Die kleinen Räuber bereiten sich im Herbst nach Kräften auf den Winterschlaf vor. Da das Nahrungsangebot für die kleinen Stachelkugeln schon stark eingeschränkt ist, werden nun immer häufiger von aufmerksamen, besorgten Bürgern junge, spät geborene Igel in das Naturschutzzentrum gebracht, damit sie sich vor dem Winter noch dringend benötigte Fettreserven anfressen und eine angemessene Größe erreichen können.
Aber nicht jeder freilaufende Igel, der noch entdeckt wird, bedarf menschlicher Hilfe. Sind sie größer als eine Grapefruit oder Mango, sollte man sie ihrer Wege ziehen lassen. Nur Igel, die augenscheinlich zu klein oder auffällig sind, weil sie zu dünn erscheinen oder torkeln, sollten ins Naturschutzzentrum gebracht werden.
Die unermüdlichen Anstrengungen der Tierpfleger werden oft damit belohnt, dass viele der abgegebenen Tiere wieder erfolgreich ausgewildert werden können. Manche der Schützlinge verbringen aufgrund der zu geringen Größe eine lange Zeit im Naturschutzzentrum.
Täglich müssen die Käfige gereinigt und mit Zeitungen neu bestückt werden, die das Laub und den natürlichen Untergrund ersetzen. Igel sind nicht sonderlich reinlich, so dass der Verbrauch an alten Zeitungen sehr hoch ist. Derzeit werden im Krugpark allein etwa 40 Igel gepflegt.
Deshalb werden hier zur Versorgung der Vierbeiner dringend alte Zeitungen (jedoch kein Glanzpapier oder Werbeprospekte) benötigt.
Wer den vom Aussterben bedrohten Tierchen helfen möchte und alte Zeitungen übrig hat, kann diese sehr gern im Naturschutzzentrum abgeben.
Neben den Miniigeln gibt es natürlich auch kranke und schwerverletzte Igel, die der Hilfe bedürfen. In diesem Zusammenhang werden die Gartenbesitzer gebeten, Mähroboter mit Vorsicht und Augenmaß im Garten einzusetzen. Mähroboter können zu schwersten Verletzungen bei den Igeln führen, da diese sich bei drohender Gefahr zusammenrollen, aber nicht weglaufen.
Um den Igeln im eigenen Garten etwas Gutes zu tun, sind „wilde“ Ecken willkommen mit einem Stapel aus Totholz und Laub. Auch trockenes Heu oder ausgeharktes Moos sind als Wärmedämmung des Winterquartiers beliebt. Katzenfutter und Wasser auf der Terrasse und ein gemütliches Plätzchen in der Hecke helfen oft schon aus. Zum Dank lassen sich die kleinen Gesellen in der Dämmerung vielleicht sogar beobachten. Wem das gelingt, weiß, dass sein Garten eine Oase auch für Kleingetier wie Insekten, Schmetterlinge, Schnecken und viele andere ist.
In diesem Sinne wünscht das Krugpark-Team allen Tierfreunden eine schöne Herbstzeit.
Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / Krugpark