Mit dem Bus direkt zum Klinikum


VBBr-Geschäftsführer Jörg Vogler mit der Behindertenbeauftragten Katrin Tietz, Sybille Kluge vom Behindertenbeirat, Daniel Keip und dem Stadtverordneten Marvin Zinke vor dem neuen U-Bus.

Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 soll erstmals ein Bus direkt zum Städtischen Universitätsklinikum fahren.

Die Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel (VBBr) richten dafür die neue Linie U ein. Patientinnen und Patienten, Besuchende und Beschäftigte erreichen das Klinikum wochentags ohne langen Fußweg. Der Anstieg vom Nicolaiplatz die Hochstraße hinauf entfällt. Das hilft besonders älteren Menschen und allen, denen das Gehen schwerfällt. Zu den Schichtwechseln morgens und spätabends fährt die Linie auch bis zum Hauptbahnhof. Das ist ein lang gewünschter Service für die Beschäftigten im Schichtdienst.

Verlängerung der Linie 2

Die Linie U verlängert die bestehende Linie 2. Sie fährt ab der Haltestelle Fontanestraße über die Sprengel- und Robert-Koch-Straße zur Straße Am Marienberg und über die Bergstraße zum Nicolaiplatz. In Gegenrichtung fährt der Bus durch die Hochstraße und hält direkt vor dem Klinikum. Danach geht es über die Robert-Koch- und die Sprengelstraße zurück zur Fontanestraße und weiter als Linie 2.

Die Linie ist Teil des Wirtschaftsplans 2027 der VBBr. Im November beraten ihn drei Ausschüsse. Danach entscheiden die Gesellschafterversammlungen der Technischen Werke Brandenburg an der Havel und der VBBr. Stimmen sie zu, stellt die Stadtverwaltung den vorbereiteten Linienantrag beim Landesamt.

Oberbürgermeister Daniel Keip:

„Wer krank oder schlecht zu Fuß ist, soll nicht den Berg hochlaufen müssen. Die Linie ist gut geplant. Bei zügiger Bearbeitung kann sie am 13. Dezember starten. Das ist unser Ziel!“

Fünf neue Haltestellen

Zwischen Zustimmung und Linienstart entstehen fünf neue Haltestellen: zwei an der Konrad-Sprengel-Schule, eine am Marienbad und zwei am Klinikum. Die Haltestelle am Klinikum liegt direkt vor dem Haupteingang in der Hochstraße. Wegen der Einbahnstraße hält der Bus in Gegenrichtung an der Kreuzung Robert-Koch- und Hochstraße.

Vereinzelt werden Parkplätze wegfallen,

„aber so wenige wie möglich. Am Abzweig Robert-Koch-Straße sehen wir deshalb einen Haltestellenkap vor, eine Betonplatte am Fahrbahnrand. Davor und dahinter kann geparkt werden und der Bus muss nicht einschwenken,“

erläutert Verkehrsplaner Rolf Beyer.

Weitere bauliche Anpassungen folgen erst, wenn die Linie voraussichtlich zwei Jahre gelaufen ist.

VBBr-Geschäftsführer Jörg Vogler erklärt:

„Wir sind gespannt, wie die neue Linie im nächsten Jahr angenommen wird. Wir erwarten neben den Fahrgästen zum Klinikum sowie dem Schülerverkehr zur Sprengelschule auch neue Fahrgäste zum Marienbad. Wie jede andere Linie kommt sie auf den Prüfstand, wenn Fahrgäste sie nicht annehmen.“

Die Anbindung des Klinikums kostet 2027 voraussichtlich rund 400.000 Euro. Darin stecken Personal, Fahrzeuge, Diesel, Reinigung und Instandhaltung. Grundlage sind 16 Fahrten pro Tag, montags bis freitags.

Ab 2028 soll die Linie mit neu beschafften Bussen fahren. Durch Abschreibung und Zinsen steigen die Kosten dann auf rund 440.000 Euro. Für die Folgejahre sind weitere Kostensteigerungen eingeplant.

Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / René Paul-Peters

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