BSW: Kritik am OB wegen seiner Unterstützung des Drohnenabwehrzentrums in Brandenburg-Hohenstücken


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Der Kreisvorstand der Partei Bündnis Sahra Wagenknecht in Brandenburg
an der Havel zeigt sich besorgt über die gestrige Ankündigung (vom 19.03.2026) von
Oberbürgermeister Daniel Keip, den geplanten Ausbau des Heidelberger-Werks
in Brandenburg Hohenstücken zum führenden Kompetenzzentrum für
autonome Drohnenabwehrsysteme zu unterstützen und zu begleiten.
 
BSW-Kreisvorsitzende Heidi Hauffe kommentiert: „Es ist ein Unding, dass
Heidelberger Druck eine Produktionsstätte in unserer Region auf militärische Zwecke
ausrichtet, anstatt in zukunftsorientierte zivile Technologien zu investieren – und
dass Oberbürgermeister Daniel Keip hierzu applaudiert. Wir erwarten, dass die
Politik endlich auf eine wirtschaftliche Entwicklung setzt, die neue Arbeitsplätze
schafft und die Industrie auf friedliche, gesellschaftlich nützliche und nachhaltige
Bereiche ausrichtet. Zumal ein solches ‚Kompetenzzentrum´ auch ein Risikofaktor für
unsere Stadt sein kann. Die Kriege in der Ukraine oder im Iran zeigen nämlich
deutlich: Im Falle einer Eskalation werden solche zentralen Kompetenz-, Forschungs-
und Produktionszentren zu primären Zielen für gegnerische Raketen.“
 
Stellvertretender BSW-Kreisvorsitzender Dominik Mikhalkevich, selbst in
Hohenstücken wohnhaft, ergänzt: „Hohenstücken wurde seit der Wende
systematisch heruntergewirtschaftet. Das ehemalige Einkaufszentrum am
Tschirchdamm und das dazugehörige Parkhaus verfallen immer weiter, die
verlassene Anlage mit einem ehemaligen chinesischen Restaurant und einem Friseur
in der Nähe der Gebrüder-Grimm-Grundschule schaut gespenstisch drein. Die
günstigen und praktischen DDR-Wohnungsbestände wurden in den letzten Jahren
teilweise abgerissen, die Arbeitslosenzahlen sind vergleichsweise hoch. Die Menschen
fühlen sich abgehängt, wählen überproportional AfD oder gehen gar nicht erst zur
Wahl. Anstatt unserem Stadtteil realitätsferne Hoffnungen im Rahmen der
Kriegswirtschaft zu machen, sollte der neue Oberbürgermeister Hohenstücken zivil
und nachhaltig weiterentwickeln und z.B. die Ansiedlung von kleinen, lokalen
Unternehmen fördern, die verstärkt Hohenstückener als Arbeitskräfte einstellen.“
 
Andreas Kutsche, Beisitzer im BSW-Kreisvorstand und Landtagsabgeordneter
aus Brandenburg an der Havel, resümiert: „Die Herstellung von Rüstungsgütern
hat mit nachhaltigem Wirtschaften nichts zu tun. Investitionen in militärische
Produktion sind totes Kapital. Es ist eine zynische Politik, den zivilen Industriesektor
politisch z.B. durch die verrückte Sanktionspolitik abzubauen und zu destabilisieren,
um dann die wegfallenden Industriearbeitsplätze in der Konsumgüterproduktion mit
Arbeitsplätzen in der Kriegswirtschaft zu kompensieren. Die Beschäftigten haben
dabei keine Wahl und sind auf ihren Lohn angewiesen, denn sie haben schließlich
sich oder eine Familie zu ernähren.“

 

Quelle: BSW Kreisvorstandes Brandenburg an der Havel

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