Nichts Neues bei der BSG Stahl Brandenburg. Die Mannschaft, genauer gesagt die Offensivabteilung, kommt nach der Winterpause einfach nicht in Tritt. Am Sonnabend holte sie gegen den Drittletzten der Verbandsliga, dem SV Altlüdersdorf, im heimischen Stadion nur ein 0:0. Für die Gäste ein Erfolg, sie waren vom Anpfiff an nur darauf aus dieses Ergebnis zu halten.
Über weite Strecken sah die Partie aus, wie in einem Handballspiel. Die Gastgeber ließen den Ball rund um den Strafraum zirkulieren, auf der Suche nach der Lücke. Die tat sich aber nur selten auf. Der erste nennenswerte Abschluss des Spiels hätte beinah die Führung für die Platzherren gebracht. Benjamin Nwatu bediente in der 21. Minute knapp vor der Grundlinie den heraneilenden Erik Sauer in Höhe der Strafraumgrenze, der zog sofort ab, traf aber nur den linken Pfosten. Nur wenig später passte Sauer im Sechzehner auf Nils Müller, der gerade noch geblockt wurde. Und nach einer halben Stunde setzte sich Luca Benedict Köhn im SVA-Strafraum durch, sein Schuss aus der Drehung strich knapp über die Latte.
Damit sind die Offensivhöhepunkte des ersten Durchgangs schon aufgezählt. Die Gäste
verzeichneten keinen ernsthaften Abschluss. Das Geschehen spielte sich weitestgehend in der Altlüdersdorfer Hälfte ab, wo sich beide Reihen das Leben schwer machten. Bei jeder Ballannahme war ein Gegenspieler da, wobei es zum Teil recht rustikal zuging, doch der Schiedsrichter hatte sich für die „lange Leine“ entschieden, ließ vieles auf beiden Seiten durchgehen.
Engagiert begannen die Brandenburger den zweiten Abschnitt, wollten endlich das erlösende Tor erzielen. In der 55. Minute war es beinah so weit, als die Gäste die Situation vor ihrem Tor nicht entscheidend klären konnten, kam der Ball zu Müller, der aus zehn Meter sofort schoss, den Ball aber nicht richtig traf und das Ziel um ein paar Zentimeter verfehlte. Müller war auch einer der wenigen Spieler, der einmal ins Wagnis ging, schwierige Bälle direkt nahm, wie nach Eckbällen, doch die vielbeinige SVA-Defensive bekam immer ein Körperteil dazwischen.
Mit fortlaufender Spielzeit verkrampfte die Stahl-Elf zusehends. Der Wille war den Gastgebern nicht abzusprechen, aber es wirkte mutlos, niemand wollte etwas riskieren. Lieber wurde der Ball weitergegeben, anstatt mit einer überraschenden Idee den Gäste-Abwehrriegel aufzubrechen. Die SVA-Kicker hatten so leichtes Spiel ihren Kasten sauber zu halten. Zwei gefährliche Annäherungen mussten die Altlüdersdorfer noch überstehen. In der 75. Minute wäre beinah einem Abwehrspieler nach einer Stahl-Ecke ein Eigentor per Kopf unterlaufen und fünf Minuten später setzte Adrian Jaskola seinen Schuss einen halben Meter zu hoch an. Kurz vor dem Abpfiff hatten die Gäste nach einer Ecke sogar noch eine Chance, die aber knapp am linken Pfosten vorbei strich. Dies wäre auch des Guten zu viel gewesen.
So blieb es beim torlosen Unentschieden, dass auch das Trainergespann ratlos zurückließ. Chefcoach Robert Pocrnic meinte: „Wir hatten keine Spannung drin, das war zu mutlos. Mit dem „Klein-Klein-Spiel“ kann man auf diesem Boden nichts bewirken.“ Kommenden Sonnabend (9. Mai) haben die Brandenburger erneut Heimrecht. Dann kommt der Vorletzte, der BSC Preußen 07, der in Frankfurt eine 1:7-Klatsche kassierte, in das Stadion am Quenz.
Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.