Talfahrt geht weiter – BSG Stahl Niederlage in Oranienburg


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Auch beim Oranienburger FC Eintracht 1901 gelang der BSG Stahl Brandenburg nicht die
Kehrtwende. Beim Tabellenvierten unterlagen die Brandenburger mit 1:2, wobei die Umstände durchaus fragwürdig waren. Der Auftritt stand unter keinem guten Stern, kurzfristig fielen Dominic Kanyi und Moritz Droste aus. So musste Trainer Lars Bauer, der den verhinderten Robert Pocrnic für diese Partie vertrat, wieder einmal die Startelf umbauen.

Der Start verlief sehr unglücklich. Nach 50 Sekunden drehte sich Elias Große bei einem Schuss zur Seite mit angelegtem Arm, bekam dennoch den Ball an die Hand und der Schiedsrichter entschied sofort auf Strafstoß, den Kwasi Boateng zur Führung sicher verwandelte. Mit dieser Entscheidung wuchs natürlich die Verunsicherung bei den Gästen, die nach den vielen Misserfolgen nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzen. Aber sie kamen anschließend zu zwei gefährlichen Abschlüssen durch Jonas Günther (7.) und Philip Einsiedel (11.), die der OFC-Torwart Anton Warmuth aber entschärfte.

Nach der munteren Anfangsviertelstunde verflachte die Partie, vieles spielte sich rund um die Mittellinie ab. Die Begegnung wurde hektisch geführt, von zahlreichen Zweikämpfen geprägt, wobei der Referee sich mit seinen Entscheidungen meist auf die Seite der Gastgeber schlug. So wie in der 33. Minute. Nach einem harten Duell ging Timm Renner zu Boden, der Pfiff blieb aus und die rechte Abwehrseite der Gäste war blank. Die Oranienburger nahmen die Einladung an, die scharfe Eingabe verwandelte Boateng zum 2:0.

Für die Psyche der Stahlspieler war dieser Moment nicht förderlich. Sie bemühten sich, doch ein konstruktiver Spielaufbau fehlte. In der 41. Minute bewahrte Stahl-Schlussmann Felix Baitz sein Team bei einem 14-Meterschuss vor einem höheren Rückstand. Praktisch mit dem Pausenpfiff wäre den Gästen beinah der Anschluss gelungen. Nach einer Ecke stieg Erik Sauer am höchsten, sein Kopfball strich knapp über die Latte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte kamen Romain Joel Siabe Tegefouet und Caner Özcin für Justin Inter bzw. Elias Große. In den ersten 20 Minuten stabilisierte die Brandenburger ihre Defensive, hielten die Platzherren von ihrem Strafraum fern. Offensiv gelang ihnen hingegen nicht allzu viel. Entweder fehlte die Präzision im Abspiel oder die Mannschaft wurde zurückgepfiffen. Wie obskur der Unparteiische die Partie leitete, zeigte ein Szene im zweiten Durchgang. An der Außenbahn kamen sich zwei Oranienburger selbst ins Gehege, einer wurde an die Bande gedrückt. Ein Stahlspieler befand sich zwar in der Nähe, hatte aber nicht eingegriffen. Der Assistent signalisierte trotzdem ein Foulspiel und der Brandenburger sah Gelb. Leidtragender war auch Trainer Bauer, der nach dem er schon verwarnt sah, aufgrund einer harmlosen Bemerkung die Gelb-Rote Karte sah.

Die erste gute Chance nach der Pause sahen die 190 Zuschauer in der 68. Minute. Ben Dayan Bleiß setzte sich außen durch, seine scharfe Eingabe ließ Özcin gut abtropfen, doch Warmuth bekam noch seine Hand dazwischen. Wenig später entwischte Bleiß seinem Gegenspieler, wurde gefoult und den fälligen Strafstoß verwandelte Einsiedel sicher zum 1:2 (74). Nur 60 Sekunden später tauchte Özcin allein vor Warmuth auf, scheiterte aber am Keeper. Mit dem 2:2 wäre wohl noch alles möglich gewesen.

Die Stahl-Elf warf nun alles nach vorn, ermöglichte so den Gastgebern Räume, die sie aber zunächst nicht zu nutzen wussten. Die beste Chance zum Ausgleich hatte der eingewechselte Lamin Jatta in der 89. Minute, als er in den Sechzehner eindrang, sein Schuss aber nur ans Außennetz ging. In der Nachspielzeit kam die Eintracht zu zwei gefährlichen Kontern. Einmal rettete Max-Bennet Säger spektakulär mit dem Rücken auf der Torlinie, dann verhinderte der Pfosten einen weiteren Treffer. So blieb es beim bitteren 1.2-Endstand aus Brandenburger Sicht.

Aufgrund der über weite Strecken schlechten ersten Hälfte nicht unverdient, die Leistungen wurdenaber auch durch eine schlechte Schiedsrichterleistung früh beeinflusst. Daran allein sollte die Stahl-Elf die Niederlage aber nicht festmachen. Sie muss endlich über die gesamte Spielzeit hochkonzentriert agieren, mutig nach vorn spielen und nicht erst wenn sie fast hoffnungslos hinten liegt. Für die Spieler gibt es keinen Grund die „Flinte ins Korn zu werfen“. Dass sie es besser können, wissen sie selbst, das nötige Glück müssen sie sich noch erarbeiten.

Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.

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