Die Wredowbrücke wird für ihre Reststandzeit abgelastet und abgedichtet


Die Wredowbrücke.

Notwendige Bauarbeiten an Brücken bleiben in Brandenburg an der Havel ein großes Thema. Eine nächste Baustelle war bereits mit der Wredowbrücke angekündigt und wurde im jüngsten Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr behandelt. Dabei kamen Fragen auf, warum für die Abdichtung eine Vollsperrung notwendig sei und keine teilseitige Sperrung genüge. Als prompte Antwort hatte der für Bau zuständige Bürgermeister Michael Müller die Begründung parat, dass die Abdichtung auf der Straße nur in Gänze erfolgen könne.

Eine halbseitige Ausführung ist technisch äußerst aufwendig, da die Straße relativ schmal ist und unnötige Fugen entstehen. Weiterhin würde es die Bauzeit enorm verlängern. Eine kurzzeitige Vollsperrung der Straße stellt daher auch das mildere Mittel dar. Eine Gehwegseite soll immer offenbleiben, sodass Fußgänger und Radfahrer die Brücke nutzen können.

Tiefbauamtsleiter Christian Fuß ergänzt:

Die Wredowbrücke ist als spezielles Spannbeton-Fertigteil-Tragwerk ausgeführt. Im Gegensatz zur Schleusenbrücke sind der Zustand der Brücke noch befriedigend und die Belastung relativ gering. Auch haben Fertigteil-Elemente nicht das gleich große Risiko der Spannungsrisskorrosion wie Ortbeton-Bauwerke. Trotzdem ist es erforderlich, diese sensible Konstruktion durch einen Neubau zu ersetzen, nicht zuletzt, um die zukünftige Verkehrsbelastung durch etwaigen ÖPNV-Busverkehr mit Entstehen des Bildungscampus‘ aufzunehmen.

Bürgermeister Müller hierzu:

Jedenfalls sollen noch in 2026 nach erfolgtem Stadtverordneten-Beschluss die Planungen für den Brücken-Neubau begonnen und die Baukosten in den Haushalt eingestellt werden. Die Planungen werden ähnlich der Kanalbrücke sehr komplex aufgrund der angrenzenden Bebauung und des Baugrundes. Die Bauausführung erfolgt frühestens Ende 2029, nach Fertigstellung der Kanalbrücke.

Um die Wredowbrücke für die voraussichtlichen drei Jahre Restnutzung fit zu machen ist laut Christian Fuß das wichtigste Schadensbild, die defekte Abdichtung, zu beheben. Daher erfolgt im Frühjahr 2026 die Erneuerung. Die geplante Bau- und Sperrzeit erstreckt sich von Anfang März bis Ende Mai 2026. Während der Sanierung ist zudem eine Sonderprüfung des Bauwerkes geplant.

Außerdem wird die Wredowbrücke ab Februar 2026 auf eine Belastung von 12 Tonnen begrenzt mit entsprechender Umleitung für den schwereren Verkehr.

Die Wredowbrücke war generell auf eine Belastungsklasse von 16 Tonnen ausgelegt.

Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt

Um ihre Nutzbarkeit für weitere Jahre zu sichern, sind aufwendige Arbeiten an der Abdichtung notwendig.

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