Wie die 1. Männern der BSG Stahl Brandenburg verzeichnet auch die 2. Mannschaft momentan einen Höhenflug. Am Sonntag empfing sie den RSV Eintracht 1949 U23, dessen Team um die Meisterschaft in der Kreisoberliga Havelland mitkämpft. Die Brandenburger hatten sich zwar schon im Hinspiel überraschend mit 4:3 durchgesetzt, doch anhand der Tabellenkonstellation wurden dominierende Gäste erwartet, die einen Sieg benötigten, um im Titelrennen weiter mitzuspielen.
In einer kurzen Phase zu Beginn des Spiels wurde die Eintracht den Erwartungen ein bisschen gerecht, ohne sich aber gefährlich dem Stahl-Tor anzunähern. Spätestens ab der 10. Minute bekamen die Gastgeber das Geschehen in den Griff. Ausschlaggebend war das exzellente Defensivverhalten. Mit bissigen, aber fairen Zweikämpfen nahmen sie dem Tabellendritten die Lust am Fußballspielen. Im ersten Durchgang erarbeiteten sich die RSV-Kicker nur eine gute Gelegenheit nach einer halben Stunde mit einem Konter, doch Stahl-Torwart Ole Wendt machte rechtzeitig die Lücke zu.
Da sah die Offensive der Platzherren schon gefährlicher aus. Nach gewonnenen Zweikämpfen in ihrer Hälfte versuchten sie mit tiefen Pässen oder schnellen Angriffen über die Außen zum Erfolg zu kommen. Die erste gute Annäherung in der 19. Minute hatte es gleich in sich. Nach einem zunächst abgewehrten Angriff brachte Romano Mattaj den Ball erneut in den Strafraum auf den Kopf von Leonard Koppe, der aber nur den Querbalken traf. Nur zwei Minuten spielte Jonas Günther einen Freistoß auf Janno Brunsing, der zog aus 18 Metern ab, doch RSV-Keeper Rico Ohmenzetter kam
rechtzeitig nach unten.
Trotz der vergebenen Chancen wurde die Stahl-Elf nicht unruhig, wartete geduldig auf weitere Möglichkeiten, während sie den Gegner erfolgreich vom eigenen Tor fernhielt. In der Schussphase der ersten Hälfte brannte es dann lichterloh im Gästestrafraum. Zunächst war Adrian Lack (38.) nah dran am Führungstreffer, als er nach einem Konter zum Abschluss kam, doch Ohmenzetter hielt. Wenig später wieder ein Konter über Lack über die rechte Seite. Er bediente Günther, der sofort auf den freistehenden Koppe weiterleitete, der aber den Ball verstolperte und die Eintracht klärte zur Ecke. Der erste Versuch wurde noch geblockt, den nächsten brachte Brunsing hoch auf Koppe, der per Aufsetzer ins linke Eck köpfte. So ging es mit einer hoch verdienten Führung der Gastgeber in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild, die Brandenburger machten mit ihrer starken Defensive dem Aufstiegsaspiranten das Leben schwer. Der erspielte sich nach der Pause noch drei Gelegenheiten. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff spielten sich die Gäste gut durch in den Sechzehner, doch bei dem Schuss war Wendt rechtzeitig unten. Nach einer Stunde traf Timon Rückwald das Außennetz und in der 69. Minute musste Werndt erneut eingreifen. Das war es dann auch schon für die Gäste.
Zu dem Zeitpunkt hatten die Platzherren aber schon auf 2:0 erhöht. Nach einer guten Pressingaktion setzte sich Günther auf der linken Seite durch, bediente den mitgelaufenen Koppe, der platziert ins rechte Eck traf. Die Brandenburger hatten noch weitere Möglichkeiten das Ergebnis klarer zu gestalten. Bei Lacks Versuch (66.) fehlte nicht viel, sein Schuss ging haarscharf rechts vorbei. Die klarste Chance hatte der eingewechselte Ben Dayan Bleiß in der 86. Minute. Nach einem Konter wurde er uneigennützig vom Doppeltorschützen Koppe bedient, doch der Youngster scheiterte aus zehn Metern an Ohmenzetter. Hätte er getroffen, wäre ihm das Kunststück gelungen, in seinen drei
Pflichtspieleinsätzen am Wochenende, neben der Zweiten spielte er für die Erste und die A-Jugend, sich jeweils in die Torschützenliste einzutragen.
Nach dem Abpfiff lobte Trainer Steffen Sgraja seine Mannschaft: „Das war eines der besten Saisonspiele. Dem Gegner haben wir so gut wie nichts gegönnt.“ In der Tat, die Defensive war der Grundstock für den Erfolg. Doch das gilt nicht nur für die reinen Abwehrleute, auch die Offensivkräfte hatten sehr gut nach hinten mitverteidigt und so den Gegner zermürbt. Am letzten Spieltag geht es für die Stahl-Elf am kommenden Samstag (13. Juni) zum Tabellenführer SV Germania Berge. Den Bergern würde ein Remis zum Titel reichen.
Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.