Bürgernah! Gemeinsam über die Wusterau gewandert


Der angekündigte Regen kam nicht – dafür kamen gut einhundert Spaziergänger im Alter von etwa neun bis 90 Jahren.

Die traditionelle Herbstwanderung des SPD-Ortsvereins Kirchmöser/Plaue/Wusterwitz durch die fast unberührte Tier- und Pflanzenwelt der Halbinsel Wusterau im Plauer See stieß am Sonntag wieder auf großes Interesse. Unter Führung der Ortsvereinsvorsitzenden Lydia Jordan, des Ortsvorstehers von Kirchmöser Carsten Eichmüller und den sachkundigen Erläuterungen von Frau Koppe aus der Stadtverwaltung wurde einmal mehr das „geheimnisvolle“ Eiland erkundet.

Informationen gab es auch zur Verseuchung eines Teils der Halbinsel durch gesprengte Munitionsreste aus dem Ersten Weltkrieg. Am Denkmal für die dort begrabenen verstorbenen sowjetischen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges und für verstorbene Zwangsarbeiter aus der Zeit vor 1945 wurden Blumen niedergelegt. Das Gedenken sei wichtiger als die lautstarke und ziellose Diskussion um das zerfallende Mahnmal oder die Umbettung der Gebeine, meinten Besucher. „Es war zugleich eine beindruckende und erholsame frühherbstliche Wanderung mit vielen entspannten Gästen und guten Gesprächen“, resümierte Lydia Jordan. „Ich habe mich gefreut, dass auch Oberbürgermeister Daniel Keip zeitweise dabei war.“ Jordan berichtet, sie habe nach der Wanderung versprechen müssen, die Veranstaltung im kommenden Jahr zu wiederholen.

Lachend meint sie: „Das war heute eine Abstimmung mit den Füßen, wenn ich die Zahl der Teilnehmer sehe. Also sehr gern! Auf ein Neues im Herbst 2027!“

Quelle: SPD- OV Kirchmöser/ Plaue

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