Ausstellung „Die Gedanken sind frei“ in VHS-Räumen eröffnet


Daniel Keip im Gespräch mit Ausstellungs-Besuchern.

Der Oberbürgermeister Daniel Keip hat die Wanderausstellung „Die Gedanken sind frei“ in den Volkshochschul-Räumen im Bürgerhaus Hohenstücken eröffnet. Die Ausstellung zeigt Kunstwerke von Menschen mit besonderen Lebenslagen und ist bis Ende Mai 2026 in der Walther-Ausländer-Straße 1 zu sehen.

Die Exposition war zuvor im Städtischen Klinikum sowie im Gotischen Haus zu Gast. Der Standort wechselt regelmäßig, um vielen Menschen Zugang zu den Arbeiten zu ermöglichen. Unterstützt wird das Projekt durch das Gesundheitsamt der Stadt Brandenburg an der Havel sowie den Mitgliedern aus der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft.

Gezeigt werden Bilder und Skulpturen von Beschäftigten der Fliedners Lafim-Diakonie gemeinnützige GmbH sowie der Lebenshilfe Werkstatt Brandenburg an der Havel gemeinnützige GmbH. Besucherinnen und Besucher nutzten an dem Tag der Eröffnung die Gelegenheit, mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch zu kommen.

Oberbürgermeister Daniel Keip betonte bei der Eröffnung die besondere Wirkung der Ausstellung:

Die Werke zeigen eindrucksvoll, wie Kunst persönliche Erfahrungen, Gefühle und Gedanken sichtbar machen kann. Solche Ausstellungen schaffen Verständnis und geben den Künstlerinnen und Künstlern Anerkennung für ihre Arbeit und ihren Mut, persönliche Perspektiven öffentlich zu zeigen.

Unter dem Leitgedanken „Die Gedanken sind frei“ setzen die Künstlerinnen und Künstler ihre Gedanken, Gefühle und Erfahrungen kreativ um. Die Werke machen sichtbar, was im Alltag oft verborgen bleibt. Gleichzeitig trägt die künstlerische Arbeit zur Stabilisierung bei und stärkt individuelle Fähigkeiten in einer Atmosphäre von Akzeptanz und Zusammenhalt.

In den Fliedners Werkstätten der Lafim-Diakonie ist Kunst seit mehr als 10 Jahren Bestandteil des Arbeitsalltags einzelner Beschäftigter. Eine Kunstpsychotherapeutin begleitet die Kurse. Teilnehmende aus unterschiedlichen Bereichen arbeiten an eigenen Projekten. Es entstehen Werke, die persönliche Geschichten, Gedanken und Gefühle widerspiegeln.

Auch in der Lebenshilfe Werkstatt Brandenburg an der Havel finden Menschen mit psychischen Erkrankungen vielfältige Arbeitsangebote sowie kreative Möglichkeiten zur Entfaltung.

Der Leiter der Volkshochschule, Stefan Zimmermann, verwies auf die Bedeutung der Einrichtung für die gesundheitliche Bildung in der Stadt. Psychologin Stefanie Waschke von der Lafim-Diakonie erläuterte, dass beim künstlerischen Arbeiten nicht die Einschränkung im Vordergrund stehe, sondern das gemeinsame Schaffen. Jens Paschedag von der Lebenshilfe hob hervor, dass die Ausstellung das künstlerische Potenzial und die Leistungsfähigkeit von Menschen mit Beeinträchtigungen sichtbar mache und Raum für Austausch biete. Es gebe viele Prominente mit Einschränkungen, denen herausragende Leistungen gelungen seien.

Weitere Informationen.

Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / René Paul-Peters

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