Mobile Schlachtung: Transportwege reduzieren, Regionalität erhöhen, Tierschutz stärken

„Mobile Schlachtung in Brandenburg“ ist das Thema einer gemeinsamen Informationsveranstaltung von Landestierschutzbeauftragtem, Tierschutzberatungsdienst (TSBD) und dem Netzwerk Fokus Tierwohl des Landes Brandenburg. Referentinnen und Referenten sowie zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Brandenburg und dem gesamten Bundesgebiet und Österreich sind der Einladung zum Seddiner See an die Brandenburgische Landwirtschaftsakademie gefolgt.

Dr. Stefan Heidrich, Landestierschutzbeauftragter: „Das Interesse an der Entwicklung der Mobilen Schlachtung ist enorm. Wir fördern hiermit den Tierschutz, da Transportwege und Stress für die Tiere reduziert werden. Daher freue ich mich sehr, die heutige Informationsveranstaltung unterstützen zu können.“

Bei der Mobilen Schlachtung werden Systeme und Verfahren eingesetzt, die die stallnahe Schlachtung der Tiere auf dem Betrieb ermöglichen. Die Tiere verbleiben so in ihrer gewohnten Umgebung. Schmerzen und Leiden, die häufig mit dem Transport zum Schlachthof sowie dem dafür notwendigen Be- und Entladen einhergehen, werden vermieden. Neben der Verbesserung des Tierschutzes, bietet die Mobile Schlachtung Anreize für die regionale Wertschöpfung. Lücken in der Brandenburger Infrastruktur vor allem für kleinere und mittelgroße Bestände können geschlossen werden.

Dr. Claudia Possardt, Dezernatsleiterin TSBD, Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit: „Wir freuen uns über das ungebrochene Interesse bei Landwirten, Fleischern, Kollegen aus der Veterinärverwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und anderem interessierten Fachpublikum für die bereits zweite Veranstaltung dieser Art in Brandenburg. Inhaltlich gibt es Vorträge zu den rechtlichen Rahmenbedingungen, zu Fördermöglichkeiten, zu laufenden Projekten sowie Beispielen aus der Praxis. Auch Mobile zur Schlachtung werden vorgestellt.“

Natalie Wagner, Netzwerk Fokus Tierwohl, Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung: „Das große Interesse zeigt, wie wichtig den Tierhaltern und Vertretern der Behörden dieses Tierschutzthema ist. Mobile Schlachtung stärkt nicht nur den Tierschutz, sondern auch die Regionalität der landwirtschaftlichen Erzeugung.“

Alle Beteiligten sind sich einig: „Den Mehraufwand für den Tierschutz werden viele Verbraucherinnen und Verbraucher honorieren. Zwar liegt noch eine Wegstrecke vor uns, die Verfahren auch in behördliche Zulassungsverfahren für alle Tierarten einzubinden, aber für diesen Weg sind wir gern bereit, uns weiter zu engagieren.“

Quelle: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg

Bildbeispiel: pixabay

 

 

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