
Um den Schlaf gebracht am Tschirchdamm
Um den Schlaf gebracht am Tschirchdamm pixabay Dienstag, 16.06.2026, 23:42 Uhr und 01:30 Uhr Um die nächtliche Ruhe gebracht wurde ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses, weil
Die Stadt Brandenburg an der Havel und der Tierschutzverein Brandenburg an der Havel e.V. haben sich darauf verständigt, den bestehenden Fundtiervertrag – genauer: Vertrag zur „Aufnahme, artgerechten Unterbringung, Haltung und Vermittlung von Fundtieren und sichergestellten Tieren“ – zu kündigen. Die Kündigung wurde am heutigen Tage durch die Stadt Brandenburg an der Havel ausgesprochen.
Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass der Vertrag nicht auskömmlich ist und eine notwendige Anpassung auf anderem Wege nicht rechtssicher umgesetzt werden kann. Die nun erfolgte Kündigung schafft die Voraussetzung, die Leistungen zur Unterbringung und Versorgung von Fund- und Verwahrtieren der Stadt Brandenburg an der Havel neu auszuschreiben und künftig eine tragfähige, den tatsächlichen Anforderungen entsprechende Finanzierung sicherzustellen.
Das Ziel der Stadtverwaltung und der Stadtpolitik war und ist es stets, die wichtige Arbeit des Tierschutzvereins, des Tierheims sowie der zahlreichen Ehrenamtlichen angemessen zu würdigen. Dazu gehört ausdrücklich auch eine Finanzierung, die gewährleistet, dass Tiere wirkungsvoll, zuverlässig und unter guten Bedingungen versorgt werden können.
Oberbürgermeister Daniel Keip erklärt:
„Die Entscheidung zur Kündigung ist uns nicht leichtgefallen. Sie ist jedoch notwendig, um eine rechtssichere und gleichzeitig auskömmliche Grundlage für die Zukunft zu schaffen. Unser ausdrückliches Ziel ist es, die wichtige Arbeit im Tierheim nachhaltig zu sichern und die Leistungen so zu vergüten, wie sie es verdienen.“
Auch die Vereinsvorsitzende Edda Kaßau betont die gemeinsame Perspektive:
„Wir wissen, dass die Kündigung notwendig ist, um die Arbeit des Tierheims langfristig zu sichern. Uns ist wichtig, dass die Versorgung der Tiere auf einem stabilen Fundament steht und die Leistungen unserer Ehrenamtlichen anerkannt werden. Für uns im Tierheim steht das Wohl der Tiere immer an erster Stelle. Wenn die neuen Rahmenbedingungen dazu beitragen, unsere Arbeit noch besser und verlässlicher leisten zu können, ist das ein wichtiger Schritt.“
Die Stadt stellt ausdrücklich klar, dass dieser Weg aus vergaberechtlichen Gründen erforderlich ist und keinerlei Misstrauen gegenüber dem Tierschutzverein darstellt. Vielmehr wurde in den vergangenen Wochen intensiv gemeinsam daran gearbeitet, die Zusammenarbeit weiter zu verbessern und verloren gegangenes Vertrauen wieder aufzubauen.
Die bisherigen Fortschritte – darunter Verbesserungen bei der Unterbringung der Tiere, die neue Betriebserlaubnis für den Verein sowie Gespräche zur Liegenschaft in der Caasmannstraße – zeigen, dass sich beide Seiten auf einem konstruktiven Weg befinden. Auch der direkte Austausch zwischen dem Beigeordneten Thomas Barz, dem Oberbürgermeister und den Verantwortlichen des Vereins unterstreicht die gemeinsame Ausrichtung.
Die Stadt und der Tierschutzverein sind sich einig, diesen Weg im Sinne des Tierwohls, der im Tierheim untergebrachten Tiere sowie der vielen engagierten Ehrenamtlichen weiterzugehen.
Die Ausschreibung der Unterbringung von Fund- und Verwahrtieren soll zeitnah erfolgen. Ziel ist ein neuer Vertragsabschluss zum 1. Juli 2026.
Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt

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