jüdischer Schriftsteller und entschiedener Kriegsgegner. Seine Werke wurden von den Nationalsozialisten verfemt und 1933 im Zuge der Bücherverbrennungen öffentlich vernichtet.

Auch Brandenburg an der Havel war damals Schauplatz dieser Verbrechen. Am 27. Juli 1933 errichteten SA-Angehörige vor dem Musikpavillon im „Schweizer Garten“ einen Scheiterhaufen und verbrannten hunderte Bücher und Schriften. Die Bücherverbrennungen waren Teil der Verfolgung jüdischer, pazifistischer und regimekritischer Autorinnen und Autoren.

Die Veranstaltung findet im Lesehof der Fouqué-Bibliothek, Altstädtischer Markt 8, statt.

Bei Regen wird sie in die Innenräume verlegt. Der Eintritt ist frei.

Quelle: Stadt Brandenburg 

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