Vom 14. bis 17. Mai 2026 findet an der Regattastrecke am Beetzsee in Brandenburg an der Havel der ICF Kanusprint- und Parakanu-Weltcup statt, bei der die Weltspitze antritt. Donnerstag laufen die Rennen von 9 bis 18 Uhr, Freitag von 9 bis 19 Uhr, Samstag von 9 bis 16 Uhr sowie Sonntag von 9 bis 17 Uhr.
Besonders spannend wird es aus deutscher Sicht in den Mannschaftsbooten: Im K2 und K4 der Herren sind die Boote aus Deutschland die amtierenden Olympiasieger – und treten in Brandenburg wieder in der identischen Besetzung (Rendschmidt/Lemke/Schopf/Liebscher-Lucz) wie bei den Spielen in Paris 2024 an.
Auch die Kajak-Damen haben gute Chancen auf Edelmetall in den Mannschaftsbooten. Neben den erfahrenen Athletinnen angeführt von Paulina Paszek und Pauline Jagsch sind mit Nele Reinwardt und Caroline Heuser zwei junge Athletinnen dabei, die gleich im ersten Jahr im Damen-Bereich den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft haben.
Im Canadier-Bereich sind mit Hedi Kliemke, Maike Jakob und Charlotta Loske (alle KC Potsdam) gleich drei junge Brandenburgerinnen am Start. Bei den Canadier-Herren ist es dagegen die Erfahrung von Sportlern wie Nico Pickert und Conrad Scheibner, die Medaillen bringen soll. Erwartet werden insgesamt 841 Athletinnen und Athleten, davon 158 Parakanuten, aus 59 Nationen.
Samstag von 11:30 bis 12:30 Uhr wird es auch ein Special Olympics-Rennen geben mit Sportlern mit geistiger und mehrfacher Behinderung.
Laut Oberbürgermeister Daniel Keip finden auf der traditionsreichen Regattastrecke seit Jahrzehnten nationale und internationale Meisterschaften statt.
„Aufgrund der Qualität der Sportstätte ist diese auch im Berliner Konzept um die Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland für den Kanu- und Rudersport berücksichtigt.“
Er dankt dem ehrenamtlichen Organisationsteam sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern des Weltcups. Den Sportlerinnen und Sportlern wünscht er faire und erfolgreiche Rennen.
Der Vorsitzende des Regattateams, Uwe Steinhäuser, betont die Bedeutung der Veranstaltung für die internationale Wahrnehmung des Standorts. Der Weltcup sei eine von drei Veranstaltungen, bei denen Athletinnen und Athleten wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation 2028 sammeln können. Für einen reibungslosen Ablauf der vier Weltcup-Tage seien 120 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz.
Für Dajana Pefestorff, Präsidentin des Deutschen Kanu-Verbandes und gebürtige Brandenburgerin, ist der Weltcup am Beetzsee ein besonderes Highlight – sie versteht die Veranstaltung als klares Signal für den Standort Deutschland im Kanu-Spitzensport. Der Weltcup unterstreicht die internationale Bedeutung Deutschlands im Kanurenn- und Parakanusport sowie die große Verbundenheit mit der traditionellen Wettkampfstätte, an der neben Kanusprint und Parakanu regelmäßig auch hochklassige Wettbewerbe im Kanupolo, Drachenboot und Stand-Up-Paddling stattfinden. Besonders hebt sie den inklusiven Charakter des Weltcups hervor:
„Mitte Mai werden Athletinnen und Athleten mit und ohne körperliche oder geistige Beeinträchtigungen auf den neun Bahnen an den Start gehen. Dieser Ansatz war von Beginn an ein zentrales Element der Planungen,“
so Pefestorff. Sie dankt allen, die diese Veranstaltung möglich machen: der Stadt Brandenburg an der Havel und vor allem dem Regattateam Brandenburg Beetzsee, das seit Monaten diese Veranstaltung ehrenamtlich vorbereitet.
Ausrichter des Weltcups ist der Deutsche Kanu-Verband in Zusammenarbeit mit dem Regattateam Brandenburg Beetzsee e.V. Schirmherr ist Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke.
Parkplätze an der Regattastrecke werden über ein Leitsystem ausgewiesen. Mehr Infos zur Veranstaltung.
Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / René Paul-Peters