Vergangenheit erforschen – Geschichte verstehen - Veranstaltungen zur Erinnerungskultur in Brandenburg a.d.H.


Quelle: Gedenkstätte | Bearbeitung Collage- VHS

Vergangenheit erforschen – Geschichte verstehen
Veranstaltungen zur Erinnerungskultur in Brandenburg a.d.H.

Die Volkshochschule bietet gemeinsam mit den Gedenkstätten Brandenburg an der Havel – der Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie-Morde sowie der Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden – verschiedene, kostenfreie Angebote zur Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts an. Im Mittelpunkt stehen Fragen der eigenen Familiengeschichte in der NS-Zeit, Folgen politischer Gewalt und Repression sowie der Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953.

Die Veranstaltungsreihe zur Familiengeschichte mit Blick auf die NS-Zeit beginnt am Dienstag, den 17. Februar um 17 Uhr im Gotischen Haus Brandenburg mit einer Lesung von Veronica Frenzel aus ihrem Buch „In eurem Schatten beginnt mein Tag“. Ausgehend von der Rolle ihres Großvaters in der Waffen-SS reflektiert sie persönliche und gesellschaftliche Fragen von Schuld, Verantwortung und transgenerationaler Prägung.
Am Mittwoch, den 4. März um 17 Uhr folgt innerhalb dieser Reihe ein interaktiver Workshop mit Spieletesting zum digitalen Spiel „Meine Oma (88)“, das Familienerinnerungen und mögliche Verstrickungen in NS-Verbrechen thematisiert.
Ein weiterer Workshop zur eigenen Familiengeschichte findet am Mittwoch, den 25. März um 17 Uhr ebenfalls in der Gedenkstätte am Nicolaiplatz statt. Veronica Frenzel vermittelt Grundlagen der Archivarbeit und bietet Raum für Austausch über Verdrängung und generationsübergreifende „Gefühlserbschaften“.

Seit dem 27. Januar 2026 zeigt die Gedenkstätte Brandenburg in der St. Johanniskirche die Wanderausstellung „Auftakt des Terrors – Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“, ergänzt um einen eigenen Teil zum Konzentrationslager Brandenburg. Am 11., 14. und 24. März jeweils von 16-17 Uhr können sich Interessierte über die Volkshochschule zu einer offenen Führung mit den Ausstellungskurator*innen anmelden. Die Führung am 11. März findet im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwochen statt und beleuchtet das Schicksal der kommunistischen Stadtverordneten
Getrud Piter, die 1933 im KZ Brandenburg ermordet wurde.

Dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 ist ein Workshop mit Führung am Samstag, den 13. Juni von 10–13 Uhr in der Gedenkstätte Zuchthaus Görden gewidmet. Es wird gezeigt, welchen Einfluss der Volksaufstand auf das Gefängnis unmittelbar hatte. Anhand historischer Quellen wird außerdem die Biografie von Karl Heinz Pahling in den Blick genommen, der mit seiner Beteiligung am Aufstand zum Opfer der politischen Justiz wurde.

Anmeldungen unter www.vhs-brandenburg.de, telefonisch unter 03381 584310 oder per E-Mail an auskunft@vhs-brandenburg.de. Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich am besten direkt an die Gedenkstätte (03381-7935-113 | anmeldung-brb@stiftung-bg.de)

Direktlink: https://vhs.link/PysZJw

Quelle: Gedenkstätte | Bearbeitung Collage- VHS

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