Deutschland pflastert ab: Bundesweiter Wettbewerb bringt Grün zurück in die Städte


Vorher-Nachher-Bild wie ein Vorgarten aussehen könnte. © Initiative „Abpflastern“

Unter dem Motto „Abpflastern“ startete der Entsiegelungs-Wettbewerb der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung Koblenz, der graue Betonwüsten in lebendige Grünflächen verwandeln will. Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Unternehmen sind aufgerufen, versiegelte Flächen zurückzubauen und so einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Lebensqualität in ihren Kommunen zu leisten. Besonders in geschichtsträchtigen Städten wie Brandenburg an der Havel gilt dabei: Klimaschutz und Denkmalschutz müssen im Einklang stehen. Durch ökologische Aufwertung darf keine Geschichte verloren gehen.

Der Wettbewerb „Abpflastern“ will auf versiegelte Flächen vor Haustüren an. Im Fokus stehen dabei besonders private Rückzugsorte – von der zubetonierten Garageneinfahrt über versiegelte Hinterhöfe bis hin zu Schottergärten, die nun wieder in lebendige, grüne Oasen verwandelt werden sollen. Ziel ist ein freundschaftlicher Wettstreit zwischen den deutschen Kommunen.

Wir wollen zeigen, dass jeder Quadratmeter zählt, um unsere Städte hitzeresistenter und lebenswerter zu machen,

so die Initiatoren des Projekts. Teilnehmen können Einzelpersonen ebenso wie Schulen, Unternehmen oder ganze Kommunen.

So funktioniert die Teilnahme: Fläche entsiegeln, die Verwandlung mit Vorher-Nachher-Fotos dokumentieren und den Erfolg auf der Projektwebsite melden. Die eingereichten Flächen fließen in die Wertung der jeweiligen Gemeinde ein. Monatlich wird zudem ein „Star des Monats“ gekürt. Der Einsendeschluss für den aktuellen Wettbewerbszeitraum ist der 31. Oktober 2026, die Siegerehrung findet im November 2026 statt.

Bei aller Begeisterung für das „Abpflastern“, muss das geschichtliche Antlitz der Stadt gewahrt werden. Daher sind die historische Innenstadt sowie denkmalgeschützte Anlagen zum Beispiel in Kirchmöser von Entsiegelungsmaßnahmen auszunehmen, um das historisch gewachsene Stadtbild zu wahren. Es ist zu beachten, dass jeder Eingriff in ein Denkmal eine denkmalrechtliche Erlaubnis erfordert. Falls Unsicherheit besteht, ob die Fläche sich zum „Abpflastern“ eignet oder unter Schutz steht, kann sich gerne an denkmal@stadt-brandenburg.de oder an (03381) 58 63 32 gewandt werden.

Die Initiative „Abpflastern“ wurde von Studierenden der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung (HfGG) um Prof. Dr. Daniela Gottschlich und Prof. Dr. Lars Hochmann ins Leben gerufen, um Theorie und Praxis einer zukunftsfähigen Gesellschaftsgestaltung zu verknüpfen. Der bundesweite Wettbewerb wird zum zweiten Mal durchgeführt. Im Jahr 2025 gewann die Stadt Frankfurt am Main in der Kategorie Großstädte, Flensburg bei den mittelgroßen Städten(20.000 bis 100.000 Einwohner) und Mettingen bei den Kleinstädten.

Weitere Informationen.

Quelle: Stadtverwaltung Brandenburg © Initiative „Abpflastern“

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