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Rolands Geburtstags-Reigen geht weiter - Wenn Rolande dem Brandenburger Roland gratulieren …

Die Rolande an der „Rolandlinde“ auf dem Neustädtischen Markt.

Die Roland-Statuen in Bremen, Halberstadt und Quedlinburg mögen zwar etwas älter als der sandsteinerne Recke vor dem Brandenburger Rathaus sein, doch wird auch er zur ersten Generation der Rolande – entstanden im 14. bis 15. Jahrhundert – gezählt und feiert vor allem 2024 ein großes Jubiläumsjahr. 550 Jahre steht die 5,35 Meter große Figur, die ein Symbol städtischer Freiheiten und der mittelalterlichen Rechtsordnung ist, in der Stadt, die das Jubiläum ausgiebig feiert. Dazu zählte ein Treffen von Rolandstädten, die einen leibhaftigen Recken aufzubieten haben. Sieben waren in Brandenburg an der Havel zu Gast – angereist aus Buch (Tangermünde), Burg bei Magdeburg, Calbe (Saale), Gardelegen, Haldensleben, Perleberg und Stendal -, gratulierten dem 550-jährigen Abbild und freuten sich darüber, dass auch er zum Leben erweckt werden konnte. Denn Brandenburg an der Havel hat nunmehr einen Roland-Darsteller, der bei Festen und offiziellen Terminen zum Einsatz kommt: Maximilian Scharsich, 38-jähriger Wahl-Brandenburger und IT-Experte, übernimmt den „Job“.

Ich habe einen guten Draht zu den Altstädtern und Spaß an der Idee, zeitweilig Roland zu sein,

schildert er. Seine Ausstattung mit Plattenrüstung, Dolch und Schwert folgt, zum Auftakt genügte eine mittelalterliche Stoffgewandung. So zogen sie zu acht und mit Gefolge sowie samt Stadtrepräsentant Michael Müller (Bürgermeister) von der Alt zur Neustadt, und zwar zum Originalstandort des Rolands nahe heutiger Commerzbank. Dort 1474 aufgestellt, stand er den Soldaten später beim Exerzieren im Weg, weswegen er mit Genehmigung des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. 1716 vor das Neustädtische Rathaus gesetzt wurde. Man machte sich die damals vollzogene Vereinigung von Alt- und Neustadt zunutze, die mit der Festlegung des Neustädtischen Rathauses als Verwaltungssitz einherging. 1941 wurde der Roland von klugen Brandenburgern zum Schutz vor Bombenangriffen demontiert und auf dem Gut Wendgräben gut versteckt. 1946 fand er seinen neuen Platz vor dem Altstädtischen Rathaus, wo er nun friedlich Geburtstag feiern kann. Die leibhaftigen Rolande taten es ganztägig, weihten an der ursprünglichen Rolandstelle die „Rolandlinde“, schenkten auf dem Rückweg dem verblassten Roland-Abbild am Eckhaus in der Haupt- und Grabenstraße Aufmerksamkeit. Unterwegs spendierte ihnen Bürgermeister Müller einen heißen Kaffee, bevor es zum großen Gruppenbild vor dem Rathaus am Roland ging. Den Abschluss bildete ein Vortrag in der ehemaligen Ritterakademie des Domes. Auf Einladung des Historischen Vereins stellte Rechtshistoriker Frank Riedel die anwesenden Rolande und ihre Bedeutung für die jeweiligen Städte vor, sprach über Brandenburger Gerichtsbarkeiten einschließlich Schöppenstuhl.

Weiter geht es im Roland-Jubiläumsjahr mit der (ausverkauften) Erlebnis-Führung „Der Raub des Rolands“ am 19. April und am 26. April eröffnet im Atelier BareMünze, Kurstraße 72, die Kunstausstellung „Wann ist ein Held ein Held? Wann ist eine Heldin eine Heldin?“.

Weiteres – wie Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und Führungen – ist erlebnis-brandenburg.de/roland-550 zu entnehmen.

Quelle: Verwaltung

 

Weitere Bilder zu dieser Nachricht

Die Rolande an der „Rolandlinde“ auf dem Neustädtischen Markt.
Rolande unterwegs.
Die Gedenktafel an der „Rolandlinde“. Hier stand der Roland ursprünglich, wie auch schon sein Vorgänger.
Bürgermeister Michael Müller nahm die Rolande am Rathaus in Empfang. Mittendrin Brandenburgs neuer Roland-Darsteller Maximilian Scharsich.

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