Aktion für mehr Sicherheit von Kindern


Gruppenbild vor dem Elektro-Truck.

Viele haben so eine Situation schon erlebt: Sie sind auf der Straße unterwegs. Plötzlich rennt ein Kind hinter einem parkenden Auto hervor. Notbremsung. Besonders für die Fahrerinnen und Fahrer von großen Fahrzeugen wie Müllwagen oder Transportern oft brenzlig: Ihr Bremsweg ist länger, der tote Winkel größer, der Überblick schwieriger.

Deshalb werden der gemeinnützige Blicki e.V., die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) und das Nutzfahrzeugzentrum Mercedes-Benz Berlin-Brandenburg jetzt aktiv im Land Brandenburg. In diesem Jahr werden sie zusammen mehr als 1.000 Kinder an Grundschulen fit für den Straßenverkehr machen. Im Programm dabei sind aus Brandenburg an der Havel die Konrad-Sprengel-Schule, die Luckenberger Schule und die Gebrüder Grimm Grundschule.

Das Highlight des 6-wöchigen Verkehrs-Sicherheits-Programms „Blicki blickt’s“ war am Donnerstag der Schulworkshop für sechs Klassen der Gebrüder Grimm Grundschule. Mit Hörspiel, Quizkino und Bremsweg-Spielen. Die Kinder lernten dort spielerisch und altersgerecht mit Känguru-Maskottchen Blicki, das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Das Ziel: Unfälle reduzieren – insbesondere mit LKW und anderen großen Fahrzeugen. Denn für Kinder haben Unfälle mit großen Fahrzeugen besonders fatale Konsequenzen.

An mehreren Stationen lernen die Schülerinnen und Schüler, wie sie sicher und selbstbewusst an ihr Ziel kommen. Das Highlight: ein echter Elektro-LKW auf dem Schulhof. Jedes Kind kann sich selbst hinter das Steuer setzen und sehen, was die Fahrerin oder der Fahrer sieht. Oder besser gesagt: was sie nicht sehen können. Denn im toten Winkel kann eine komplette Klasse verschwinden.

Dirk Hendler, Geschäftsführer des Blicki e.V.:

In den Schulworkshops befähigen wir die Kinder, auch in komplexen Verkehrssituationen selbstständig und sicher unterwegs zu sein. Darüber hinaus vermitteln wir auch Blicki Superpower Rücksicht, Vorsicht und Weitsicht. Denn der Verkehr ist nicht nur Mobilitätsraum, er ist ein Spiegel unseres gesellschaftlichen Klimas. Aggression auf der Straße, ein rauerer Ton im öffentlichen Raum, das alles hängt zusammen. Genau hier setzen Blickis Superpower an. Denn wir wissen: Sicherheit im Straßenverkehr ist mehr ist als eine Frage von Technik und Infrastruktur. Hier kann jeder ein Vorbild sein und macht dadurch den Straßenverkehr und unsere Gesellschaft sicherer. Nur wenn wir das Thema Verkehrssicherheit 360 Grad denken – also im Schulterschluss mit exzellenter Technik und den drei SuperpowerRücksicht.Vorsicht.Weitsicht, sind wir gemeinsam sicher unterwegs.

Guido Sachs, MBS-Filialdirektor in Brandenburg an der Havel ergänzt:

Verkehrserziehung ist ein wichtiger Beitrag zur Unfallprävention. Wir möchten gemeinsam mit dem Blicki e.V. vorbeugen und den Kindern zeigen, worauf sie im Straßenverkehr achten müssen. Das führt auch dazu, dass Eltern und Lehrkräfte sensibilisiert werden. Ich freue mich deshalb sehr, dass die MBS in diesem Halbjahr nicht nur hier in der Havelstadt Blicki-Workshops fördert, sondern auch in weiteren Grundschulen in Potsdam-Mittelmark und Oberhavel.

René Rudelt vom Nutzfahrzeugzentrum Mercedes-Benz Berlin-Brandenburg sagt:

Keiner möchte in die Situation geraten einen Anruf zu bekommen, in dem es heißt „Eines Ihrer Fahrzeuge hatte einen Unfall mit einem Kind!“ Wir statten deshalb unsere Fahrzeuge mit hochmodernen technischen Hilfsmitteln aus. Um Unfälle aber wirklich nachhaltig zu reduzieren, ist es wichtig, auch die Kleinsten fit für den Straßenverkehr zu machen.

Brandenburgs Bildungs-Beigeordnete Alexandra Adel, die mit vor Ort war und auch Urkunden nach dem erfolgreichen Absolvieren des Kurses an die Kinder verteilte, dankt den Initiatoren dafür, dass solch ein tolles Projekt, was den Kindern auch sehr viel Spaß bereitet, kostenfrei angeboten wird.

Mehr Informationen zum Programm.

Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / René Paul-Peters

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