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#Lastseen: Stadtarchiv Brandenburg an der Havel als Drehort

Deportationszug in der Neuendorfer Straße am 13. April 1942 (Quelle: StABRB L.1., Nr. 61/10)

Es ist Montag, der 13. April 1942.

… Menschen mit Taschen und Koffern werden durch Uniformierte zum Reichsbahnhof eskortiert. Nicolaiplatz, Große Gartenstraße, Reichsbahnhof, Warschauer Ghetto. Viele, die es soweit schaffen, finden den Tod schließlich in einem der Vernichtungslager…

Im Mittelpunkt der Dreharbeiten im Stadtarchiv Brandenburg an der Havel stehen 2022 die bildlichen Zeugnisse des 13. April 1942: Fotos der Deportation, aufgenommen aus Täterperspektive. Das Forschungsteam der Arolsen Archives um Henning Borggräfe sowie Mirko Drotschmann, auch bekannt als MrWissen2go / MrWissen2 go Geschichte, nehmen die Archivalien des Stadtarchivs als Einstieg, um über die Schicksale der dargestellten Personen und das Projekt #Lastseen zu sprechen.

Das dabei entstandene 10-minütige Video ist nun online über YouTube oder über die Internetseite der Initiative #Lastseen verfügbar.

Hintergrund

Die Initiative #Lastseen. Bilder der NS-Deportation der Arolsen Archives startete Anfang 2022. Im Vordergrund steht die Recherche nach Fotos von Deportationen aus dem Deutschen Reich zwischen 1938 und 1945 und das Sichtbarmachen der Schicksale von Männern, Frauen und Kindern. Diese Fotografien des Verschwindens sind zumeist das letzte Zeugnis der dargestellten Personen, bevor diese auf dem Weg in Vernichtungslager oder Ghettos verstarben oder in den Lagern ermordet wurden.

Wer waren diese Personen? Wo und wie lebten und arbeiteten sie? Wo endete ihr Leben? Diese Fragen versucht die Initiative #Lastseen aufzuarbeiten und ruft die Öffentlichkeit zur Unterstützung auf.

Mehr Informationen unter https://lastseen.arolsen-archives.org

Quelle: Verwaltung

 

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