Schleusenbrücke wird umfassend untersucht


Die Schleusenbrücke

Halbseitige Sperrung mit Ampelregelung ab voraussichtlich 7. April 2026

Voraussichtlich am Dienstag nach Ostern, 7. April 2026, beginnen umfangreiche Untersuchungen der Schleusenbrücke. Für die Dauer der Untersuchung wird die Brücke für etwa zwei Wochen nur halbseitig befahrbar sein. Im Rahmen der Maßnahmen werden zunächst im oberen Bereich über den Stützen und anschließend – ohne Verkehrseinschränkungen – auch am unteren Teil der Brücke Materialproben entnommen, die eine Bewertung des Zustandes der Spannglieder ermöglichen sollen. Bei der Brücke, die zwischen 1965 und 1967 errichtet wurde, handelt es sich um eine Spannbetonbrücke. Die Baujahre, die verwendeten Stahlsorten und die Bauweise sprechen insgesamt dafür, dass die Spannstähle bereits von Korrosion betroffen sind. In welchem genauen Zustand sich die Brücke befindet, kann auf Grund des Bautyps aber erst abschließend beurteilt werden, wenn Spannstahlproben entnommen und untersucht sind. Die Stadt Brandenburg an der Havel, die sich bereits in den letzten Jahren um die Dokumentation der Schäden gekümmert hat, wird auch die jetzt geplanten Maßnahmen mit Hilfe von Ingenieurbüros und Prüflaboren durchführen. Der Bund als Eigentümer der Brücke hat die Kostenübernahme bereits erklärt.

Diese Untersuchung ist von zentraler Bedeutung, da mögliche Schäden im Inneren des Spannstahls von außen nicht sichtbar sind und nur durch Materialproben zuverlässig bewertet werden können,

erklärt Bürgermeister Michael Müller. Mit den dann vorliegenden Ergebnissen kann das tatsächliche Risiko für das Bauwerk genauer bewertet und eingegrenzt werden.

Aussagefähige Ergebnisse werden frühestens Ende April 2026 erwartet,

informiert Tiefbauamtsleiter Christian Fuß.

Parallel zu den technischen Untersuchungen arbeitet eine Projektgruppe aus Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung und Stadtverwaltung bereits an einem Maßnahmenkatalog abhängig von den Ergebnissen der Untersuchungen.

Auf Grundlage aller Untersuchungsergebnisse wird über das weitere Vorgehen entschieden,

so Michael Müller,

dabei werden sowohl Lösungen für den aktuellen Betrieb als auch Optionen für mögliche Einschränkungen betrachtet. Ziel ist es, in jeder Situation die Erreichbarkeit und Mobilität bestmöglich sicherzustellen.

Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt

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