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Das Brückenprojekt ist angebohrt - 41 Bohrpfähle werden Straßendämme und Brücke in der Potsdamer Straße stützen

Das Großbohrgerät hat Stellung bezogen und treibt die mächtigen Bohrer dicht am Fahrbahnrand in den Boden.

Die zusätzlichen Bauarbeiten zur Stützung der beidseitigen Straßendämme sowie der Widerlager der maroden Brücke in der Potsdamer Straße haben begonnen. Seit Mittwoch steht das recht monumentale Großbohrgerät und dreht die jeweils fünf Meter langen und 100 Zentimeter breiten Bohrsegmente in den märkischen Sand. Darin verschwindet regelmäßig ein Spiralbohrer, der das Erdreich zu Tage fördert. Ist das Ende des jeweiligen Bohrsegments dem Erdboden nach, kommt das nächste 5-Meter-Stück obenauf und dreht weiter. Bis 30 Meter Tiefe erreicht sind. Donnerstagvormittag soll der erste Bohrpfahl mit Beton ausgegossen werden. Dann wird Pfahl drei der Bohrschablone angebohrt und betoniert. Nummer zwei kommt dazwischen und greift in Pfahl eins und drei und wird mit einem Stahlkonstrukt bewehrt. So geht es weiter, bis auf der Stadtseite eine Wand aus 25 Bohrpfählen entstanden ist, die Damm und Widerlager stützen. Gegenüber genügt eine Wand aus 17 Bohrpfählen.

Mit der Stützung sorgt der bauverantwortliche Landesbetrieb Straßenwesen dafür, dass das zweite Teilbauwerk der Brücke während der kommenden Bauarbeiten in beiden Richtungen befahren werden kann, ohne abzukippen. Zumal nebenan, also hinter den entstehenden Bohrpfahlwänden, jeweils eine gewaltige Baugrube ausgehoben wird, die bis in 12 Meter Tiefe reicht. Nur so kann beidseitig das alte Brücken-Widerlager demontiert werden und ein neues entstehen, das größer ausfallen und für Prüfzwecke sogar begehbar sein wird. Zudem wird die neue Brückenkonstruktion ein Meter höher werden, um dem massiven Verkehrsaufkommen standhalten zu können.

Landesbetriebs-Sprecher Steffen Streu erklärt:

Mit den Vorbereitungen und den Bohrarbeiten musste zügig begonnen werden, weil der Baustellenablauf an festgelegte Bahnsperrpausen der Gleisanlagen geknüpft ist, die nicht veränderbar sind. Das Großbohrgerät hat einen großen Schwenkbereich und nimmt daher einen Teil des Straßenraums ein. Deshalb war die Einrichtung einer halbseitigen Sperrung unvermeidbar, die bis voraussichtlich Anfang April 2024 andauert.

Die Bahnsperrung ist auf den 8. März terminiert. An jenem Freitag werden zwei Baukräne die großteils schon freigelegte alte stählerne Brückenkonstruktion ausheben.

Die Umleitung über Rotscherlinde, Krahne, Reckahn und Göttin nach Brandenburg an der Havel ist während der gesamten Bauzeit laut Frank Schmidt, Regionalbereichsleiter des Landesbetriebs, alternativlos:

Auch Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste haben gesagt, es geht nur so, wie es jetzt geht.

Die von der Stadt jüngst eingeforderte Variante, abends und nachts die Umleitung auszusetzen, lehnt Schmidt ab. Aus Gründen der Verkehrssicherheit und weil täglich zweimal die Beschilderung weiträumig geändert werden müsste.

Immerhin: Alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, können die Baustelle in beide Richtungen passieren und vor Ort das monumentale Baugeschehen bestaunen. Die wahrzunehmenden Baudimensionen könnten das Verständnis für manch auferlegten Umweg wecken.

Vorzumerken bleibt der Zeitraum der angekündigten Vollsperrung: Von Freitag, 23.02.24, 18:00 Uhr, bis voraussichtlich Dienstag, 27.02.24, am frühen Morgen, ist die Brückenbaustelle in der Potsdamer Straße von keiner Seite befahrbar, weil für die Bohrpfahlwand weitere Sicherungsmaßnahmen in Form von Spundwänden und Rückverankerungen erforderlich sind, die unterhalb der verbleibenden Fahrstreifen eingebracht werden. Die Erreichbarkeit der Alten Potsdamer Landstraße bleibt auch während der Vollsperrung gewährleistet. Der kostenpflichtige Parkplatz am Schützenworth kann für Pendler eine Alternative sein. Ansonsten war und bleibt die schmale Straße eine Sackgasse und bietet für LKW keine Wendemöglichkeit.

Quelle: Verwaltung

 

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Das Bohrgerät hat stattliche Dimensionen.
Mittels Spiralbohrer kommt die Erde aus dem Bohrloch.

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