Der Knoten ist geplatzt – BSG Stahl Sieg gegen Schöneiche


Die 1. Männer der BSG Stahl Brandenburg beendeten am Sonnabend ihre Negativserie, besiegte im Heimspiel den SV Germania 90 Schöneiche mit 3:0. Der Erfolg ist umso höher einzuschätzen, da er praktisch mit dem „letzten Aufgebot“ erzielt wurde. Vielleicht hat dies aber auch die Aufgabe erleichtert, weil kein Spieler sich hinter einem anderen verstecken konnte. Alle Stahlfußballer mussten liefern und haben dies von der ersten Sekunde an mit viel Leidenschaft getan.

Den Gastgebern gelang es den Gegner vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Die erste nennenswerte Torchance hatten die Schöneicher in der 78. Minute, doch Schlussmann Felix Baitz parierte den Schuss aus zehn Metern mit gewohnter Sicherheit. Dass sah bei den Gastgebern schon anders aus, ohne dass sie sich in der ersten Hälfte ein großes Chancenplus erspielten. Aber sie versuchten zumindest mit schnellem Direktspiel die Germania-Abwehr auszuspielen. Auf dem nassen Untergrund fehlten häufig nur ein paar Zentimeter, dass das Zuspiel auch den Mitspieler erreichte.

Obwohl Möglichkeiten rar blieben, begeisterten die Brandenburger mit ihrem Auftritt. Sie kämpften füreinander, genauso wie es der neue Co-Trainer Danny Gerlich unter der Woche gefordert hatte. Er bereitete zusammen mit Lars Bauer die Mannschaft auf dieses Spiel vor. Während Bauer mehr für die Einheiten auf dem Rasen zuständig war, führte Gerlich Gespräche, um zu erfahren, womit man den Spielern helfen kann. Ob es nun allein daran lag, aber der Auftritt war im Gegensatz zur Vorwoche, ein großer Schritt in die richtige Richtung. Eine große Gelegenheit hatten die Platzherren vor der Pause. Nach einem Eckball rauschte Adrian Jaskola (25.) in die Flanke und köpfte haarscharf daneben.
Trotz der relativ wenigen Möglichkeiten war es eine unterhaltsame erste Hälfte, was vor allen an den Stahlspielern lag.

Nach dem Wiederanpfiff übernahmen die Brandenburger sofort wieder die Initiative. Für ein erstes Aufhorchen sorgte Marvin Gründler mit seinem Freistoß in der 54. Minute, der aus 20 Metern am linken Pfosten vorbei strich. Die Gastgeber blieben dran und belohnten sich in der 57. Minute. Lamin Jatta, der erneut ein enormes Laufpensum absolvierte, attackierte erfolgreich den SV-Torwart Jason Manthei, der den Ball nicht aufnehmen durfte und schob aus zwei Metern ein. 60 Sekunden später leistete sich die verunsicherte Gästedefensive den nächsten Fauxpas. Nutznießer war diesmal Ben Dayan Bleiß, der knapp hinter der Strafraumgrenze hoch ins linke Toreck traf.

Dieser Doppelschlag zeigte Wirkung bei den Schöneichern. In der 61. Minute hätten sie beinah das 3:0 hinnehmen müssen, als Bleiß nachsetzte, seinen Schuss konnte Manthei gerade noch abwehren. Nachdem sich die Gäste etwas gesammelt hatten, versuchten sie mehr Druck aufzubauen, mussten dafür die Abwehr lockern. Dadurch ergaben sich Konterchancen, die die Platzherren aber leichtfertig vergaben. Entweder kam das Abspiel zu spät, oder der Pass war zu unpräzise. Verheißungsvolle Gelegenheiten verpufften so.

Die nächste gute Möglichkeit besaß der kurz zuvor eingewechselte Justin Inter in der 88. Minute. Er wurde im Sechzehner angespielt, seinen Schuss aufs lange Eck wehrte Manthei zur Ecke ab. In der Schlussphase ergaben sich aber auch noch gute Chancen für die Gäste. In der 86. Minute wurde ein Schuss gerade noch zur Ecke geklärt, in der 90. Minute parierte Baitz aus nächster Nähe souverän. Für den 3:0-Schlusspunkt sorgte in der Nachspielzeit Inter. Er profitierte vom Sololauf Jattas, der diesmal genau vor das Tor passte und Inter nur noch den Fuß hinhalten musste.

Nach dem Abpfiff ließ sich die Stahlmannschaft zu Recht von den 357 Zuschauern feiern. Sie hat in dieser schwierigen Phase die mentale Blockade überwunden und sich endlich für ihren Aufwand belohnt. Der Erfolg kam zur rechten Zeit, er sollte den Spielern wieder Selbstvertrauen geben für die kommenden schweren Aufgaben. Nächsten Sonnabend (24. Oktober) steht das Derby beim BSC Süd 05 an und in 14 Tagen ist der Aufstiegsfavorit Viktoria Potsdam zu Gast im Stadion am Quenz.

Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.

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