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Diese Eiche in der Wallpromenade war nicht zu retten

Diese Eiche in der Wallpromenade war nicht zu retten. Spezialisten erledigten die Fällung, was viele Zuschauende anlockte.

Spezialisten der Firma Baumpflege Räbel aus Ziesar wurden Dienstag zu Publikumsmagneten in der Wallpromenade. Eine uralte Eiche musste weichen. Die Hälfte ihrer Baumkrone war längst abgestorben, weswegen ein Gutachter bereits vor zwei Jahren ihre Fällung empfahl. Brandenburgs Baumschützer ließen nichts unversucht, hofften auf die Wiederbelebung mittels Rückschnitt, doch der Baum trieb nicht mehr aus. Um nicht Gefahr zu laufen, dass der Riese Äste abwirft und jemand dadurch verletzt werden könnte, blieb nur die Fällung. Mit Baukran und Seilklettertechnik eroberten die Baumpfleger aus Ziesar die Eiche, kürzten sie aus schwindelerregender Höhe Stück für Stück ein, was sich für junge wie alte Spaziergänger als beeindruckendes Schauspiel darstellte – mit Logenblick vom Erdwall.

Mit der Wallpromenade hat sich ein besonders schönes Stück der alten Stadtbefestigung erhalten. Vor der im 14. Jahrhundert gebauten Stadtmauer waren einst auch die beiden Gräben ausgehoben und geflutet worden, getrennt von einem 9 Meter hohen Erdwall. Im 17. Jahrhundert verwilderte der Wall, wurde kurzzeitig zur Maulbeer-Plantage, bevor vor genau 200 Jahren Schornsteinfegermeister Johann Gottfried Bröse (1786 – 1849) seinen grünen Daumen entdeckte. 1824 ließ er das Gelände durchforsten, einen Weg auf der Wallkrone anlegen und Eichen sowie Linden pflanzen. Bald wurde der innere Graben trockengelegt, der äußere erst 1901. Die Wallpromenade war Bröses grünes Pilotprojekt, es folgten Krugpark, Graben- und St.-Annenpromenade, Grillendamm und Marienberg.

Quelle: Verwaltung

 

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Baumfällung mit Baukran und Seiltechnik.
Stück für Stück wurde der Baum gekürzt.

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