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SPD: 50.000 € für keine Verbesserung am Nicolaiplatz?

Im November 2019 hatte die Stadtverordnetenversammlung die Verwaltung beauftragt, Maßnahmen zur Aufwertung des Nicolaiplatzes zu prüfen. Der Auftrag der Stadtverordneten sagte klar, dass man mehr
Bäume und eine bessere Anordnung der Kurzzeitparkplätze auf der Platzinnenseite wünscht. Nach nunmehr 31 Monaten nach dem Beschluss hat die Verwaltung zur heutigen Stadtverordnetenversammlung einen Vorschlag präsentiert. Drei Bänke umsetzen, sechs Fahrradständer aufstellen und vier neue Bäume pflanzen Kosten: 50.000 €. Aufwertung? Fehlanzeige.

Die SPDFraktionsvorsitzender Britta Kornmesser dazu: „Eigentlich war die Auftragslage für die Verwaltung klar. Wir wollten mehr Bäume, eine bessere Organisation des Kurzzeitparkens auf der Platzinnenseite und das Freihalten des erkennbaren Fußweges. Der jetzt gemachte Vorschlag bleibt dahinter weit zurück. Da wo jetzt schon Bäume stehen, wird einfach einer in die Mitte gesetzt. Die Bänke die aktuell dort stehen werden dann auf dem Platz verteilt und sechs Fahrradständer sollen den Platz insgesamt aufwerten. Jeder der diesen Platz im Laufe eines Tages mal passiert wird erkennen, eine Aufwertung werden diese Maßnahmen nicht bringen. Im Gegenteil. Dort wo man jetzt schnell hält, um in die Apotheke oder in eins der Restaurants zu flitzen, um seine Speisen abzuholen, stehen zukünftig Poller. Dort wo schon heute an manchen Tagen Radfahrer, Menschen mit Rollstühlen oder Kinderwagen um die parkenden Autos und wartenden Menschen auf dem Gehweg kurven, sollen zukünftig noch neun Kurzzeitparkplätze übrigbleiben. Und dafür geben wir als Stadt noch 50.000 € aus? Ich denke das Geld ist an anderer Stelle besser angelegt und aus diesem Grund sprechen wir uns gegen die geplante Verschlimmbesserung aus.“

Der Nicolaiplatz wurde zwischen 2013 und 2015 auch mit Fördermitteln umgebaut und bietet seither das heutige Bild. Auf dem Platz befinden sich schon heute neun junge Kaiserlinden, die später einmal bis zu
15 Meter hoch und 10 Meter breit werden. Gepflanzt wurden sie so, dass sie in einigen Jahrzehnten Kronen ausbilden, die sich gegenseitig berühren, denn die Bäume stehen 10 Meter voneinander entfernt.
Setzt man wie von der Verwaltung geplant jetzt einfach vier Bäume in die Mitte der Baumreihen, wachsen die bestehenden Bäume nicht schneller und auch die Kronen werden nicht größer. Das hatte
die Verwaltung selbst schon 2019 beim Beschluss der SVV festgestellt. Und statt den erkennbaren Fußweg nun vor blockierenden Parkern zu schützen, soll der Streifen auf der Platzinnenseite mit Pollern
abgesperrt werden. Aus Sicht der SPDFraktion ist das der falsche Weg und wird den Platz auch nicht aufwerten. Dafür dann auch noch 50.000 € auszugeben erscheint uns weder angemessen noch nachvollziehbar. Deshalb lehnen wir die Umgestaltung ab. Dass die Umgestaltung dann noch mit einer schlechten Fotomontage von der Verwaltung begründet werden soll, in der ein Auto kurzerhand verkleinert und gespiegelt wird, ist unseriös.

Quelle: SPD- Fraktion Brandenburg an der Havel  

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