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Einladung zur wissenschaftlichen Tagung „Stadtwende“

In der Kapellenstraße wurden 1974 gleich mehrere Häuser abgerissen und erst in den 1990er Jahren durch Neubauten ersetzt. (Foto: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel)

Die Stadt Brandenburg an der Havel, vertreten durch das Stadtmuseum und der Forschungsverbund „Stadtwende“, vertreten durch Prof. Dr.-Ing. Holger Schmidt (Technische Universität Kaiserslautern) und Dr. Harald Engler (Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung Erkner) laden alle Interessierten zur Tagung zum Thema „Stadtwende“ ein.

Die Ausstellung zum Thema „Stadtwende“ war bereits zwischen Oktober 2021 und Januar 2022 im Stadtmuseum Brandenburg an der Havel zu sehen, nun sollen die Themen noch einmal aufgegriffen und wissenschaftlich vertieft werden.

Sehr viele Altstädte in der DDR waren Ende der 1980er Jahre von Leerstand und Verfall gekennzeichnet und es drohte in vielen Orten ein weiträumiger Abriss von erhaltenswerter historischer Bausubstanz. Doch dann kam es in der Wendezeit 1989/1990 zu einem grundlegenden Paradigmenwechsel in der Städtebaupolitik hin zu bewahrenden und behutsamen Stadterneuerungsstrategien. Ein wesentlicher Treiber dieser Veränderungen waren engagierte Bürgergruppen, die sich gegen Altstadtverfall und Flächenabriss wandten. Aber auch in vielen Lehr- und Forschungseinrichtungen und manchen Stadtverwaltungen hatte sich im Herbst 1989 mittlerweile die Erkenntnis durchgesetzt, dass ein „weiter so der Abrisse“ nicht sinnvoll und möglich war.

Diese Zeit wird in einer Tagung am Freitag, 07.10.2022 und Samstag, 08.10.2022 in Brandenburg an der Havel von Fachleuten und Zeitzeugen im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses ausführlich beleuchtet.

Am ersten Tag der Fachkonferenz werden ausgewählte Ergebnisse der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundforschung zum Thema „Stadtwende“ vorgestellt und mit der interessierten Fachöffentlichkeit diskutiert. Nach einem Blick auf die Erfolge der Stadterneuerung der gastgebenden Stadt Brandenburg an der Havel und die heute aktuellen Aufgaben der Innenstadtrevitalisierung wird der Tag im Bürgerhaus des Projekts „Die Altstädter“ ausklingen.

Am zweiten Konferenztag soll auf Grundlage der Erkenntnisse des Forschungsprojektes die Perspektive international und in Richtung Gegenwart geweitet werden. Dabei wird im zweiten Teil der Konferenz zum einen der Frage nachgegangen, ob es ähnliche Entwicklungen der Stadterneuerungspolitik in anderen Staaten Mittel- und Osteuropas gegeben hat. Neben einer ersten, schlaglichtartigen Bestandsaufnahme zur Situation von Städten in Polen, Tschechien sowie dem ehemaligen Jugoslawien soll der weitere Forschungsbedarf im vergleichenden europäischen Kontext diskutiert werden.

Abschließend wird der Blick auf aktuelle Aktionsfelder von Bürgerengagement und Bürgerprotest ausgedehnt, die in der Stadtöffentlichkeit zum Teil sehr kontrovers diskutiert werden. Dabei wird auch ein Bezug zu fachpolitischen Debatten und politischen Arenen der Entwicklung von Städten hergestellt und ein Brückenschlag zwischen den Bürgerprotesten der Wendezeit und heutigen Stadterneuerungsthemen versucht.

Die Teilnahme an der Fachkonferenz ist kostenfrei.

Aufgrund der begrenzten Plätze wird um Voranmeldung unter stadtwende@uni-kl.de oder per Telefon unter 0631 205 51 48 und /oder museum@stadt-brandenburg.de oder 03381/ 584501 gebeten.

Weitere Informationen zum Programm siehe hier

Quelle: Verwaltung

 

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In der Kapellenstraße wurden 1974 gleich mehrere Häuser abgerissen und erst in den 1990er Jahren durch Neubauten ersetzt. (Foto: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel)
Anfang der 1990er Jahre stehen die ersten sanierte Altbauten und notgesicherten Fachwerkhäuser noch Seite an Seite, hier im Quartier zwischen Molkenmarkt und Neustädtischem Markt (Foto: Ute Steglich)

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